Champions-League-Qualifikation Klopps Liverpool besiegt Hoffenheim im Hinspiel

Jürgen Klopp und der FC Liverpool haben sich knapp bei 1899 Hoffenheim durchgesetzt. Ein 18-Jähriger brillierte bei den Reds. Mark Uth machte dem Bundesligisten kurz vor Schluss Hoffnung für das Rückspiel.

REUTERS

Der FC Liverpool hat sich im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation bei 1899 Hoffenheim 2:1 (1:0) durchgesetzt. Trent Alexander-Arnold brachte den Premier-League-Klub in der ersten Halbzeit in Führung (35. Minute). In der zweiten Hälfte erhöhte James Milner auf 2:0 (75.), Mark Uth erzielte kurz vor Schluss den Treffer zum Endstand (88.). Durch die Niederlage hat sich der Bundesligist keine gute Ausgangslage für das Rückspiel in England geschaffen. Hoffenheim stand im Europapokal noch nie in der Gruppenhase.

Das Team von Trainer Julian Nagelsmann war in der Anfangsphase das bessere Team und hatte mehr Ballbesitz. Allerdings resultierten aus der Überlegenheit kaum Torchancen. Diese hatte in der zwölften Minute dann aber Andrej Kramaric: Der 26 Jahre alte Kroate scheiterte jedoch mit einem schwachen Elfmeter an Liverpools Torhüter Simon Mignolet. Zuvor hatte Dejan Lovren Hoffenheims Offensivspieler Serge Gnabry im Strafraum gefoult (11.).

Auf der anderen Seite hatte Mohamed Salah die Gelegenheit zur Führung, schob den Ball jedoch freistehend knapp neben das Tor der TSG (14.). Besser machte es Alexander-Arnold: Der 18-Jährige verwandelte einen Freistoß aus 25 Metern sehenswert - Hoffenheims Keeper Oliver Baumann war chancenlos. Alexander-Arnold zählte während der gesamten Partie zu den auffälligsten Spielern bei Liverpool.

Gnabry und Wagner verpassen den Ausgleich

Kurz vor der Halbzeit hatte der Bundesligist durch eine Doppelchance von Gnabry und Sandro Wagner die Gelegenheit zum Ausgleich: Nachdem Gnabrys Versuch von Mignolet nach vorne abgewehrt wurde, traf Wagner im Nachschuss den Außenpfosten (43.). Allerdings hätte Liverpool das Ergebnis nach einem Kopfball von Lovren auf 2:0 erhöhen können, der Innenverteidiger verfehlte nach einer Ecke jedoch knapp (45.+2).

Nach Wiederbeginn hatte Hoffenheim Glück, als Steven Zuber unfreiwillig zur Ecke klärte. Der Ball landete nur knapp neben dem eigenen Tor (47.). Liverpool drückte weiter und hatte durch Salah die nächste gute Chance, Baumann parierte jedoch stark (69.).

Der eingewechselte James Milner sorgte in der 75. Minute für die Entscheidung: Der 31-Jährige wollte eigentlich flanken, doch Havard Nordtveit fälschte den Ball so unglücklich ab, dass er sich unhaltbar für Baumann ins Tor senkte. Kurz vor Schluss erzielte der ebenfalls eingewechselte Mark Uth nach Vorlage von Nordtveit den Treffer zum Endstand.

Das Rückspiel in Liverpool findet am Mittwoch, 23. August (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ZDF und SKY) statt.

1899 Hoffenheim - FC Liverpool 1:2 (0:1)
0:1 Alexander-Arnold (35.)
0:2 Milner (75.)
1:2 Uth (88.)
Hoffenheim: Baumann - Bicakcic (53. Nordtveit), Vogt, Hübner - Rupp (53. Amiri), Demirbay - Kaderabek, Zuber, Gnabry (71. Uth), Kramaric - Wagner
Liverpool: Mignolet - Alexander-Arnold, Matip, Lovren, Moreno - Henderson (63. Milner) - Can, Wijnaldum - Salah, Firmino (84. Solanke), Mané (89. Grujic)
Gelbe Karten: Bicakcic, Hübner - Can, Alexander-Arnold
Bes. Vorkommnis: Mignolet hält Foulelfmeter von Kramaric (12.)
Schiedsrichter: Kuipers (Niederlande)
Zuschauer: 25.568 (ausverkauft)

