Olympische Spiele 2018 Pechstein gründet private Trainingsgruppe

Bei Olympia in zwei Jahren wäre sie 46 Jahre alt - doch das stört Claudia Pechstein nicht. Für ihr großes Ziel einer weiteren Olympiamedaille hat die Eisschnellläuferin nun eine eigene Trainingsgruppe gegründet.

Claudia Pechstein
AP/dpa

Claudia Pechstein


Eisschnellläuferin Claudia Pechstein verfolgt weiter ihren Traum von der siebten Olympia-Teilnahme: Die 44-Jährige stellte in Berlin ihre neue Trainingsgruppe vor, mit der sie sich für die Winterspiele 2018 vorbereiten will.

"Ich freue mich, dass sich die Jungs zur Verfügung gestellt haben. Wir haben schon gut trainiert", sagte Pechstein. Zum "Team Pechstein - The Internationals 2018" gehören neben Trainer Peter Mueller der Norweger Alexander Waagenes, Sándor Dékany aus Ungarn und der japanische Eisschnellläufer Junya Miwa, allesamt Athleten mit Weltcup-Ambitionen.

Standort der neu gegründeten Trainingsgruppe, die in Absprache mit dem deutschen Verband DESG ins Leben gerufen wurde, wird Berlin sein. Dort steht auch das gemeinsame Teamhaus. "Die Bedingungen sind optimal. Jetzt wollen wir bei Olympia angreifen, weil noch für die ein oder andere Medaille Platz ist", sagte Pechstein, die bei Winterspielen bereits neunmal Edelmetall gewonnen hat.

Mit fünf Goldmedaillen ist sie Deutschlands Rekord-Olympionikin bei Winterspielen. Ein reines Privatteam hat es im deutschen Eisschnelllauf bisher noch nicht gegeben. Pechstein trainierte bislang zwar auch mit Männern, allerdings in Mannschaften des Verbandes. "Da kam es vor, dass der ein oder andere nicht pünktlich war oder überhaupt nicht kam", berichtete Deutschlands nach wie vor beste Eisschnellläuferin.

Am 7. Juni entscheidet der Bundesgerichtshof in Karlsruhe über die Revision der ISU gegen das Urteil des Oberlandesgerichts München in der Schadensersatzklage von Pechstein. Sie kämpft mit der Klage über fünf Millionen Euro gegen ihre Zwei-Jahres-Sperre durch die Internationale Eislaufunion (ISU) von 2009 bis 2011 und die Wiederherstellung ihres ramponierten Rufes.

Pechstein war wegen erhöhter Blutwerte gesperrt worden. Ursache ist nach Ansicht internationaler Hämatologen eine ererbte Anomalie.

lst/sid/dpa



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Seite 1
jamon 25.05.2016
1.
und? wenn sie es noch drauf hat.
sitiwati 25.05.2016
2. schade, dass von der
Sorte nicht mehr gibt
torgrun 25.05.2016
3. Da kann man nur...
...den Hut ziehen und die Daumen drücken! Was für ein Wille, was für eine Nervenkraft! Ein Vorbild für alle jungen Sportler, die höher hinaus wollen als Kreisliga. (Nichts gegen Kreisliga!)
kugelsicher, 25.05.2016
4.
Zitat von jamonund? wenn sie es noch drauf hat.
Und das ganz ohne Doping, bei Olympia dann mit 48 Jahren in der Weltspitze. Sachen gibt es, man muss nur dran glauben.
karlheinz-hesse 25.05.2016
5.
Zitat von kugelsicherUnd das ganz ohne Doping, bei Olympia dann mit 48 Jahren in der Weltspitze. Sachen gibt es, man muss nur dran glauben.
Das mit dem Doping war ja wohl nicht so. Am 15. März 2010 bescheinigten Mediziner der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) Claudia Pechstein eine vererbte Blutanomalie, wonach eine milde Form der Kugelzellenanämie für die veränderten Blutwerte bei ihr verantwortlich sei. Aus medizinischer Sicht sei die Sperre daher haltlos.[ Aber die Funktionäre des Sportgerichts geben keine Fehler zu. Aber Pechstein ist noch am klagen.
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