Countdown zum CL-Finale: Platini lobt die Bundesliga

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Michel Platini: Lob für die Bundesliga

Uefa-Präsident Michel Platini ist voll des Lobes für die Bundesliga. "Ich mag, was in Deutschland passiert", sagte er. Dem Finalsieger winkt ein Geldsegen. Und die Fans können sich schon auf einen Besuch des "Henkelpotts" in Berlin freuen. Alles Wichtige zum Spiel des Jahres - hier im Countdown.

Samstag, 25. Mai

+++ Sammer will über die Ziellinie +++

Im Teamhotel des FC Bayern München laufen die letzten Vorbereitungen für das Finale: "Die Ziellinie ist erkennbar, aber wir müssen jetzt auch drüberlaufen", sagte Sportvorstand Matthias Sammer. Trainer Jupp Heynckes hat am Vormittag bereits eine erste kurze Besprechung mit den Spielern abgehalten. Danach war ein leichtes Training, das sogenannte Anschwitzen, im Mannschaftshotel angesetzt. In der abschließenden Spielersitzung am Nachmittag vor der Abfahrt zum Stadion werde er seinen Akteuren "unsere Marschroute, unseren Plan und unsere Philosophie, wie wir das Spiel angehen wollen", mitteilen: "Und dann wird eine deutsche Mannschaft gewinnen." (joe/dpa)

+++ 10,5 Millionen Euro für den Sieg in Wembley +++

Geldsegen für Bayern München und Borussia Dortmund: Der Gewinner des Champions-League-Finals kassiert dieses Jahr 10,5 Millionen Euro, der Verlierer bekommt noch 6,5 Millionen. Schon durch den Einzug in das Endspiel hatten Dortmund und die Bayern in der diesjährigen Saison jeweils etwa 70 Millionen Euro sicher. (joe/dpa)

+++ Der "Henkelpott" kommt nach Berlin +++

Das Finale der Champions League findet 2015 in Berlin statt, die begehrte Trophäe ist aber schon in diesem Jahr in der Bundeshauptstadt zu sehen. Im Rahmen der Uefa Champions League Trophy Tour wird der Pokal im Herbst ausgestellt. Das teilte ein Sponsor der Königsklasse mit. Vor dem Finale in München vor einem Jahr war der Pokal bereits 2011 ein letztes Mal in Deutschland bei einer Ausstellung in München zu besichtigen. Laut dem Sponsor können sich Besucher der Veranstaltung kostenlos mit dem Pokal fotografieren lassen. (asi/dpa)

+++ Uefa-Präsident Platini lobt die Bundesliga +++

Kompliment von ganz oben: Michel Platini hat vor dem deutsch-deutschen Finale zwischen Dortmund und Bayern am Abend im Wembleystadion die Bundesliga und ihre "50+1-Regel" gelobt. "Ich mag, was in Deutschland passiert. Man kann nicht mehr als 50 Prozent eines Clubs verkaufen", sagte der Franzose dem "Guardian". Dies sei das "richtige System". Dennoch erwartet der Uefa-Präsident keine anhaltende deutsche Dominanz im europäischen Clubfußball. "Es ist zyklisch. In einem Jahr ist man stärker, abhängig vom Trainer, den Spielern, dem Schiedsrichter", so Platini. (asi/dpa)

+++ Hummels meldet sich fit +++

Borussia Dortmund sind nach dem schmerzlichen Ausfall von Mario Götze für das Champions-League-Finale in London weitere personellen Rückschläge erspart geblieben. Rechtzeitig vor dem Anpfiff des Endspiels gegen den FC Bayern meldete sich der von einer Bänderdehnung genesene Mats Hummels zurück. "Ich bin mit dem Schrecken davongekommen. Der Fuß ist zwar nicht wie vorher, aber es wird gehen", sagte der BVB-Abwehrchef vor dem Abschlusstraining. (bka/dpa)

