Copa del Rey: Ronaldo köpft Madrid zum Pokalsieg

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Barcelona spielte besser - und verlor trotzdem: Dank eines Kopfballtreffers von Superstar Cristiano Ronaldo hat Real Madrid mit den Nationalspielern Mesut Özil und Sami Khedira das spanische Pokalfinale gegen Barça gewonnen.

Copa del Rey: Messi dribbelt, Ronaldo trifft Fotos
AFP

Hamburg - Es sind die "El-Clásico-Wochen" in Spanien: Viermal innerhalb von 17 Tagen spielen Real Madrid und der FC Barcelona in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander. Nachdem das Liga-Rückspiel am vergangenen Sonntag noch unentschieden endete, konnten sich die Königlichen nun im spanischen Pokalfinale durchsetzen. Durch einen Treffer von Cristiano Ronaldo in der ersten Hälfte der Verlängerung siegte Madrid 1:0 (0:0;0:0). Es ist der 18. Pokalsieg für den spanischen Rekordmeister.

Bei Real standen die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira in der Startelf. Die erste Chance des Spiels vor 55.000 Zuschauern in Valencia hatte Madrids Verteidiger Sergio Ramos nach einem Freistoß von Ronaldo. Doch sein Schuss wurde abgeblockt. In der zwölften Minute war es dann Ronaldo selbst, der alleine vor Barça-Keeper José Manuel Pinto auftauchte, jedoch nicht präzise genug abschloss.

Von Barcelona war in der Anfangsphase nicht viel zu sehen. Viele einfache Ballverluste verhinderten, dass Barça sein Kombinationsspiel aufziehen konnte. Real verteidigte gut und versuchte immer wieder mit schnellen Angriffen zum Erfolg zu kommen. In der 21. Minute hatte dann auch Özil seine erste nennenswerte Offensivaktion: Der Mittelfeldspieler zog aus zwanzig Metern ab, verfehlte das Tor jedoch um einige Meter.

Özil mit guten Pässen für Ronaldo, Pepe trifft nur den Pfosten

Die Partie wurde von beiden Seiten hitzig geführt. Sowohl Barças Dani Alves als auch Reals Sergio Ramos hätten früh die Gelbe Karte sehen können - Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco beließ es jedoch bei Ermahnungen. Auch bei einer gelbwürdigen Aktion von Pepe, der Messi auf den Fuß stieg, ließ Mallenco die Karte stecken. Der Real-Verteidiger bekam dann kurze Zeit später dennoch die erste Gelbe Karte des Spiels (25.).

Hässlich wurde es dann wenige Minuten später: Reals Álvaro Arbeloa stieg David Villa beim Aufstehen auf die Wade, doch auch hierfür gab es keine Verwarnung (27.). Drei Minuten später verpasste Ronaldo eine maßgenaue Flanke von Özil - es war die zweite Großchance, die der portugiesische Nationalspieler vergab. Der Mittelfeldspieler blieb der auffälligste Real-Profi: Nach einem Pass von Özil startete er fast von der Mittellinie zum Alleingang, doch Pinto konnte den Angriff entschärfen (36.). Die größte Chance hatte Real dann kurz vor der Pause: Verteidiger Pepe köpfte an den Innenpfosten (44.).

Nach dem Seitenwechsel wurde Barcelona stärker. Aufregung im Real-Strafraum kam zunächst auf, als Iniesta zu Boden ging. Doch Mallenco ließ korrekterweise weiterspielen. Die erste große Chance für Barça hatte dann Offensivspieler Pedro. Nach einer schönen Einzelaktion zog er vom linken Strafraumrand ab - traf allerdings nur das Außennetz (50.). Ein Messi-Schuss strich kurz darauf über die Latte (65.).

Di Maria vergibt Real-Sieg kurz vor Ende der regulären Spielzeit

Vier Minuten später jubelten alle Fans des FC Barcelona: Nach einem Pass von Messi schob Pedro zum vermeintlichen Führungstreffer ein (69.), doch der Angreifer stand im Abseits.

Barcelona war nun klar die bessere Mannschaft, Real-Trainer José Mourinho musste reagieren. Er nahm Özil vom Feld und brachte Emmanuel Adebayor (70.), der sich zwei Minuten später gleich mit einer Gelben Karte einführte. Doch auch dieser Wechsel konnte nichts an Barcelonas Dominanz ändern. Einen Schuss von Pedro lenkte Iker Casillas nur knapp am Tor vorbei, kurz zuvor hatte der Real-Torhüter gegen Messi retten müssen.

Real konnte in dieser Phase des Spiel nur noch reagieren. Barcelona erspielte sich eine Chance nach der anderen. Bei einem Schuss von Iniesta musste Casillas sein ganzes Können aufbieten (80.). In der Schlussminute der regulären Spielzeit hatte Madrids Angreifer Ángel Di María die Chance zum Sieg, doch Barca-Keeper Pedro lenkte den Schuss des Argentiniers über die Latte - das Spiel ging in die Verlängerung.

Dort war Barcelona weiter das bessere Team, doch Madrid blieb gefährlich: Ronaldo setzte zunächst einen Schuss nur knapp neben das Tor (98.). Fünf Minuten später machte er es besser: Eine Flanke von Di María köpfte der Superstar unhaltbar gegen die Laufrichtung von Barca-Keeper Pinto ins Tor. Barcelona hatte danach nicht mehr viel entgegenzusetzen. Kurz vor dem Ende der Verlängerung hatte Ronaldo noch die Chance auf einen weiteren Treffer (118.) - doch es blieb beim 1:0. Di Maria sah in der Schlussminute nach einem Foul an Messi noch die Gelb-Rote Karte.

Am 27. April gehen die "El-Clásico-Wochen" weiter: Im Halbfinale der Champions League treffen beide Teams wieder aufeinander.

FC Barcelona - Real Madrid 0:1 (0:0) n.V.
0:1 Cristiano Ronaldo (103.)
Barcelona: Pinto - Dani Alves, Mascherano, Pique, Adriano (119. Maxwell) - Xavi, Busquets (108. Keita), Iniesta - Pedro, Messi, Villa (106. Afellay)
Madrid: Casillas - Arbeloa, Sergio Ramos, Carvalho (119. Garay), Marcelo - Khedira (104. Granero), Pepe, Xabi Alonso - Özil (70. Adebayor), Cristiano Ronaldo, Di Maria
Schiedsrichter: Mallenco (Spanien)
Zuschauer (in Valencia): 55.000 (ausverkauft)
Gelb-Rote Karte: Di Maria (Barcelona, 120.+1) wegen wiederholten Foulspiels
Gelbe Karten: Pepe, Xabi Alonso, Adebayor / Pedro, Messi, Adriano

Mit Material von dpa

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