Relegationsskandal Lell wehrt sich gegen Spuck-Vorwurf

Vier Spieler wurden schon gesperrt, Christian Lell wartet noch auf sein Urteil. Vor der Verhandlung beim DFB bestreitet der Abwehrspieler von Hertha BSC, Düsseldorfs Assani Lukimya bespuckt zu haben. Stattdessen bezeichnet der Berliner Profi ihn als Lügner.

Hertha-Profi Lell: "Eine Sauerei, wie Lukimya lügt"
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Hertha-Profi Lell: "Eine Sauerei, wie Lukimya lügt"


Hamburg - Hertha-Profi Christian Lell hat bestritten, seinen Düsseldorfer Gegenspieler Assani Lukimya in der chaotischen Nachspielzeit der Bundesliga-Relegationspartie angespuckt zu haben. Der Berliner Verteidiger muss sich dafür vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verantworten. Der Kontrollausschuss hatte wegen der vermeintlichen Spuck-Attacke eine Sperre von sechs Spielen gefordert. Noch in dieser Woche soll es ein Urteil des Sportgerichts in diesem Fall geben.

In der "Bild"-Zeitung äußerte sich Lell zur Szene mit Lukimya: "Seine netten Worte habe ich irgendwann mit ebenso netten Worten beantwortet, was er wohl nicht vertragen hat. Ich habe Lukimya aber definitiv nicht bespuckt. Obwohl er auf dem Platz so getan hat."

Auch die Behauptung, er habe sich noch am Abend des Skandalspiels während der Dopingprobe bei Lukimya entschuldigt, wies Lell zurück. "Da liefen wir uns wieder über den Weg, haben beide geschmunzelt und gesagt: 'Ok, vergessen und verziehen.' Dass er das so einseitig als meine Entschuldigung verkauft, ist unverschämt. Eine Sauerei, wie Lukimya lügt." Der Düsseldorfer und künftige Werder-Profi entgegnete in der "Bild"-Zeitung: "Wenn man mich als Lügner darstellt, kann ich das nicht akzeptieren."

Während Lell noch auf seine Verhandlung wartet, hat das DFB-Sportgericht bereits die Strafen gegen drei andere Herthaner verhängt. Demnach wird Levan Kobiaschwili bis Ende dieses Jahres gesperrt, weil er Schiedsrichter Wolfgang Stark nach dem Relegationsspiel körperlich attackierte. Torhüter Thomas Kraft muss vier Partien pausieren, Andre Mijatovic wurde mit drei Spielen Sperre belegt. Beide hatten Stark beleidigt. Der Club hat alle drei Strafen akzeptiert.

Der Kontrollausschuss hatte auch für den Düsseldorfer Andreas Lambertz zwei Spiele Sperre gefordert. Der Fortuna-Profi hatte nach der Partie auf dem Rasen ein bengalisches Feuer in der Hand gehalten. Lambertz, der die Sperre akzeptiert hat, muss auch eine Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro zahlen.

ham/dpa



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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
Bourgeois2000 06.06.2012
1. Sind die Herthaner nicht schon genug bestraft?
Immerhin ist Hertha nicht dafür verantwortlich, dass aus dem Spiel ein "Skandalspiel" wurde. Der größte Fehler den die Herthaner gemacht haben, war nach der Unterbrechung wieder auf den Rasen zu gehen.
breisig 06.06.2012
2.
Zitat von sysopDPAVier Spieler wurden schon gesperrt, Christian Lell wartet noch auf sein Urteil. Vor der Verhandlung beim DFB bestreitet der Abwehrspieler von Hertha BSC, Düsseldorfs Assani Lukimya bespuckt zu haben. Stattdessen bezeichnet der Berliner Profi ihn als Lügner. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,837275,00.html
dem lell muss man einfach glauben, der ist ja ein völlig unbeschriebens blatt..
barzussek 06.06.2012
3. Ein altes Sprichwort kommt zum Tragen
Pack schlägt sich Pack verträgt sich.Die ganze Bundesliga firmiert unter SPORT aber sportlich geht es hier schon lange nicht mehr zu.Das Ganze artet immer mehr zum Saustall aus
Redigel 06.06.2012
4. Dr.
Zitat von Bourgeois2000Immerhin ist Hertha nicht dafür verantwortlich, dass aus dem Spiel ein "Skandalspiel" wurde. Der größte Fehler den die Herthaner gemacht haben, war nach der Unterbrechung wieder auf den Rasen zu gehen.
Doch, denn es waren Herthafans die Bengalos in den Innenraum auf Schiedsrichter, Spieler und Co warfen... Wären die nach der ersten Unterbrechung nicht wieder auf den Rasen gegangen, hätte Hertha das Spiel 2:0 verloren.
Blödmanns-Gehilfe 06.06.2012
5. Spinne ich ...
... oder Herr Lell? Ich meine zu erinnern, dass die Spuckattacke im TV deutlich zu sehen war. Habe zwar keine Aufzeichnung davon, aber meine Mit-TV-Seher und ich waren in dieser Frage derselben Auffassung: Wir alle hätten es gesehen!
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