CL-Viertelfinalist: Roque rockt Málaga

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Málaga-Spieler Santa Cruz: "Spektakulär, Fiesta pur"

Beim sensationellen Viertelfinaleinzug von Champions-League-Neuling FC Málaga war der Ex-Bayern-Profi Roque Santa Cruz der Held. Der Paraguayer fordert jetzt sogar seinen ehemaligen deutschen Verein heraus.

Hamburg - Als "Meisterwerk" bezeichnen es die spanischen Medien, manche gar als "Wunder" am Tag der Papstwahl: Der FC Málaga, zum ersten Mal in der Champions League dabei, ist mit einem Sieg über den FC Porto ins Viertelfinale eingezogen. Einer steht dabei besonders im Fokus - Torschütze Roque Santa Cruz.

So richtig hatte den früheren Bayern-Spieler niemand mehr auf dem Schirm, und plötzlich schießt er einen von Finanzproblemen gebeutelten kleinen Club in eine Liga mit dem FC Barcelona, Real Madrid, Bayern München.

"Das ist spektakulär, Fiesta pur. So etwas Ähnliches habe ich nur bei einer WM erlebt", sagte der Paraguyaner. 2001 hatte er zum Bayern-Team gehört, das die Champions League gewann, jetzt konnte er es offenbar selbst nicht ganz glauben. Im vergangenen Sommer war der 31-Jährige bei Manchester City aussortiert und an Málaga ausgeliehen worden. Dort konnte er sich bislang keinen Stammplatz erkämpfen. Auch gegen Porto - das Hinspiel hatte Málaga 0:1 verloren - setzte ihn sein Trainer Manuel Pellegrini erst in der Schlussphase ein.

Santa Cruz traf trotzdem (77. Minute) und öffnete seinem Team rund um die von anderen Vereinen ausgemusterten Martín Demichelis, 32, oder Javier Saviola, 31, damit unverhofft "die Himmelspforten" ("El País").

Trainer Pellegrini war schon mit Villarreal erfolgreich

Nicht nur die Mannschaft versetzte der Erfolg in Ekstase. Hollywoodstar Antonio Banderas sprang mit Club-Schal und -Mütze auf der Tribüne herum, die Fans von "Supermálaga" ("AS") feierten bis zum Morgen auf den Straßen, einige Mutige sprangen sogar ins kalte Mittelmeer.

Die Begeisterung scheint verständlich, war dieser Ausgang des Abends doch auch von den größten Optimisten nicht vorausgesehen worden. Málaga gilt in Spanien als typische "Fahrstuhlmannschaft", die bislang nicht einen einzigen Titel geholt hat. Als Ölscheich Abdullah Bin Nasser Al Thani aus Katar im Mai 2010 den Club für 25 Millionen Euro kaufte, schienen bessere Zeiten anzubrechen. Seitdem Al Thani aber vor einigen Monaten verschwand und den Geldhahn zudrehte, können die Schulden nicht mehr beglichen werden.

Wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay wurde der Club für die kommende Saison aus den europäischen Wettbewerben ausgeschlossen. Zwei Leistungsträger, Diego Buonanotte und der spanische Nationalspieler Nacho Monreal, verließen im Winter im Zuge der Krise den Verein.

Mit dem jüngsten Erfolg wird man aber wieder mutiger. "Wir wollen jetzt auch das Halbfinale erreichen", sagte Pellegrini. Er hatte 2006 bereits einen anderen spanischen Champions-League-Neuling, den FC Villarreal, in die Vorschlussrunde geführt. Matchwinner Santa Cruz war sogar noch mutiger - und forderte frech seinen früheren Verein heraus: "Mir würde es nichts ausmachen, nun gegen die Bayern spielen zu müssen."

psk/dpa

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1. Malaga hat eine ganz andere motivation
hinzkunz001 14.03.2013
denn die spielen buchstaeblich fuer Ihr gehalt. Malaga ist pleite denn der investor ist pleite gegangen, die hatten teilweise nicht das Geld um gehaelter zu zahlen. Vondaher sind die tewas anders motiviert.....sollte man wohl mal generell einfuehren..;-) verlierer bekommen kein Geld...;-) nicht einmal basis gehalt...
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