Freitag, 24. Mai

+++ Heynckes hofft auf friedliches Finale +++

Bayern-Trainer Jupp Heynckes hat die Fans beider Endspiel-Teams zur Fairness aufgerufen: "Ich hoffe, dass es ein friedliches Fußballspiel wird", sagte der 68-Jährige vor dem Abschlusstraining am Freitag. Für die Partie hofft er auf Beistand von oben: "Wir hätten es vergangenes Jahr schon verdient gehabt. Vielleicht ist der Fußballgott diesmal mit uns." Für ihn selbst sei es höchstwahrscheinlich die letzte Chance, die europäische Krone zu erringen. "Es ist ein besonderes Spiel - aber in erster Linie für den Club, für die Fans und für die Spieler, die 28, 29, 30 Jahre alt sind. Für sie wäre es die Krönung ihrer Laufbahn - und für mich auch." (bka/sid)

+++ Bayern und Dortmund gelandet +++

Das Flugzeug mit der Mannschaft von Bayern München ist pünktlich um 12.30 Uhr MESZ (11.30 Uhr Ortszeit) im nasskalten London gelandet. Am City-Aiport wurden Spieler und Verantwortliche von 300 Fans in Empfang genommen. Von dort aus ging es in das eine halbe Stunde entfernte Mannschaftshotel am Regent's Park. Der BVB kam gegen 14.45 Uhr (13.45 Uhr Ortszeit) am Flughafen Stanstead an, der 55 Kilometer nördlich von London in der Grafschaft Essex liegt. Etwa eine Stunde Fahrzeit beträgt die Reise in den Stadtteil Kensington, wo sich das Hotel des BVB für die erste Nacht befindet. (psk/sid)

+++ Helene Fischer singt für Dortmund +++

Schlagerstar Helene Fischer will nach dem Champions-League-Finale in London für die Spieler von Borussia Dortmund singen. Dies gelte auch, wenn der BVB verlieren sollte, hieß es bei Fischers Management. "Sie ist auf jeden Fall dort und singt." Ob die Sängerin sich das Endspiel des Clubs gegen den FC Bayern München am Samstag auch im Wembleystadion ansehen wird, war nicht bekannt. Sie sei aber großer Fan der Mannschaft - spätestens seitdem Roman Weidenfeller und Patrick Owomoyela sie im vergangenen Jahr in einer Fernsehshow überrascht und ihr mehrere Auszeichnungen überreicht hätten, wie eine Mitarbeiterin des Managements sagte. (chp/dpa)

Countdown zum CL-Finale

Das Finale am 25. Mai 2013 um 20:45

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+++ Rummenigge: "Ich habe totales Vertrauen" +++

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, ist entspannt nach London gereist. "Die Mannschaft hat in den vergangenen fünf Jahren international Großartiges abgeliefert, sie stand zweimal im Finale, jetzt ist es das dritte Mal. Die Mannschaft hat in diesem Jahr stabil fantastischen Fußball gespielt, und es gibt wohl niemanden in Deutschland, der unserem Trainer nicht den Champions-League-Sieg gönnen würde", sagte er vor dem Abflug. "Ich habe totales Vertrauen zur Mannschaft, totales Vertrauen zu Jupp Heynckes, er hat das großartig gemacht in dieser Saison und wird die Mannschaft erneut gut einstellen." (chp/sid)

+++ Magath macht Dortmund Mut +++

Vor 30 Jahren traf Felix Magath zum 1:0-Triumph des Hamburger SV im Finale des Europapokals der Landesmeister gegen Top-Favorit Juventus Turin. "Ich habe ein Abspiel versucht. Als ich keinen Anspielpartner fand, habe ich aufs Tor geschossen und glücklicherweise in den Winkel getroffen", sagt der 59-Jährige zu seinem Tor am 25. Mai 1983 im Athener Olympiastadion. Exakt 30 Jahre später treffen an diesem Samstag im Londoner Wembley-Stadion im deutschen Champions-League-Finale Bayern München und Borussia Dortmund aufeinander. Magath, der als Coach mit den Bayern je zweimal Meister und DFB-Pokalsieger geworden ist, sieht seinen Ex-Club im "Traumfinale der deutschen Fußballfans" im Vorteil.

