Mit fast 40 Jahren Pizarro wechselt zu Werder Bremen - zum fünften Mal

Es klingt wie ein Sommerloch-Scherz, der Verein hat es aber bestätigt: Claudio Pizarro kehrt zu Werder Bremen zurück - schon wieder. Der Routinier soll vor allem für einen "Effekt in der Kabine" sorgen.

Claudio Pizarro (Archiv, März 2017)
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Claudio Pizarro (Archiv, März 2017)


Oldie Claudio Pizarro kehrt zu Werder Bremen zurück. Wie der Fußball-Bundesligist bestätigte, wird der fast 40 Jahre alte Torjäger sein fünftes Engagement bei den Hanseaten antreten. Pizarro erhält nach Vereinsangaben einen "leistungsbezogenen Vertrag" und wird die Rolle des Backup-Stürmers übernehmen.

"Wir standen in den letzten Wochen mit Claudio in Kontakt und sowohl er als auch wir drückten den Wunsch aus, dass er seine aktive Karriere hier in Bremen, hier im Weser-Stadion beendet. Wir haben diese Gedanken intensiv durchgespielt, wir haben den Rahmen vorgegeben und dann beschlossen, einmal mehr mit Claudio in eine Saison zu starten", sagte Geschäftsführer Frank Baumann.

Pizarro, der in der vergangenen Spielzeit das Trikot des Absteigers 1. FC Köln trug und ablösefrei ist, hatte seine Kontakte in die Hansestadt nie abreißen lassen. Zuletzt hielt sich Pizarro auf Mallorca und in Garmisch-Partenkirchen beim ehemaligen Bremer Athletiktrainer Yann-Benjamin Kugel fit. "Ich freue mich sehr, nochmal die Chance zu erhalten, mich ins Team einzubringen, um bei dem Klub meine Karriere zu beenden, bei dem sie in Europa angefangen hat", sagte Pizarro.

"Nicht zwangsläufig ein Startelf-Kandidat"

"Sportlich ergibt die Rückholaktion durchaus Sinn. Claudio weiß, dass er nicht zwangsläufig ein Startelf-Kandidat sein wird. Aber er wird einen Effekt in der Kabine haben und mit seiner extrem positiven Energie, seiner Überzeugung und seinem Erfolgshunger dieser Mannschaft gut tun", sagte Trainer Florian Kohfeldt.

Pizarro trug erstmals 1999 das Werder-Trikot, 2008 (Leihe vom FC Chelsea), 2009 und 2015 kehrte der Stürmer an die Weser zurück. Mit 144 Treffern ist er Bremens Bundesliga-Rekordtorschütze.

chh/dpa



insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
spon_2937981 29.07.2018
1. Cool
Wirklich schöne Geschichte! Pizza ist so ein positiver Typ, eine Legende. Toll, dass er noch ein Abschiedsjahr dranhängt.
ttvtt 29.07.2018
2. peruanischer Burgsmüller
Ein Torjäger bleibt immer ein Torjäger. Und für 20 Minuten sollte Pizarro immer noch ausreichend Klasse besitzen.
roulaison 29.07.2018
3.
Da fällt mir spontan die "Vertreibung" von Alex Fußballgott" bei der Eintracht ein. So kann man es auch machen. Viel Spass Pizza!
hamburger.jung 29.07.2018
4.
Zuerst wollte ich laut loslachen. Aber dann....Er verdient offensichtlich nur dann richtig Geld, wenn er auch spielt. Risiko also gering. Er dürfte überwiegend zwischen Bank und Tribüne pendeln. Er soll eine Art Mentor für die jungen Hoffnungen im Angriff, Sargent und Eggestein, sein. Da ich im Freundeskreis einige Werderfans im habe, kann ich sagen, dass das auch einen psychologischen Aspekt hat. Der Mann ist in Bremen ein Idol und eine Legende. Ich glaub davor kommen nur noch Rudi Völler und Johan Micoud und wenn Pizza nur ein einziges Tor machen wird, benennen die eine Stadionkurve nach ihm. Leider hat er besonders oft gegen meinen HSV getroffen, bei Bayern übrigens auch. Nach meinen Infos kommt er aber zum 4. Mal nach Bremen, denn 2008 wurde er geliehen und im Sommer 2009 dann gekauft. Dazwischen war ja nur die Sommerpause und er war in der Zeit ja nicht weg aus Bremen.
Msc 29.07.2018
5.
Man munkelt Pizarros großes Ziel sei die WM 2022
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