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Remis zwischen PSV und Atlético: Wie haben die es ins Free-TV geschafft?

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Fotostrecke: Ein bisschen Aufregung, aber keine Tore Fotos
AFP

Auf den Champions-League-Kracher vom Dienstag folgte der Langweiler zwischen PSV Eindhoven und Atlético Madrid am Mittwoch - live im deutschen Free-TV. Wie konnte das passieren? Alles Wichtige zum Spiel.

Ausgangslage: Seit neun Jahren war kein Team mehr aus der niederländischen Eredivisie für das Champions-League-Achtelfinale qualifiziert. PSV Eindhoven, erster seiner Liga, brach jetzt den Negativ-Lauf, und schaffte es direkt ins deutsche Free-TV (mehr dazu unter Free-TV-Ärger). Gegner Atlético Madrid, Finalist 2014 und aktuell Zweiter in Spanien, ging als Favorit in die Partie.

Ergebnis: 0:0. Hier lesen Sie den Spielbericht.

Aufstellungen:
PSV Eindhoven:
Zoet - Arias, Moreno, Bruma, Willems - Narsingh (65. Isimat-Mirin), Pröpper, van Ginkel, Guardado (75. Hendrix), Locadia (86. Lestienne) - Pereiro
Atlético Madrid: Oblak - Juanfran, Savic, Godin, Filipe Luís - Koke, Gabi, Saúl Ñíguez (74. Correa), Óliver Torres - Griezmann, Vietto (61. Torres)

Erste Hälfte: Kein Hingucker, kein CL-Kracher. Dafür taktisch anspruchsvoll. Im 4-4-2-System verschob PSV fleißig von links nach rechts und ließ gegen die spanische Top-Mannschaft nur wenige, dafür zwei gefährliche Chancen zu. Atlético stand selbst auch tief und versuchte mit Steilpässen in die Spitze zu kommen. Bereits in der vierten Minute hatte der Klub eine gute Chance durch Luciano Vietto, später scheiterte Antoine Griezmann (30. Minute).

Zweite Hälfte: Stand im Zeichen der Defensivtaktik. Und ehrlich gesagt: der Langeweile. Bei keinem Team hatte man das Gefühl, es würde ein Tor schießen. Eindhoven konnte nicht und Atlético wagte es nur selten, aus dem defensiven Muster auszubrechen. Dann die 68. Minute: Gaston Pereiro kassierte für ein leichtes Vergehen Gelb-Rot. Für Madrid war es der Startschuss für die Jagd auf das Auswärtstor. Na ja, hätte es sein können.

Free-TV-Ärger des Spiels: Juve gegen Bayern. Kein Zweifel, Millionen Fernsehzuschauer haben sich dieses Top-Spiel im Free-TV gewünscht. Stattdessen: PSV gegen Atlético, schlimmer als jede Wiederholung von Rosamunde Pilcher. Aber das ZDF ist an die Regeln aus dem Fernsehvertrag mit der Uefa gebunden und darf daher nur CL-Partien am Mittwoch übertragen. Erst, wenn nur noch ein deutsches Team im Wettbewerb vertreten ist, darf das ZDF frei wählen.

Free-TV-Ausblick des Spiels: Weil ein Weiterkommen der PSV überraschend wäre, weil das ZDF definitiv nicht das Rückspiel live übertragen wird, weil kein niederländischer Klub mehr in der Europa League vertreten ist und weil "Oranje" nicht für die EM in Frankreich qualifiziert ist, können Sie sich (fast) sicher sein, keinen weiteren Auftritt einer niederländischen Auswahl in der laufenden Saison mehr im Free-TV sehen zu müssen.

Ex-Gladbacher des Spiels: Wäre Luuk de Jong gewesen. Der 25-Jährige ist bei PSV Kapitän, und war für das Hinspiel gesperrt. De Jong kam 2012 vom FC Twente für zwölf Millionen Euro nach Gladbach - ein teures Missverständnis. Bei der Borussia hat der Stürmer wenig getroffen, später kaum gespielt und wurde dann verliehen - erst seit seiner Rückkehr in die niederländische Eredivisie blüht de Jong wieder auf: 17 Treffer in 23 Spielen sind in der laufenden Saison gezählt. Seine Torgefahr wurde gegen Atlético schmerzlich vermisst.

