Hamburg - Die chinesische Bahngesellschaft China Railway Construction Corporation wird zum zweitgrößten Aktionär des italienischen Erstligisten Inter Mailand. Für insgesamt 55 Millionen Euro erwirbt der Investor 15 Prozent der Anteile an dem Club. Ab Oktober wird die Gesellschaft auch im Aufsichtsrat des Champions-League-Siegers von 2010 vertreten sein.
"Inter begrüßt die neuen Aktionäre, mit denen eine neue Phase der Club-Geschichte beginnt", sagte Vereins-Präsident Massimo Moratti. "Wir wollen auf Erneuerung setzen und Ressourcen auf dem asiatischen Markt nutzen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Vereins zu stärken." Morattis börsennotierter Ölkonzern Saras bleibt nach wie vor Hauptaktionär des Clubs.
Erstes Ziel der neuen Investoren: Eine Tochter des Konzerns wird bis 2017 ein neues Stadion in Mailand planen und bauen. Schon in den kommenden Monaten soll ein Gelände für die neue Arena gesucht werden. Bislang teilt sich Inter Mailand gemeinsam mit Stadtrivale AC das Giuseppe-Meazza-Stadion. Beide Teams tragen dort ihre Heimspiele aus.
Chinesische Firmen haben im vergangenen Jahr ihren wirtschaftlichen Einfluss in Europa ausgeweitet. Laut einer Studie der Beratungsfirma Rhodium hat die Volksrepublik ihre Direktinvestitionen 2011 auf zehn Milliarden Dollar verdreifacht.
bka/sid/Reuters
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