Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Rassistische Vorfälle: ZSKA Moskau zu weiteren Geisterspielen verurteilt

Der russische Champions-League-Teilnehmer ZSKA Moskau muss drei weitere Heimspiele vor leeren Rängen austragen. Die Uefa bestrafte den Klub für rassistische Entgleisungen der Fans beim Spiel gegen den AS Rom.

Leeres Stadion: Aufgrund von Fanverfehlungen muss sich ZSKA daran gewöhnen Zur Großansicht
DPA

Leeres Stadion: Aufgrund von Fanverfehlungen muss sich ZSKA daran gewöhnen

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Bereits gegen Bayern München musste ZSKA Moskau vor leeren Rängen antreten, nun muss der Klub auch die nächsten drei Heimspiele in der Champions League ohne Fans auskommen. Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union Uefa sprach nach erneuten rassistischen Vorfällen der ZSKA-Fans im ersten Gruppenspiel beim italienischen Erstligisten AS Rom eine drastische Strafe gegen den Klub aus.

Moskau muss neben dem Zuschauer-Ausschluss auch noch eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro zahlen. Für die verbleibenden Auswärtspartien in der Champions League darf der Verein keine Tickets verkaufen. Das betrifft auch das Rückspiel in München am 10. Dezember (Liveticker, SPIEGEL ONLINE).

In der Vergangenheit war der Verein mehrmals wegen rassistischer Entgleisungen seiner Fans negativ aufgefallen. Deshalb war bereits das erste Gruppenspiel gegen den FC Bayern am vergangenen Dienstag (0:1) vor leeren Rängen ausgetragen worden. Bayern-Fans konnten die Partie nur von einem Hochhaus aus verfolgen. Karl-Heinz Rummenigge hatte sich deshalb zuvor gegen eine Bestrafung in Form von "Geisterspielen" ausgesprochen: "Das ist einfach nur schade, das braucht niemand."

Laut ZSKA-Sprecher Sergej Aksjonow überlegt der Verein, in Berufung zu gehen. "Wir entscheiden über einen möglichen Einspruch gegen das Urteil, sobald wir die schriftliche Begründung der Uefa haben", sagte er der russischen Agentur Tass.

zaf/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Richtig so,....
rainer82 03.10.2014
...denn nur so kann man diese Vereine dazu bringen, etwas gegen ihre rassistischen Fans zu tun. Wenn die Erfolge ausbleiben, sollte man solche Clubs dauerhaft ausschließen aus den europäischen Wettbewerben
2. bedingt richtig
icke44 04.10.2014
Wir sind uns sicher einig über die schwachsinnigen Rassisten in den Stadien. Allerdings betreffen Geisterspiele eben auch automatisch die Fans der Gegenseite. Folgender Vorschlag: Die Strafe könnte darin bestehen die komplette CL-Saison mir Fair-Play Werbung der Uefa auf den Leibchen spielen zu müssen. Das dürfte den Sponsor erheblich nerven, denn für sein Geld bekommt er werbetechnisch keine Gegenleistung. Der Druck von dieser Seite wäre erheblich.
3. Schade...
bohlinski 04.10.2014
...trifft es gut. Ich kenne die russische Stadionkultur nicht, aber es trifft auch echte Fans die es da sicherlich auch in Moskau gibt. Hohe Geldstrafen und Strafverfolgung der beteligten Akteure wäre vielleicht mehr im Sinne des Fussballs.
4.
laffleur 04.10.2014
Zitat von bohlinski...trifft es gut. Ich kenne die russische Stadionkultur nicht, aber es trifft auch echte Fans die es da sicherlich auch in Moskau gibt. Hohe Geldstrafen und Strafverfolgung der beteligten Akteure wäre vielleicht mehr im Sinne des Fussballs.
Klar, man trifft damit immer auch Unschuldige. Allerdings sieht eben auch die UEFA, dass die russischen Vereine und Verbände nichts unternehmen (wie auch, wenn der Beauftragte dafür früher selbst in rechtsradikalen Vereinigungen war). Da wird schon mal im Stadion dem ehemaligen deutschen Diktator zum Geburtstag gratuliert, oder dem Vorstand verboten, schwarze Spieler zu engagieren (welches traurigerweise auch so berücksichtigt wird). In Istanbul gab es mal die "Strafe", dass nur Frauen und Kinder ins Stadion durften. Das war ein riesiges Event. Um die "Gästefans" nicht zu bestrafen, könnte man einfach auch alle Heimspiele zu Auswärtsspielen machen, sprich: jedes Team hat 2 Heimspiele gegen ZSKA.
5.
fussball11 04.10.2014
Mal fragen was Rummenigge davon hält, ob er seine Meinung geändert hat?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Fotostrecke
Schnellste Champions-League-Tore: Clarence und Roy
Sieger Uefa Champions League
Jahr Verein
2015 FC Barcelona
2014 Real Madrid
2013 FC Bayern München
2012 FC Chelsea
2011 FC Barcelona
2010 Inter Mailand
2009 FC Barcelona
2008 Manchester United
2007 AC Mailand
2006 FC Barcelona
2005 FC Liverpool
2004 FC Porto
2003 AC Mailand
2002 Real Madrid
2001 FC Bayern München
2000 Real Madrid
1999 Manchester United
1998 Real Madrid
1997 Borussia Dortmund
1996 Juventus Turin
1995 Ajax Amsterdam
1994 AC Mailand
1993 Olympique Marseille


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: