Von Sara Peschke und Christian Paul
Die Ausgangslage ist absurd. Wenn Borussia Dortmund am Dienstagabend (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Manchester City trifft, steht der vermeintliche Außenseiter aus Deutschland bereits als Gruppenerster fest. Und die Gäste, der englische Meister und eines der teuersten Team Europas, vor dem Aus.
City, das als Tabellenvierter in der Gruppe D unbedingt in Dortmund gewinnen muss, um noch Chancen auf die Europa League zu haben, steht mit dem Rücken zur Wand: Man kann das hämische Lachen von Fußballfans aus aller Welt schon fast hören.
Es gibt wenige Clubs, die so polarisieren wie der neureiche Verein aus dem Nordwesten Englands. Seit Scheich Mansur Bin Sajid al-Nahajan ManCity im Jahr 2008 für 185 Millionen Euro übernommen hat, steigt der Argwohn in der Fußballwelt proportional zu Nahajans Ausgaben für sein horrend teures Starensemble.
Und doch fasziniert gerade diese Ansammlung von fast willkürlich zusammengekauften Profis auf absonderliche Art und Weise. Wer will schon ernsthaft behaupten, dass er sich nicht über Ausnahmefußballer Mario Balotelli amüsiert, über dessen Eskapaden, T-Shirts und Tweets?
Fast nebenbei bildet der Italiener gemeinsam mit Kun Agüero, Carlos Tévez oder David Silva eine der wohl bewundernswertesten Offensivabteilungen im europäischen Vereinsfußball. Dort, wo Wahnsinn und Schönheit so nah beieinanderliegen, ist Manchester City.
Genau der richtige Club, um einige verblüffende Fakten zusammenzustellen: über schwindelerregende Ablösesummen, noch höhere Schulden und Profis, die pro Woche 150.000 Euro verdienen. Zur Übersicht - klicken Sie hier.
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