Champions League Málaga kündigt Protest gegen BVB-Spiel an

Der FC Málaga will das Ausscheiden aus der Champions League nicht kampflos hinnehmen. Die Spanier werden gegen die Wertung des Viertelfinal-Rückspiels bei Borussia Dortmund Protest einlegen. Im Gegenzug prüft die Uefa rechtliche Schritte gegen Málagas Präsidenten.

Dortmunder Jubel: Málaga legt Protest gegen die Spielwertung ein
dapd

Dortmunder Jubel: Málaga legt Protest gegen die Spielwertung ein


Hamburg - Der FC Málaga wird nach dem Viertelfinal-Aus in der Champions League bei Borussia Dortmund Protest gegen die 2:3-Niederlage am Dienstagabend einlegen. Geschäftsführer Vicente Casado ließ am Mittwochmittag über den Twitter-Account des Clubs mitteilen: "Wir werden offiziell Protest bei der Uefa einlegen." Gegenüber spanischen Medien begründete Casado den Schritt: "Das Niveau des Schiedsrichters war nicht so, wie es ein Viertelfinale verdient gehabt hätte."

In der Nachspielzeit hatte der FC Málaga innerhalb von 69 Sekunden zwei Gegentore kassiert. Beim entscheidenden dritten Treffer der Dortmunder hatte Torschütze Felipe Santana (90.+2) im Abseits gestanden. Der schottische Schiedsrichter Craig Thomson hatte das Tor aber anerkannt.

Allerdings hatten auch die Spanier einen irregulären Treffer zugesprochen bekommen. Beim 2:1-Führungstor für Málaga durch Eliseu in der 82. Minute hatte der Portugiese ebenfalls klar im Abseits gestanden.

Die Äußerungen des Besitzers des FC Málaga nach dem Champions-League-Spiel haben derweil ein Nachspiel vor der Uefa. Die Europäische Fußball-Union werde die Twitter-Eintragungen von Scheich Abdullah al-Thani durch ihre Disziplinarinspekteure prüfen lassen, teilte Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino am Mittwoch in Manchester mit.

Der FC-Málaga-Boss hatte nach der 2:3-Niederlage des spanischen Erstligisten im Viertelfinal-Rückspiel in Dortmund behauptet, die Uefa habe seinen Verein seit Saisonbeginn im Visier. Der Scheich warf dem Verband Korruption und Rassismus vor.

aha/sid/dpa



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insgesamt 227 Beiträge
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Lassehoffe 10.04.2013
1. optional
Es gibt noch einen guten Grund, das Spiel anzufechten: Darf der Stadionsprecher in der Championsleague eigentlich die Heimmannschaft anfeuern, wie geschehen? Ich finde das unmöglich.
nunu-na 10.04.2013
2. lächerlich
Wäre es bei einem 2:2 geblieben, hätte Malaga sich bestimmt nicht beschwert...dann hätte das eigene Abseitstor immerhin das Weiterkommen ins Halbfinale bedeutet. Schade, dass sie keine guten Verlierer sein können. Sicher war die späte Niederlage bitter, aber so ist es eben manchmal...
Redigel 10.04.2013
3. Dr.
Ehm, ja... von mir aus könnte man das sogar wiederholen. Ich fürchte allerdings selbst bei einem 3:0 Sieg von Dortmund würde man Santana, Rassismus gegenüber den Weißen Spaniern vorwerfen. Das Gute ist, dem könnten die auch bedenkenlos ein Hitlerbärtchen anmalen. Man sieht es Gott sei Dank nicht :D
KingChalid II 10.04.2013
4. @ Lassehoffe
Mein Glückwunsch! Politisch korrekter kann man 3 Zeilen nicht verfassen!
tensionac 10.04.2013
5.
Zitat von sysopDPADer FC Málaga will das Ausscheiden aus der Champions League nicht kampflos hinnehmen. Die Spanier werden gegen die Wertung des Viertelfinal-Rückspiels bei Borussia Dortmund Protest einlegen. Sie begründen dies mit der Schiedsrichterleistung. http://www.spiegel.de/sport/fussball/champions-league-malaga-protestiert-gegen-spielwertung-in-dortmund-a-893619.html
Naja klar war diese Abseitssituation weiß Gott nicht. Da handelte es sich um 1-2cm die erst in der 2. oder 3. Zeitlupe verdeutlicht werden konnte. Allerdings ist der Einspruch mehr als lächerlich und wird vermutlich auch nichts bringen, sonst würde bald ja jeder Verein einspruch einlegen und hoffen damit durchzukommen. Im Fußball finde ich es allerdings gefährlich Fehlentscheidungen so zu rechnen wie es viele hier tun, sprich beide haben ein Abseitstor geschossen macht 2:1 für Dortmund. Wer weiß aber ob das wirklich so gekommen wäre wenn das 1:2 nicht gegeben worden wäre? Vielleicht wäre Dortmund dann sogar mit einem 1:1 rausgeflogen? So kann man im Fußball einfach nicht rechnen. Die Schiedsrichter leistung gestern war auf beiden Seiten katastrophal, nichts desto trotz ist Dortmund verdient weiter.
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