Champions-League-Qualifikation Hoffenheim trifft auf den FC Liverpool 

Die TSG Hoffenheim bekommt es in der Champions League mit dem FC Liverpool zu tun. Es dürfte ein schwieriger Weg in die Gruppenphase werden. Der Neuling ist der letzte Bundesligaklub, der diesen Weg gehen muss.

Hoffenheims Kerem Demirbay
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Hoffenheims Kerem Demirbay


Traumlos für die TSG Hoffenheim: Der Bundesligist trifft in den Playoffs zur Champions-League-Gruppenphase auf den deutschen Trainer Jürgen Klopp und den FC Liverpool. Das Team von Coach Julian Nagelsmann hat am 15. oder 16. August zunächst Heimrecht, am 22. oder 23. August wird das Rückspiel an der Anfield Road ausgetragen.

"In Liverpool machen sie bestimmt keine drei Freudensprünge, weil sie gegen uns spielen", sagte Nagelsmann: "Für die Wahrnehmung unseres Klubs ist es super, dass wir durch dieses Los voll im Fokus stehen."

Andersherum hätte aber auch für Hoffenheim der Weg in die Königsklasse kaum schwieriger sein können. Liverpool geht als Favorit in die beiden Spiele, auch wegen der ansprechenden Frühform: Das Klopp-Team gewann bei einem Vorbereitungsturnier gegen den FC Bayern München 3:0. "Liverpool ist eine überragende Mannschaft, aber wir werden alles für das Weiterkommen tun", sagte Nagelsmann. "Ich habe auch schon eine Idee, wie wir etwas reißen können."

Für die TSG kommt es damit zum Wiedersehen mit dem Brasilianer Roberto Firmino, der 2015 von Hoffenheim nach Liverpool gewechselt hatte. Firmino hatte im Vorfeld geäußert, nicht gegen Hoffenheim spielen zu wollen. Bei den Engländern stehen neben Klopp auch der deutsche Nationalspieler Emre Can und der ehemalige Schalker Joel Matip unter Vertrag.

Hoffenheim hatte in der vergangenen Bundesligasaison sogar lange um Platz drei mitgespielt, musste am 33. Spieltag nach einer 1:2-Niederlage im direkten Duell aber Borussia Dortmund vorbeiziehen lassen und landete am Ende auf dem vierten Rang. Sollten die Kraichgauer gegen Liverpool ausscheiden, geht es immerhin in der Europa League weiter.

Eine Reform des europäischen Fußball-Verbands Uefa lässt für Mannschaften aus der Bundesliga solche Zitterpartien unmöglich werden. Ab der Saison 2018/2019 bekommen die führenden Ligen der Uefa-Fünfjahreswertung garantierte vier Startplätze für die Champions League, aktuell sind das neben Deutschland noch Spanien, England und Italien.

Bisher sind seit der Premiere 1997 erst vier deutsche Mannschaften in den Playoffs gescheitert: 1860 München (2000), Borussia Dortmund (2003), FC Schalke (2008) und Borussia Mönchengladbach (2012).

Die Playoffs im Überblick:

Basaksehir Istanbul - FC Sevilla
Young Boys Bern - ZSKA Moskau
SSC Neapel - OGC Nizza
TSG Hoffenheim - FC Liverpool
Sporting Portugal - Steaua Bukarest
FK Qarabag Agdam - FC Kopenhagen
Apoel Nikosia - Slavia Prag
Olympiakos - HNK Rijeka
Celtic Glasgow - FC Astana
Hapoel Beer-Sheva - NK Maribor

krä/sid/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
gnarze 04.08.2017
1. Byebye
CL, Hoffenheim. Nicht den Hauch einer Chance gegen die Reds.
joe.micoud 04.08.2017
2.
Das ist sehr schwer. Vermutlich wird es nur EL statt CL. Hoffenheim hätte sportlich Platz 3 und die Quali verdient gehabt. Es ehrt die Hoffenheimer, dass sie sich nach den elementaren Fehlentscheidungen der Spiele Dortmund-Bremen am 34. Spieltag und Dortmund-Hoffenheim am 32. Spieltag, die den BVB erst auf Platz drei brachten, sportlich so fair verhalten haben. Ich möchte nicht wissen was passiert wäre, wenn es genau andersherum gewesen wäre. Der Fussball ist schon verrückt. Ein Verein profitiert von Fehlentscheidungen, dessen Anhänger umgekehrt so viel und so lange wie kein anderer über eben solche jammern.
simie 04.08.2017
3.
Zitat von joe.micoudDas ist sehr schwer. Vermutlich wird es nur EL statt CL. Hoffenheim hätte sportlich Platz 3 und die Quali verdient gehabt. Es ehrt die Hoffenheimer, dass sie sich nach den elementaren Fehlentscheidungen der Spiele Dortmund-Bremen am 34. Spieltag und Dortmund-Hoffenheim am 32. Spieltag, die den BVB erst auf Platz drei brachten, sportlich so fair verhalten haben. Ich möchte nicht wissen was passiert wäre, wenn es genau andersherum gewesen wäre. Der Fussball ist schon verrückt. Ein Verein profitiert von Fehlentscheidungen, dessen Anhänger umgekehrt so viel und so lange wie kein anderer über eben solche jammern.
Wenn sie fair wären hätten sie auch das Spiel Hoffenheim Dortmund aus der Hinrunde erwähnen können. Oder passt das nicht in ihr Weltbild, da es dort zwei skandalöse Fehlentscheidungen zugunsten der Hoffenheimer gab? Das verschweigt man dann wohl lieber. Ansonsten könnte man ja nicht die These vertreten, dass die Hoffenheimer arme Opfer der vom BVB unterwanderten DFL sind.
darren1895 04.08.2017
4. @joe.micoud
Es gibt Fehlentscheidungen im Fußball, aber die gibt's auf beiden Seiten. Dortmund hätte am 33. Spieltag auch 2 Elfmeter bekommen können, die nicht gegeben wurden. Dann hätten sie gegen Augsburg gewonnen.
DerweißEwal 04.08.2017
5. Sortiert
Zitat von joe.micoudDas ist sehr schwer. Vermutlich wird es nur EL statt CL. Hoffenheim hätte sportlich Platz 3 und die Quali verdient gehabt. Es ehrt die Hoffenheimer, dass sie sich nach den elementaren Fehlentscheidungen der Spiele Dortmund-Bremen am 34. Spieltag und Dortmund-Hoffenheim am 32. Spieltag, die den BVB erst auf Platz drei brachten, sportlich so fair verhalten haben. Ich möchte nicht wissen was passiert wäre, wenn es genau andersherum gewesen wäre. Der Fussball ist schon verrückt. Ein Verein profitiert von Fehlentscheidungen, dessen Anhänger umgekehrt so viel und so lange wie kein anderer über eben solche jammern.
Wenn sich ein Verein gegen einen anderen CL-Qualifikanten nicht durchsetzen kann, dann ist es wohl auch besser für ihn, in der EL zu spielen. Liverpool ist sicher ein eher hartes Brot, aber lieber frühzeitig in die passende UEFA-Liga einsortiert werden als in der CL dauernd Spiele und dann auch das Selbstbewusstsein zu verlieren. Vielleicht kommen sie ja auch durch. Möglich wäre es.
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