Champions-League-Analyse Wie Barcelona in Rom sensationell unterging

Vor einem Jahr gelang dem FC Barcelona in der Champions League ein Fußball-Wunder. Jetzt hat Barça selbst sein blaues Wunder erlebt. Die grafische Analyse zeigt, wie es zum Sensationssieg der Roma kam.

REUTERS

Von Michel Massing und


Am 8. März 2017 haben die Spieler des FC Barcelona Fußballgeschichte geschrieben: Nachdem sie das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain 0:4 verloren hatten, gewannen die Katalanen das Rückspiel 6:1 und zogen in die nächste Runde ein. Jetzt ist Barça Teil der nächsten historischen Sensation in der Königsklasse - nur aus der anderen Perspektive.

Nach einem 4:1-Hinspielsieg im Viertelfinale gegen AS Rom schien das Team um Superstar Lionel Messi schon als Halbfinalist festzustehen. Doch die Roma wuchs im Rückspiel über sich hinaus und gewann die Partie 3:0 (1:0). Damit sind die Italiener erst das dritte Team, das in Champions-League-K.-o.-Spielen einen Rückstand von drei oder mehr Toren wettgemacht hat - nach Barça im Vorjahr und Deportivo La Coruña 2004 gegen AC Mailand.

Besonders beeindruckend ist dabei, dass der Roma-Sieg hochverdient und zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet war. Die grafische Analyse zeigt, wie es den Italienern gelang, Barcelonas Stärken auszuschalten und die Sensation zu erzwingen.



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
Freud 11.04.2018
1. Souverän?
Wenn souverän träge und desinteressiert bedeutet? Dann war Barca obenauf. Aber schon im Hinspiel sah man das was nun in Rom seine Fortsetzung fand. Leidenschaft und Risiko der Römer und müden Verwaltungsfussball aud Katalonien. Zeitpunkt der Spielfreude ist hier eindeutig überschritten.
romeov 11.04.2018
2. zu pomadig
Barcelona war im sicheren Glauben, dass Ding - schon vor dem Spiel - in der Tasche zu haben. Diese Haltung wurde bestraft und das ist auch gut so. Messi hatte einen schlechten Tag und wenn ich mir beide Spiele anschaue ist ganz klar, zum Weiterkommen in der CL gehört vor allem Glück dazu.
skeptikerjörg 11.04.2018
3. Emotionalität vs. Rasenschach
Solche Resultate erzeugen klammheimliche Freude. Wie Liverpool gegen ManCity, so auch Roma gegen Barca. Zweimal setzte sich Emotion, Einsatz, Kampf gegen nüchternes Rasenschach durch. Leider funktioniert das nur in den Ko-Spielen, wie der Ligaaltag beweist. Aber immerhin da wird dem Zuschauer, auch dem neutralen, die Chance zum Mitfiebern geboten. Gut gemacht.
trackingerror 11.04.2018
4. Als Barca-Fan...
...k***t mich Barca nur noch an. Man ist keine Spitzenmannschaft, wenn ein 4:1 (!) aus dem Hinspiel für das Weiterkommen nicht genügt. Außerdem ist Rom keine Übermannschaft! Ich sehe es schon kommen: falls Rom im Halbfinale gegen Bayern oder Real wird spielen müssen, werden sie von diesen Mannschaften auseinander genommen werden (zur Erinnerung: AS Rom hatte schonmal 1:7 (!) zu Hause gegen die Bayern verloren). Das wird umso mehr zeigen, wie sehr Barca nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Mir erschließt sich einfach nicht, warum Barca in der spanischen Liga noch ohne Niederlage da steht (ich schaue selten die Spiele in LaLiga).
doppelnass 11.04.2018
5.
Zitat von trackingerror...k***t mich Barca nur noch an. Man ist keine Spitzenmannschaft, wenn ein 4:1 (!) aus dem Hinspiel für das Weiterkommen nicht genügt. Außerdem ist Rom keine Übermannschaft! Ich sehe es schon kommen: falls Rom im Halbfinale gegen Bayern oder Real wird spielen müssen, werden sie von diesen Mannschaften auseinander genommen werden (zur Erinnerung: AS Rom hatte schonmal 1:7 (!) zu Hause gegen die Bayern verloren). Das wird umso mehr zeigen, wie sehr Barca nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Mir erschließt sich einfach nicht, warum Barca in der spanischen Liga noch ohne Niederlage da steht (ich schaue selten die Spiele in LaLiga).
Doch, man ist auch eine Spitzenmannschaft, wenn man mal einen schlechten Tag hat. Das betrifft übrigens alle Spitzenmannschaften.
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