Millionendeal im Fußball: Chinesen steigen bei Inter Mailand ein

Der italienische Fußballclub Inter Mailand bekommt einen neuen Geldgeber. Die chinesische Bahngesellschaft China Railway Construction investiert 55 Millionen Euro in den Serie-A-Verein und wird damit zweitgrößter Aktionär. Nun soll ein neues Stadion gebaut werden.

Inter-Star Sneijder: Neues Stadion bis 2017Zur Großansicht
REUTERS

Inter-Star Sneijder: Neues Stadion bis 2017

Hamburg - Die chinesische Bahngesellschaft China Railway Construction Corporation wird zum zweitgrößten Aktionär des italienischen Erstligisten Inter Mailand. Für insgesamt 55 Millionen Euro erwirbt der Investor 15 Prozent der Anteile an dem Club. Ab Oktober wird die Gesellschaft auch im Aufsichtsrat des Champions-League-Siegers von 2010 vertreten sein.

"Inter begrüßt die neuen Aktionäre, mit denen eine neue Phase der Club-Geschichte beginnt", sagte Vereins-Präsident Massimo Moratti. "Wir wollen auf Erneuerung setzen und Ressourcen auf dem asiatischen Markt nutzen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Vereins zu stärken." Morattis börsennotierter Ölkonzern Saras bleibt nach wie vor Hauptaktionär des Clubs.

Erstes Ziel der neuen Investoren: Eine Tochter des Konzerns wird bis 2017 ein neues Stadion in Mailand planen und bauen. Schon in den kommenden Monaten soll ein Gelände für die neue Arena gesucht werden. Bislang teilt sich Inter Mailand gemeinsam mit Stadtrivale AC das Giuseppe-Meazza-Stadion. Beide Teams tragen dort ihre Heimspiele aus.

Chinesische Firmen haben im vergangenen Jahr ihren wirtschaftlichen Einfluss in Europa ausgeweitet. Laut einer Studie der Beratungsfirma Rhodium hat die Volksrepublik ihre Direktinvestitionen 2011 auf zehn Milliarden Dollar verdreifacht.

bka/sid/Reuters

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insgesamt 3 Beiträge
perpetuummobile 02.08.2012
Werben die dann mit dem Namen der Konzernmutter? Was soll das dann bringen, wenn der gemeine Endverbraucher für seine eigenen Zwecke eh´ keine Bahngleise oder Stadien in Auftrag geben würde. Genau so ist es mit Gazprom. Gazprom [...]
Werben die dann mit dem Namen der Konzernmutter? Was soll das dann bringen, wenn der gemeine Endverbraucher für seine eigenen Zwecke eh´ keine Bahngleise oder Stadien in Auftrag geben würde. Genau so ist es mit Gazprom. Gazprom ist ein Vorlieferant für die Energie-UNternehzmen in Deutschland. Wenn die nie unter eigenem Namen auf diesem Markt auftreten, kann ich das Marketing nicht ganz nachvollziehen.
karsten rohde 02.08.2012
Bei Gazprom ist es wohl eher Imagepflege, um von dem Russenmafia-Bild wegzukommen. Das haben die chinesischen Gleisbaier ja nicht noetig, die kennt keiner. Manchmal gibt es aber schon komische Brustsponsoren, z.B. hatte der 1.FC [...]
Bei Gazprom ist es wohl eher Imagepflege, um von dem Russenmafia-Bild wegzukommen. Das haben die chinesischen Gleisbaier ja nicht noetig, die kennt keiner. Manchmal gibt es aber schon komische Brustsponsoren, z.B. hatte der 1.FC Union Berlin mal einen Hersteller von irgendwelchen Schaltkreisen auf dem Hemd.
tobo5824 02.08.2012
Gazprom mischt auch im Endverbraucherbereich mit. Sie haben z.B. envacom nach deren Pleite übernommen. Seitdem bekam ich meine Stromrechnung von "gazprom-energy", was mir als BVB-Fan mir eine allzu derbe Anfechtung [...]
Zitat von perpetuummobileWerben die dann mit dem Namen der Konzernmutter? Was soll das dann bringen, wenn der gemeine Endverbraucher für seine eigenen Zwecke eh´ keine Bahngleise oder Stadien in Auftrag geben würde. Genau so ist es mit Gazprom. Gazprom ist ein Vorlieferant für die Energie-UNternehzmen in Deutschland. Wenn die nie unter eigenem Namen auf diesem Markt auftreten, kann ich das Marketing nicht ganz nachvollziehen.
Gazprom mischt auch im Endverbraucherbereich mit. Sie haben z.B. envacom nach deren Pleite übernommen. Seitdem bekam ich meine Stromrechnung von "gazprom-energy", was mir als BVB-Fan mir eine allzu derbe Anfechtung war...
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  • Donnerstag, 02.08.2012 – 12:47 Uhr
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