Gedicht zum Confed Cup Keiner liebt ihn!

Spieler, die kaum noch laufen können, B-Teams, die gegen C-Mannschaften kicken - und Fans, die das auch noch gucken: Das ist der Confed Cup! Dagegen muss man etwas tun, findet unser Dichter am Ball.

Lothar Matthäus (links) und DFB-Teamchef Erich Ribbeck beim Confed Cup 1999 in Mexiko
DPA

Lothar Matthäus (links) und DFB-Teamchef Erich Ribbeck beim Confed Cup 1999 in Mexiko


Immer rein damit

Der Confed Cup. Er existiert. Es gibt ihn.
Und alles, was es gibt, das findet statt.
Und alle machen mit, und keiner liebt ihn,
Denn jeder hat ihn ungeheuer satt.

Die Spieler krabbeln längst auf allen vieren,
Der Bauch der Fans ist voll, ja fußballrund,
Die Trainer kommen nicht mehr zum Trainieren.
Doch naht der Cup, dann ruft die Welt "Na und?"

Dann gurken B-Elfs gegen C-Mannschaften,
Und fragst du, ob das mundet, sag ich Nein.
Doch lässt sich dürres Obst halt nicht entsaften,
Und Übersättigung will schmerzhaft sein.

Drum wird gespielt, auf geht's, und lang berichtet
Und breit geguckt, am Bildschirm und vor Ort.
Auf SPIEGEL ONLINE wird sogar gedichtet.
So sind wir ihn bald los. Mein Ehrenwort!



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
kritischer-spiegelleser 17.06.2017
1. Welcher Cup?
Ich habe versucht die Statuten dieses Cups in Wiki zu eruieren. Bin nicht weitergekommen. Da spielt eine "Nationalmannschaft", aber nicht die, die sonst in der Nationalmannschaft spielen. Sind das Selektionsspiele für die Trainer? Oder was soll das sein?
sven2016 17.06.2017
2.
Es wäre noch Platz für 3-4 weitere internationale Fußballwettbewerbe zum Abgewöhnen, gerne in Tschetschenien, Südossetien und Moldawien. Dann sind alle Termine mit sinnfreiem Gekicke belegt.
Ostsee67 17.06.2017
3. Falsche Überschrift,
sollte der Artikel nicht viel eher heißen "Kaum ein deutscher liebt ihn"? Die Überschrift die SPON wählte, suggeriert wieder einmal dass Deutschland der Nabel der Welt ist, zumindest fußballerisch. Dem zuständigen Redakteur wäre zu empfehlen gewesen, die Aufstellungen, nicht nur der deutschen Mannschaft zu studieren, sondern aller Mannschaften und auch nicht nur dieses Turniers, sondern auch vergangener. Sollte Thomas Gsella nach eingehendem Studium der Aufstellungen z.B. Portugals und Chiles weiterhin diese Meinung vertreten, so muss man eben zur Kenntnis nehmen, dass beispielsweise ein Christiano Ronaldo und ein Alexis Sanchez aus deutscher Sicht nur eines B- oder gar C- Teams würdig sind. Ganz neue Sichtweise, ich freue mich jedenfalls auf einen CR und wie sie alle heißen und ihren Zauberfußball.
taglöhner 17.06.2017
4.
Für Meister: Internationale Erfahrung für die neuen Spieler, die für die "richtigen" Turniere vorgesehen sind. Für Aussenseiter: Profilierung fürs heimische Publikum und Tests
stranzjoseffrauss 17.06.2017
5. Und trotzdem bald täglich 5-6 Confed-Berichte in SPON..
Die Sockenfarbe des großen Jogi, das geklaute Portemonnaie des Herrn Bierhoff, die Gespielinnen des Kapitäns, etc. Es lebe die Saure-Gurken-Zeit.
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