Schichtarbeiter des Spiels: Fernando Torres. El Niño (das Kind) musste lange auf der Bank warten. Erst in der 61. Minute kam der Stürmer, der von Atlético Fans wie ein Gott verehrt wird. Bei seiner Rückkehr im Januar 2015 (zuvor spielte er von 1995 bis 2007 für seinen Jugendklub) strömten über 45.000 Zuschauer ins Estadio Vicente Calderón, um den Heimkehrer zu feiern. Heute gab es höchstens ein kurzes Raunen, als Torres aus 15 Metern über das Tor schoss (78.).

Atlético-Trainer Simeone: Beim FC Chelsea im Gespräch Zur Großansicht
AP/dpa

Atlético-Trainer Simeone: Beim FC Chelsea im Gespräch

Aktivposten des Spiels: Diego Simeone - wie fast immer muss man sagen. Der Trainer der Madrilenen unternahm so ziemlich alles, was ein Trainer in seiner Coachingzone unternehmen kann: Hüpfen, pfeifen, klatschen, motzen, mit dem Zeigefinger fuchteln, Grashalme wegtreten, rufen, brüllen, nie flüstern, immer auf und ab marschieren, den vierten Unterparteiischen nerven, wippen, einfach alles kommentieren. Vielleicht tut er all das ab Sommer beim FC Chelsea. Dort gilt er als Nachfolger von Guus Hiddink.

Frisur des Spiels: Die von Arjen Robben in der Galerie verdienter Spieler im Philipps-Stadion zu Eindhoven. Der Bayern-Profi war von 2002 bis 2004 bei PSV unter Vertrag - damals noch mit Haaren auf dem Kopf.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 105 Beiträge
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1. Empörung wegen Frisur
Germanus 25.02.2016
Ich bin auch ein Leidensgenosse von Arjen => Haarausfall. Was mich am meisten ärgert: Darüber wurden schon immer und immer noch Witze am laufenden Band verbreitet. Aber: gegen Haarausfall kann man nichts machen! Also: MOBBING!!! Gegen alles mögliche darf man heutzutage nichts mehr sagen bzw. darf man sich nicht mehr lustig machen oder Witze reißen, aber gegen uns extrem benachteiligten Menschen mit Haarausfall wird munter ausgekeilt! Da muss sich was ändern!!! Bin schon traumatisiert und was es sonst noch alles gibt...
2. Sorry aber
wiesel 25.02.2016
Das große Interesse der deutschen Bevölkerung lag nun mal deutlich auf Athletico gegen PSV, und auch nur deswegen wurde es übertragen. Auch wenn einige es nicht gerne hören, haben jenseits Bayern nur die wenigsten lust ein Spiel der FCB zu gucken da würde keiner den TV einschalten
3.
jo.lu 25.02.2016
Mich ärgert, dass ich dafür eine Zwangsabgabe entrichten muss. Nicht mal ein Spiel einer deutschen Mannschaft gezeigt wird, ich das auch nicht sehen will (auch nicht gesehen habe) und viele andere interessante Sportarten fast nicht oder überhaupt nicht mehr gezeigt werden. Ein ausgewogenes Fernseh(sport)programm sieht anders aus.
4. So ändern sich die Zeiten...
rainerfiedler1965 25.02.2016
Es ist erst ein paar Jahre her, da hatte jede holländische Zweitligapartie erheblich mehr zu bieten als die Langeweilerauftritte der Münchner Bayern. Nun spucken deutsche Journalisten wieder die bekannten Töne. O tempora...
5. gut so
Talan068 25.02.2016
Nun klar Juve häte ich schon lieber gesehen, war ja auch ein sehenswertes Spiel. Aber PSV vs.Atlético fand ich auch gut, zumindest die 1.Hz., das war schneller, kämperischer Fußball. Etwas schade war, das die provokante Spielweise von Atlético, mit einer gelb-roten Karte belohnt wurde und PSV damit aus dem Spiel war. Die ständigen Hochleistung-Dribblings und Kabinettstückchen von Messi und Co. sind auf Dauer langweilig.
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2013 FC Bayern München
2012 FC Chelsea
2011 FC Barcelona
2010 Inter Mailand
2009 FC Barcelona
2008 Manchester United
2007 AC Mailand
2006 FC Barcelona
2005 FC Liverpool
2004 FC Porto
2003 AC Mailand
2002 Real Madrid
2001 FC Bayern München
2000 Real Madrid
1999 Manchester United
1998 Real Madrid
1997 Borussia Dortmund
1996 Juventus Turin
1995 Ajax Amsterdam
1994 AC Mailand
1993 Olympique Marseille


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