Champions League Ronaldo trifft per Fallrückzieher - Real zu stark für Juventus

Die Abwehr von Juventus gilt als eine der weltbesten. Gegen Cristiano Ronaldo reichte das nicht: Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League hat Real klar gewonnen - dank eines Ronaldo, dem sogar die Juve-Fans applaudierten.

AFP

Es ist kein Jahr her, da spielten Juventus und Real Madrid um die Krone des europäischen Klubfußballs, im Champions-League-Finale gewann damals Real 4:1. Nun trafen beide Giganten im Viertelfinale des Wettbewerbs erneut aufeinander. Wie schon im vergangenen Juni siegte wieder Real - und das lag wie damals auch an Cristiano Ronaldo.

3:0 (1:0) gewann Real das Hinspiel in Turin steht damit vor dem Einzug ins Halbfinale. Die Mannschaft von Trainer Zinédine Zidane hat also weiter die Chance auf die zweite erfolgreiche Titelverteidigung in Folge.

Im Fokus stand einmal mehr Ronaldo, der zwei Treffer erzielte (3. Minute, 64.), wobei der zweite ein Kandidat fürs schönste Tor dieser CL-Saison sein dürfte: Per Fallrückzieher überwand der 33-jährige Juve-Keeper Gianluigi Buffon, ein Tor das so wunderbar anzusehen war, dass sogar Tausende Heimfans dem Portugiesen applaudierten. Für Ronaldo war es das 14. Tor im zehnten Champions-League-Spiel dieser Saison. Schon beim Finalsieg von Cardiff war er gegen Juventus zweimal erfolgreich gewesen. Das 3:0 schoss Marcelo (72.), zuvor hatte Juves Paulo Dybala Gelb-Rot gesehen (66.).

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Ronaldo-Gala bei Juventus: Schöner geht's nicht

Wie so oft war Ronaldo über weite Phasen kaum zu sehen, um dann mit wenigen genialen Momenten das Spiel zu entscheiden. Nach einem brillanten Pass von Marcelo in den Lauf von Isco setzte sich Ronaldo im gegnerischen Strafraum ruckartig von Juves Verteidigern ab und schoss die Hereingabe volley zum 1:0 ins Tor. Auch bei seinem Fallrückzieher schaltete er schneller als sämtliche Gegenspieler. Ronaldo stand damit für den Unterschied zwischen Juventus und Real an diesem Abend: Effizienz. Denn was die Torchancen betraf, waren sich beide Teams lange ebenbürtig.

Während Ronaldo aber gleich die erste Gelegenheit des Spiels verwertete, ging Juve leer aus: Die Abschlüsse von Mattia de Sciglio (34.), Giorgio Chiellini (38.) und Juan Cuadradro (90+3.) waren zu ungenau, Dybala hatte Pech mit einem abgefälschten Freistoß, der knapp neben das Tor flog (56.), und Gonzalo Higuaín scheiterte zweimal am starken Real-Torwart Keylor Navas (23., 90+2.).

Ronaldos Traumtor bedeutete aber einen Bruch im Turiner Spiel, das erst wieder an Fahrt aufnahm, als die Partie längst entschieden war. Nach Dybalas Platzverweis hatte Marcelo nach Vorarbeit von Ronaldo das 3:0 erzielt. Toni Kroos (Latte/36.), Mateo Kovacic (Latte/87.) und Ronaldo (50., 85., 89.) vergaben weitere Gelegenheiten für die Gäste. Selbst der Superstar trifft also nicht mit jedem Versuch.

Das Rückspiel findet am Mittwoch in einer Woche statt. Juventus braucht dann nicht weniger als ein Fußballwunder, um doch noch ins Halbfinale einzuziehen.

Juventus Turin - Real Madrid 0:3 (0:1)
0:1 Ronaldo (3.)
0:2 Ronaldo (64.)
0:3 Marcelo (72.)
Juventus: Buffon - De Sciglio, Barzagli, Chiellini, Asamoah (69. Mandzukic) - Khedira (75. Cuadrado), Bentancur - Costa (69. Matuidi), Alex Sandro - Higuaín, Dybala. - Trainer: Allegri
Real: Navas - Carvajal, Ramos, Varane, Marcelo - Kroos, Casemiro - Modric (82. Kovacic), Isco (75. Asensio) - Benzema (59. Lucas Vázquez), Ronaldo. - Trainer: Zidane
Schiedsrichter: Cakir (Türkei)
Zuschauer: 40.849
Gelb-Rote Karte: Dybala wegen Foulspiels (66.)
Gelbe Karten: Bentancur (3) - Ramos (3), Kovacic (2)

mon



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meresi 04.04.2018
1. Dieser etwas ältere Herr...
...aber auch. Scheint gelangweilt am Platz herum zu spazieren um dann im richtigen Moment zuzuschlagen. Dieser Fallrückzieher, der das werte Publikum mit der Zunge schnalzen und in Verzückung fallen ließ, den möge er auch gegen die aus Bayern zelebrieren so es zu einem Aufeinandertreffen kommen sollte. Dann aber bitte in 3-facher Ausführung damit auch die Bayern das Zungenschnalzen üben können
ruswelt 04.04.2018
2. Das ist halt Ronaldo...
... und Real Madrid und nicht der glorreiche FC Bayern München und einer seiner arroganten Spieler ala Ribery oder wie die alle heissen. Hala Madrid!
fson21 04.04.2018
3.
Man mag ja von den Bayern halten was man will, aber sie in Sachen Arroganz ausgerechnet mit Real Madrid zu vergleichen ist schon etwas komisch. Maximale Arroganz ist das erklärte Selbstverständnis der Madrilenen.
sylkeheimlich 04.04.2018
4.
Der Spieler ist wirklich Weltklasse. Das erkenne ich neidlos an. Super! Was ich aber richtig lustig finde ist, dass hier, obwohl es um das Spiel Juve gegen Real geht und im Artikel die Bayern mit keiner Silbe erwähnt werden, immer wieder die Bayern ins Spiel gebracht werden. Ich finde, dass das zeigt, welche Höhe Wertschätzung und Anerkennung unser Verein genießt. Dafür herzlichen Dank.
hansfrans79 04.04.2018
5. Erklärung
Zitat von fson21Man mag ja von den Bayern halten was man will, aber sie in Sachen Arroganz ausgerechnet mit Real Madrid zu vergleichen ist schon etwas komisch. Maximale Arroganz ist das erklärte Selbstverständnis der Madrilenen.
Können Sie bitte schnell noch belegen, wann dieses Selbstverständnis seitens Real Madrids erklärt wurde?
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