"Die Bayern sind in solchen Situationen zu Hause und stellen in der derzeitigen Verfassung die stärkste Mannschaft Europas", schrieb er in einer "Hamburger Abendblatt"-Kolumne. Er macht aber auch dem BVB Mut. "Auch wenn für Dortmunds Spieler ein solches Finale Neuland ist, fühlt sich die Borussia in der Außenseiterrolle durchaus wohl. Das hat sie in den vier Spielen gegen Real Madrid unter Beweis gestellt." (chp/dpa)

Donnerstag, 23. Mai

+++ Doping-Kontrolleure besuchen das Bayern-Training +++

Unangekündigter Besuch beim letzten Mannschaftsraining der Bayern vor ihrer Abreise nach London: Doping-Kontrolleure baten insgesamt zehn FCB-Profis zum Test auf illegale Substanzen. Das sei "natürlich lästig" gewesen, sagt Trainer Jupp Heynckes in den vereinseigenen "FCB News". Die Kontrollen habe man in den letzten Wochen der Saison "permanent gehabt", sagte Heynckes. Welche Spieler eine Urinprobe abgeben mussten, wurde nicht bekannt. (mon/dpa)

+++ Zoll findet gefälschten Champions-League-Pokal +++

Einmal den Henkelpokal in den Händen halten - davon hat offenbar ein Fußballfan aus dem Münsterland geträumt. Der Traum wird nicht in Erfüllung gehen, denn in Rheine haben Zöllner die Einfuhr einer gefälschten Champions-League-Trophäe gestoppt. Der Mann aus Gronau hatte sich das Pokal-Duplikat aus Hongkong bestellt. Für die Kopie hatte er 300 Euro bezahlt. Da der Pokal eine geschützte Marke ist, griffen die Fahnder ein. Die Uefa könnte rechtliche Schritte gegen den Käufer einleiten. (mon/dpa)

+++ Watzke redet den BVB stark +++

Für Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke ist seine Borussia momentan der einzig wahre sportliche Herausforderer für den FC Bayern München. "Fakt ist: Es gibt derzeit in Europa nur einen Club, der in der Lage ist, Bayern zu schlagen: Das ist Borussia Dortmund", sagte Watzke im Interview der Münchner "Abendzeitung". Um im Champions-League-Finale am Samstag in London gegen den deutschen Fußballmeister triumphieren zu können, müsse die Borussia "allerdings absolut am Limit spielen. Wenn es einer schaffen kann, dann wir", erklärte der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung. (aha/dpa)

+++ Breitner ist ganz siegessicher +++

Nach Ansicht des ehemaligen Fußball-Weltmeisters Paul Breitner kann nichts einen Sieg von Bayern München im "German Endspiel" gegen Borussia Dortmund verhindern. "Ich war noch nie so überzeugt, dass unsere Mannschaft gewinnt. Mich hat, mit Ausnahme der großen Mannschaft des FC Bayern in den Siebzigern, keine Mannschaft so überzeugt wie diese", sagte Breitner im Gespräch mit dem Hörfunksender Bayern 3. Bei den Dortmundern will Breitner, der offiziell Chefscout und Berater des Rekordmeisters ist, dagegen eine gehörige Portion Nervosität ausgemacht haben. "Dortmund ist eine Super-Truppe. Wenn ich mir aber anschaue, wie die schon mit Bauchweh und schlotternden Knien zu Hause gegen Hoffenheim verlieren, blicke ich ganz ruhig auf den Samstag!" (aha/dpa)

+++ Hannelore Kraft drückt dem BVB die Daumen +++

Durch ihr Amt als Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen hat Hannelore Kraft am Samstag eigentlich ohnehin keine Wahl, zu wem sie hält: Klar, zu den Dortmundern. Die SPD-Politikerin begründet ihre Sympathien allerdings nicht mit Lokalpatriotismus - sondern mit ihren taktischen Vorlieben. "Der BVB spielt attraktiven Fußball, schnell in die Spitze, frühes Pressing - das haben die Bayern von den Dortmundern abgekupfert", so Kraft. Einen ähnlichen Vorwurf hatte auch BVB-Trainer Jürgen Klopp erhoben. Kraft kann das Duell in London von einem Spitzenplatz aus verfolgen: "In Wembley", verriet sie der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf. "Die Uefa hat mich eingeladen. Mein bayerischer Kollege Horst Seehofer wird auch im Stadion sein." Und wie geht's aus? "2:1 für den BVB." (luk/dpa)

