Champions League: Paris mauert sich ins Viertelfinale, Juve bezwingt Celtic

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Spektakulärer Fußball geht anders: Paris Saint Germain und Juventus Turin sind als Sieger aus den Achtelfinals gegen Valencia und Celtic Glasgow hervorgegangen - doch beide Favoriten bekleckerten sich nicht gerade mit Ruhm. PSG-Star David Beckham musste zudem auf der Bank schmoren.

Hamburg - Stolze 110 Euro kostet das PSG-Trikot von David Beckham. Die Fans, die so tief in ihre Taschen gegriffen hatten, um das Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Valencia im Shirt des englischen Stars zu sehen, wurden jedoch enttäuscht: PSG-Trainer Carlo Ancelotti ließ Beckham auf der Bank. Auch sein zweiter Superstar, Zlatan Ibrahimovic, fehlte - wegen seiner Rotsperre aus dem Hinspiel. Das war 1:2 ausgegangen, PSG hatte bis kurz vor Schluss deutlich geführt. Doch dann fiel in der 89. Minute erst das Gegentor und kurz darauf musste Ibrahimovic vom Platz.

So werde es nicht noch einmal laufen, hatten die Franzosen versprochen - zudem brauchte Valencia mindestens zwei Tore für den Einzug ins Viertelfinale. Dennoch ließen es beide Teams ruhig angehen, vor allem die Spanier starteten abwartend. Die erste Chance hatte Lucas Moura in der 11. Minute, als er sich am rechten Strafraumrand absetzen konnte. Sein Schuss ging allerdings links am Tor vorbei. Kurz darauf endete ein Konter der Gäste über Roberto Soldado in den Händen von PSG-Keeper Salvatore Sirigu.

Valencia fand immer besser ins Offensivspiel, verfügte über mehr Ballbesitz. Paris war mit einer gut sortierten Abwehr hingegen vor allem auf Torverhinderung aus. Bis zur Halbzeitpause schien es ein eher unspektakuläres, chancenarmes Spiel zu bleiben - doch dann wärmte sich Beckham an der Seitenlinie auf, und die Zuschauer im Parc des Princes machten sich noch einmal Hoffnung auf Unterhaltung.

Beckham bleibt auf der Bank

Ancelotti ließ Beckham und seine Fans aber weiter schmoren und auch auf dem Platz veränderte sich das Geschehen zunächst kaum: PSG verschanzte sich in der eigenen Hälfte, Valencia agierte zu zaghaft, um gefährlich zu werden. Bis Jonas in der 54. Minute ein Tor aus dem Nichts gelang. Blaise Matuidi hatte den Ball leichtfertig vor dem Strafraum verloren, Jonas setzte mit ein paar Schritten nach und zog ab. Ein Treffer, der beiden Seiten guttat, denn nun wachte auch Paris auf. Ezequiel Lavezzi kam nach einem Pass von Gameiro völlig frei zum Abschluss. Guaita hielt den ersten Versuch - doch gegen den zweiten Ball des Argentiniers war er machtlos (66. Minute).

Valencia erhöhte noch einmal den Druck, um es zumindest in die Verlängerung zu schaffen. Aber PSG machte erfolgreich dicht - es blieb beim wenig spektakulären 1:1 (0:0). Und Beckham darf weiter auf seinen ersten Champions-League-Einsatz seit drei Jahren hoffen.

Paris Saint Germain - FC Valencia 1:1 (0:0)
0:1 Jonas (54.)
1:1 Lavezzi (66.)
Paris: Sirigu - Jallet (27. van der Wiel), Thiago Silva, Alex, Maxwell - Chantome, Motta (58. Gameiro), Matuidi, Pastore - Moura (83. Sakho), Lavezzi
Valencia: Guaita - Barragan, Ruiz, Mathieu, Cissokho - Parejo, Albelda (46. Banega) - Feghouli (63. Piatti), Costa, Jonas (76. Valdez) - Soldado
Schiedsrichter: Mazic
Zuschauer: 44.000
Karten: Lavezzi (2) - Albelda (2), Ruiz, Soldado (4), Parejo, Banega

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insgesamt 12 Beiträge
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1. Unglaublich ...
derfranzderkanns 06.03.2013
...das man diesen nichtssagenden CL-Bsitrag kommentieren darf, nicht aber die respektable Kraftklub-Echo-Absage, von der sich die Altvorderen (Ärzte und Hosen) gerne beeindruckt zeigen dürfen, wenn Sie an Tagen wie diesen vor lauter Selbstversessen - oder Vergessenheit selbst zu keinem entsprechend politischen Statement fähig oder willens sind.
2. hoffentlich...
MILE 07.03.2013
zahlt das das ZDF nicht all zu viel Geld, die Spiele dt Mannschaften nicht übertragen zu dürfen, und stattdessen langweilige spiele von 2 ausländischen Mannschaften zu übertragen
3. optional
wqa 07.03.2013
Es scheint ja sehr spannend gewesen zu sein. Toll für was das ZDF Geld hat.
4. Paris
lupogal 07.03.2013
Umso erstaunlicher war, was uns der Reporter des ZDF am Bildschirm erzählt hat. Der redete nämlich PSG schön un Valencia schlecht. Entweder hatte er einen Pariser an, oder er ist einfach nur ein grottenschlechter "Fußballexperte".
5. optional
Draco Silvano 07.03.2013
Zumindest brauch keine der deutschen Manschaften Angst vor PSG haben, sofern diese Paarung gelost werden sollte. Natürlich ist Ibrahimovic immer für eine Überaschung gut. Aber das Gesamt-Niveau dieser Manschaft liegt in meinen Augen deutlich unter dem der anderen verbleibenden Manschaften (mal von Malaga abgesehen...).
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