mru



insgesamt 19 Beiträge
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Diplom1 15.08.2017
1. Ich freue mich für Hoffenheim
Die Länder Europas treten an mit Teams wie Sevilla, Atletico, Tottenham oder Aberdeen und wen entsenden wir? Retorten aus Dörfern die nie dort hingehören wo sie stehen, an der Grenze zur Champions-League. Weil sie durch Umgehung aller Richtlinien mal eben an allen guten Traditionsvereinen vorbei ziehen. Dies mit Geldern mit denen man spielend jeden Spieler abkaufen kann und eben schnell bis oben hingelangt. So doof ist England eben nicht sich seinen eigenen Fussball so kaputt machen zu lassen. Bitte komm nicht wieder Kraichgau!
alaba27 15.08.2017
2. Bessere Ausgangslage ?
Ob 0:2 oder 1:2 spielt keine Rolle; das war's für Hoffenheim - leider, aber verdient. Und wem der Liverpooler zugewunken hat statt auf Uth zu gehen, bleibt wohl sein Geheimnis.
aurichter 15.08.2017
3. Wer leichtfertig
wie Wagner, Kramaric und Hübner soviel fast 100%tige versiebt, der gewinnt auch keinen Blumentopf. Jetzt soll mir keiner sagen dass Liverpool so stark war, da war mehr drin. Warum Wagner nicht ausgewechselt wurde, das bleibt Nagelsmanns Geheimnis. Könnte man mit Kiessling Syndrom umschreiben, gegen starke Gegner nicht zu sehen. Enttäuschend auch Gnabry, habe ich mehr erwartet, von Nordtveit ebenso. Da hat es für PL bei West Häm nicht gereicht, was man gut sehen konnte gegen Liverpool. CL kann man somit schon jetzt abhaken. Lichtblick lediglich ein Uth, der gezeigt hat wie es geht. Im Rückspiel den Animateur (das ständige Armrudern zum Publikum war nervig) Wagner draussen lassen und Uth von Beginn an spielen lassen.
karl-der-gaul 15.08.2017
4.
Für einen Dorfklub hat Hoffenheim ganz gut gegen das Leberschwimmbaad gespielt. Der Elfer besser geschossen und der Ausgang hätte anders ausfallen können. Weiter so Hoffe tolle Kraichgauer.
micheleyquem 16.08.2017
5. Das waren es nur mehr drei....
Amateurhafter, peinlicher Fussball der Hoffenheimer. Praktisch jedesmal wenn sich eine Gelegenheit bot, dann trafen Hoffenheimer Spieler die falsche Entscheidung. Da dreht sich ein Zuber, der noch zu den Besseren gehörte, schon mal rum und statt den Ball hinten rum kreisen zu lassen, dribbelt er in FÜNF Liverpooler rein! Da kann man den wohl kläglichsten Elfmeter seit Hoeness gegen Dresden vor vierzig Jahren sehen. Und einen Torwart der einen solchen Freistoss nicht hält? Ein Mittelstürmer der 90 MInuten lang zu bequem ist seinen Hintern aus dem Abseits zu bewegen? Der damit SECHS Erfolg versprechende Konter Angriffe zu Gunsten Liverpool verhindert? 18 Flanken und einige Eckbälle, von denen die Hoffenheimer NICHT EINE erwischen? Ein masslos überschätzter Gnabry der so NIE bei den Bayern Erfolg haben wird. Warum nur mehr drei? Wer letzte Saison die Hoffenheimer in den beiden Spielen gegen die Bayern gesehen hat... und nun dieses Spiel, der hat keinen Zweifel, dass es in der nächsten Saison nur mehr Bayren , den BVB und Leipzig gibt, die Fussball spielen können. Für den Rest der BuLi und die meisten in der Europa Ligue mag es weit reichen, aber um oben mitzuspielen, wo man Fussball spielen könne muss.... Liverpool mag gegen die Dritte der Bayern gut aussehen, aber wie schon gegen Watford, war auch das nichts mit dem man in der CL was zu suchen hat. Mit solchem FUssball kommt man weder an Chesea, noch Tottenham, noch ManU, noch Arsenal und ganz sicher nicht ManCity vorbei. Zwei ganz ärgerliche Stunden...
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