2:0-Sieg gegen Paris: Chelsea dank Schürrle und Ba im Halbfinale

Der FC Chelsea hat im Viertelfinale der Champions League die Hinspiel-Niederlage gegen Paris Saint-Germain wettgemacht: André Schürrle leitete den 2:0-Sieg ein. Paris war ohne Zlatan Ibrahimovic chancenlos.

Sieg gegen Paris: Schürrle kommt und trifft Fotos
Getty Images

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Für André Schürrle war eigentlich keine Hauptrolle vorgesehen beim Viertelfinal-Rückspiel des FC Chelsea gegen Paris Saint-Germain in der Champions League. Der deutsche Nationalspieler nahm auf der Ersatzbank Platz. Doch Trainer José Mourinho wechselte ihn nach knapp 20 Minuten ein - und Schürrle wurde mit seinem Treffer in der 32. Minute zum Wegbereiter für das Weiterkommen der Londoner.

Am Ende stand es 2:0 (1:0) für den FC Chelsea, der ehemalige Bundesliga-Profi Demba Ba hatte in der 87. Minute den entscheidenden Treffer erzielt. Das war genug, um nach der 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel doch noch den Einzug ins Halbfinale zu schaffen. Für die ohne den verletzten Zlatan Ibrahimovic angetretenen Pariser ist die Champions League vorbei. "Wir haben super gespielt, die Atmosphäre war unglaublich. Alles hat gepasst", sagte Schürrle.

Chelsea-Coach Mourinho hatte eine "besondere Nacht" versprochen, nicht weniger war ja nötig, um den Rückstand aus dem Hinspiel wettzumachen. Doch wer mit einem Sturmlauf des FC Chelsea gerechnet hatte, wurde in den ersten Minuten enttäuscht. Die Anfangsphase gehörte den Gästen. Sie hatten mehr Ballbesitz, ihre Offensivbemühungen blieben aber glücklos. Ezequiel Lavezzis Hereingabe in der 15. Minute klärte Gary Cahill.

Lavezzi und sein Mitspieler Edinson Cavani hatten mit Chelsea eine Rechnung zu begleichen: Vor zwei Jahren hatten sie mit dem SSC Neapel das Achtelfinal-Hinspiel gegen die Londoner 3:1 gewonnen, im Rückspiel setzte es allerdings eine 1:4-Niederlage. Chelsea kam weiter und gewann schließlich durch einen Finalsieg gegen den FC Bayern die Champions League.

Schürrle und Oscar treffen die Latte

Gegen Paris musste Mourinho schon in der 18. Minute wechseln, der angeschlagene Eden Hazard verließ das Feld, und mit Schürrle wurden die Londoner stärker. In der 28. Minute hatten sie ihre erste echte Chance: Frank Lampard zwang PSG-Torhüter Salvatore Sirigu mit einem Freistoß aus halblinker Position zu einer Glanzparade. Nach einer guten halben Stunde war der Schlussmann dann chancenlos. David Luiz verlängerte eine Ecke von rechts mit dem Kopf, in der Mitte stand Schürrle frei und traf aus elf Metern.

Keine Minute später stand der deutsche Nationalspieler wieder im Blickpunkt, er ging im Strafraum nach einem Duell mit Marco Verratti zu Boden - kein Elfmeter. In der 37. Minute kam Cahill aus wenigen Metern zum Abschluss, der Verteidiger traf den Ball aber nicht richtig und verzog deutlich.

Nach dem Wechsel blieb Chelsea druckvoll, und wieder war Schürrle mittendrin: Der deutsche Nationalspieler traf in der 52. Minute nach Zuspiel von Willian per Direktabnahme die Latte. Zwei Minuten später flog der Ball nach einem Freistoß von Oscar erneut an den Querbalken. Chelsea hätte längst 2:0 führen müssen, doch das Tor wollte nicht fallen. In der 64. Minute faustete Paris-Keeper Sirigu eine Ecke von Lampard aus der Gefahrenzone. Der englische Nationalspieler bestritt übrigens sein 50. Spiel für Chelsea in der K.-o.-Runde der Champions League.

Erst in der Schlussphase brachte Paris ein paar Angriffe zustande. In der 72. Minute schoss Cavani nach einem langen Ball von Blaise Matuidi über die Latte, fünf Minuten später fehlten Cavini erneut nur Zentimeter. In der 80. Minute hielt Chelseas Torhüter Petr Cech einen wuchtigen Schuss von Lucas. Und kurz danach gelang den Gastgebern tatsächlich noch das ersehnte zweite Tor: Ba öffnete mit seinem 2:0 die Tür zum Halbfinale und löste grenzenlose Freude an der Stamford Bridge aus.

FC Chelsea - Paris Saint-Germain 2:0 (1:0)
1:0 Schürrle (32.)
2:0 Ba (87.)
Chelsea:
Cech - Ivanovic, Cahill, Terry, Azpilicueta - David Luiz, Lampard (66. Ba) - Willian, Oscar (81. Torres), Hazard (18. Schürrle) - Eto'o
Paris: Sirigu - Jallet, Alex, Silva, Maxwell - Verratti (55. Cabaye), Motta, Matuidi - Lucas (84. Marquinhos), Cavani, Lavezzi (73. Pastore)
Schiedsrichter: Proenca (Portugal)
Zuschauer: 38.080
Gelbe Karten: Willian (2), Lampard (2), Ivanovic (3), David Luiz (2) - Verratti, Cavani (3), Lucas, Maxwell
Torschüsse: 15:13
Ecken: 4:4

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buc

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Bevor jetzt
mr.zynisch 08.04.2014
wieder dieses ganze "Scheichvereine/Russen/FinancialFairPlay"- Gedoens kommt: Einfach mal (auch als Deutscher) freuen, dass Vereine wie Chelsea weiterkommen und im Fussball alles moeglich ist....
2. Auf Augenhöhe
derjonny 08.04.2014
Wenn man die Entscheidungen heute so sieht, erkennt man, dass sich alle 8 Viertelfinalgegner vollkommen auf Augenhöhe befinden. Die besten 8 Mannschaften in der Runde der besten acht, was will man mehr.
3. Mourinho
zacpirelli 08.04.2014
Wie Mourinho und/oder Chelsea immer das schlechteste gewünscht wird und diese Mannschaft immer weiter marschiert. Wie immer wieder alle heulen, dass die Retortenmannschaft unerträglich ist, sich diese Londoner aber immer wieder durchsetzen!
4. Psg
koka_banana 08.04.2014
ohne Ibrahimovic nischt wert momentan. Die haben noch einen langen Weg im dahin zu kommen wo Chelsea jetzt ist. Vereinfacht gesagt noch rund 1Mrd. Euro für Legionäre ausgeben und dann klappt's auch mit der Champions League. Drecks Öl-Araber/Russen, als ob die Welt nicht schon asozial genug wäre. Auf unsere Kinder kommen unruhige Zeiten zu (Off topic)
5. Chelsea mit viel Glück
aurichter 09.04.2014
weiter. Von zwei unsymphatischen Clubs hat es die nur etwas bessere Mannschaft geschafft. Das Tor in Paris, welches dem BVB in Madrid gefehlt hat, verhilft the special one ins HF, wo sie hoffentlich auf Real treffen, dann zeigt sich ja, was Mo mit Chelsea und dem Insiderwissen erreicht gegen seine Ex. Bayern so Gott will spielt dann gegen die anderen Madrilenen um dann im Finale die Schmach von Dahoam zu tilgen. Sollte möglich sein gegen Chelsea in Lissabon.
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