Mittwoch, 22. Mai

+++ Bayern-Anhänger mit offenem Brief +++

Die Fans des FC Bayern glauben fest daran, dass ihr Team nach der Meisterschaft auch den Champions-League-Titel gewinnt. Das bezeugt die Fanvereinigung Club Nr. 12 mit einem offenen Brief an die Mannschaft: "Es ist unser Jahr, und diesmal holen wir den Pokal wieder nach Hause an die Isar!", heißt es in dem Schreiben. "Ihr habt es in der Hand und wir glauben an Euch - mehr als je zuvor! Kämpft für unsere Stadt und unseren Verein! Macht Euch unsterblich!" Bei den Spielern ist die Botschaft angekommen. Verteidiger Dante hat den Brief umgehend getwittert. (buc/sid)

+++ Klopp gewinnt englische Fans für sich +++

BVB-Trainer Klopp: "Guardian"-Interview bringt ihm Sympathien in England Zur Großansicht
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BVB-Trainer Klopp: "Guardian"-Interview bringt ihm Sympathien in England

Im Interview mit dem englischen "Guardian" wirbt Jürgen Klopp um die Unterstützung der neutralen Fans, und wenn man nach den Leserkommentaren auf der Internetseite des "Guardian" geht, hat Klopp damit Erfolg. Über 700 Einträge gibt es schon zu dem Interview, viele dürften im Sinne des Dortmunder Trainers sein: "Der beste Mann im Fußball. Jemals", schrieb ein Kommentator. Ein anderer hob den Dortmunder Coach über den selbstbewussten José Mourinho: Klopp sei der wahre "Special One". Viele Leser wünschen sich jemanden wie ihn in der englischen Premier League. Wobei: "Ich will ihn nicht im englischen Fußball sehen. Das würde seinen Geist verderben", schrieb ein Leser. Großer Zuspruch also für Klopp. Doch vielen Fans missfällt die Nennung des Ausrüstungssponsors in dem Artikel: "Schade, dass eine moderne Zeitung nur ein Interview mit einem Vertreter des Spitzensports bekommt, wenn sie verspricht, den Namen einer Sportfirma zu nennen." (buc)

+++ Neuer bereitet sich auf Elfmeterschießen vor +++

Bayern München beschäftigt sich in der Vorbereitung auf das Champions-League-Finale auch mit der Möglichkeit eines erneuten Elfmeterschießens. "Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, ich habe noch nicht einmal daran gedacht", sagte Torwart Manuel Neuer. Er selbst würde im Notfall auch wieder als Schütze antreten wie beim verlorenen Elfmeterschießen im Finale gegen den FC Chelsea im vergangenen Jahr. "Wenn ich gebraucht werde, bin ich da", sagte Neuer. Als ehemaliger Schalker verspürt er gegen den BVB einen Schuss Extramotivation. Es sei "eine Art Derby". (psk/dpa)

+++ Königliche Familie bleibt Wembley fern +++

Obwohl das Champions-League-Finale in London stattfindet, hat sich bislang kein Mitglied der britischen Königsfamilie angekündigt. Offiziell kommen weder Queen Elizabeth II. oder ihr Mann Prinz Philip noch ihre fußballbegeisterten Enkel Prinz William oder Prinz Harry zum Spiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München. Ob ein Vertreter des britischen Königshauses sich privat sehen lasse, könne man nicht sagen, erklärte eine Palastsprecherin am Mittwoch. Immerhin ist William Präsident des britischen Fußballverbandes (FA) und nimmt am Freitag noch am Uefa-Kongress in London teil. Am Samstag aber habe er andere Verpflichtungen, hieß es von seinem Sprecher. (psk/dpa)

+++ Piszczek muss nach Finale unters Messer +++

Borussia Dortmund muss nach dem Finale der Champions League womöglich längere Zeit auf seinen Verteidiger Lukasz Piszczek verzichten. Wie die "WAZ" am Dienstagabend berichtete, soll sich der polnische Nationalspieler nach dem Endspiel in London einer Operation an der Hüfte unterziehen. Der 27-Jährige werde möglicherweise bis zu fünf Monate pausieren müssen. Der deutsche Vizemeister soll sich laut "WAZ" bereits nach einem Ersatz für den Außenverteidiger umschauen. Für Piszczek wäre es nicht die erste Hüft-OP. Schon in seiner Zeit bei Hertha BSC hatte er sich Ende 2008 einem Eingriff unterzogen und war fast ein halbes Jahr ausgefallen. (aha/dpa)

Dienstag, 21. Mai

+++ Götze bricht Training ab +++

Hat Mario Götze sein letztes Spiel im Trikot des BVB schon gemacht? Oder wird der Dortmunder Mittelfeldmann nach seinem Muskelfaserriss aus dem Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid rechtzeitig fit für das Finale gegen seinen künftigen Arbeitgeber? Im ersten Mannschaftstraining seit seiner Verletzung hatte Götze offensichtlich wieder Probleme mit seinem Oberschenkel. Als es zu einem Trainingsspiel kam, fasste sich Götze an die verletzte Stelle und beendete sein Training vorzeitig. "Mario hat wieder etwas gespürt am Oberschenkel. Deshalb hat er abgebrochen. Wir wissen nicht, wie schlimm es ist und ob er es noch packt", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc der "Bild"-Zeitung. Eine Untersuchung soll nähere Aufschlüsse ergeben. (buc/bka/dpa)

+++ Niersbach: "Gewinner ist der deutsche Fußball +++

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat das Champions-League-Finale als "Festtag für den gesamten deutschen Fußball" bezeichnet. Das Endspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund in Wembley sei nicht zuletzt ein Beweis für die gute Nachwuchsarbeit in Deutschland. "Es ein Beleg für unsere tolle Nachwuchsarbeit und das starke Zusammenspiel von DFB und Liga", sagte Niersbach. Schon vor dem Anpfiff in London stehe der erste Sieger fest: "Egal wer als Sieger vom Platz geht, der deutsche Fußball ist der Gewinner."

+++ Müller übt fleißig Elfmeter +++

Sollte es am Samstag zum Elfmeterschießen kommen - Thomas Müller ist vorbereitet. Im Training am Dienstag legte der 23-Jährige Sonderschichten vom Punkt ein. Knapp 60-mal trat er zunächst gegen Lukas Raeder im Tor an, dann gegen Manuel Neuer. "Das kann nicht schaden", so Müller, der mit insgesamt 22 Pflichtspieltoren, davon acht in der Champions League, der erfolgreichste Bayern-Profi in dieser Saison ist. (luk/dpa)

+++ Dortmund-Fan hisst Fahne auf Kaukasus-Gipfel +++

Es hat schon mancher Fußballfan Außergewöhnliches getan, um seinen Verein bei einem großen Vorhaben zu unterstüten. Doch die Aktion dieses Dortmunder Anhängers sucht vermutlich ihresgleichen: Thomas Goeke hat eine BVB-Fahne auf den 5642 Meter hohen Gipfel des Berges Elbrus im Kaukasus getragen und gehisst - aus Aberglauben, wie die Dortmunder "Ruhr Nachrichten" am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe berichteten. Einmal habe es mit einer ähnlichen Unterstützungsaktion für den BVB schon geklappt, sagt Goeke: "Zum BVB-Double im letzten Jahr haben mein Bruder und ich die BVB-Fahne auf den heiligen Berg Ararat getragen. Die erfolgreiche Besteigung hatte den Pokalsieg zur Folge." (psk/dpa)

+++ BVB-Fans verzichten wegen Uefa-Auflagen auf Choreografie +++

Die Fans von Borussia Dortmund und dem FC Bayern bereiten sich intensiv auf das Finale vor. Während die Anhänger aus München vor dem Spiel eine Choreografie auf den Tribünen des Wembley-Stadions zeigen werden, wird diese auf Seiten der BVB-Fans ausfallen. Als Grund dafür geben sie zu strenge Bedingungen der Uefa an: "Abgesehen von den maßlos übertriebenen Brandschutzauflagen wurde uns in Wembley nun auch noch verboten, den kompletten mittleren Tribünenrang in unsere Aktion einzubeziehen. An ein geschlossenes Kurvenbild war so nicht mehr zu denken", heißt es auf der Internetseite der BVB-Fanvereinigung The Unity. Auch die Vereinigung der aktiven Bayern-Fans Club Nr. 12 beklagt, dass die Uefa die Planung und Umsetzung einer Choreografie beim Finale massiv behindern würde. So müssten ihre Aufbauarbeiten schon am Freitagmorgen beginnen. Der mittlere Tribünenrang dürfe ebenfalls nicht einbezogen werden. (buc)

+++ Hitzfeld adelt Klopp +++

England, Spanien, Deutschland? Egal, wie Borussia Dortmund am kommenden Samstag abschneidet: Trainer Jürgen Klopp ist schon jetzt ein begehrter Mann im europäischen Fußball. Ottmar Hitzfeld, derzeit Nationalcoach der Schweiz, sagt: "Ich kann mir vorstellen, dass Jürgen Klopp irgendwann Trainer des FC Bayern München wird. Bayern München verpflichtet meistens nur die besten deutschen Trainer." Hitzfeld stand selbst einst in Diensten des Rekordmeisters - der vor einigen Jahren übrigens schon mal an Klopp interessiert war, sich dann aber für Jürgen Klinsmann entschied. (psk/sid)

+++ Hodgson lobt deu tschen Fußball +++

Diese Worte sind Roy Hodgson vermutlich nicht ganz leicht über die Lippen gekommen: "Der deutsche Fußball ist außergewöhnlich gut", sagte der englische Nationaltrainer der "Bild"-Zeitung. "Was Dortmund und Bayern diese Saison gezeigt haben, ist beeindruckend. Das sind sehr starke Teams mit großartigen Spielern und einer hervorragenden Organisation. Sie haben die Latte im europäischen Fußball sehr hoch gelegt." Der 65-Jährige lobte Dortmunds Trainer Klopp für "außergewöhnliche gute Arbeit. Ich bin mir sicher, dass sein Name bei vielen englischen Club-Bossen in den Notizbüchern steht - und die Namen seiner Spieler ganz bestimmt auch". (psk/dpa)

Montag, 20. Mai

+++ Ribéry spricht von der besten Saison seiner Karriere +++

Franck Ribéry bezeichnet seine Leistung in dieser Spielzeit als die stärkste seiner Karriere. "Man kann sagen, dass das meine beste Saison ist. Ich bin glücklich", sagte der Franzose der Sportzeitung "L'Equipe". Im Finale sieht er die Bayern als Favorit. "Das ist jedes Mal schwer. Aber Samstag wird es auch Dortmund schwer haben. Sagen wir es so: Wenn wir das Niveau des Viertelfinales gegen Juve oder der Semis gegen Barcelona erreichen, haben wir große Siegeschancen." (luk/dpa)

+++ Hummels dementiert Wechselgerüchte +++

Hummels: "Das sollte man mir abnehmen" Zur Großansicht
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Hummels: "Das sollte man mir abnehmen"

BVB-Verteidiger Mats Hummels hat Spekulationen über einen Wechsel im Sommer beendet. "Wenn ich jetzt festhalte, dass an diesen Spekulationen nichts dran ist, sollte man mir das abnehmen", sagte der Innenverteidiger des Champions-League-Finalisten in der am Dienstag erscheinenden Ausgabe des "kicker". Er habe nie in Erwägung gezogen, Dortmund den Rücken zu kehren. "Es gab keine Kontakte. Weder zu Barcelona noch zu einem anderen Verein." Seit Wochen hielten sich Gerüchte um ein angebliches Interesse des neuen spanischen Meisters an einer Verpflichtung des 24-Jährigen, der beim BVB noch einen Vertrag bis 2017 besitzt. (joe/dpa)

+++ Vettel, Nadal und Boll tippen auf den BVB +++

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel glaubt an Borussia Dortmund. "Auf dem Papier gewinnt Bayern, in Wembley der BVB. Also 2:1 für Dortmund", schrieb Vettel auf seiner Homepage. Auch Tennis-Star Rafael Nadal ist BVB-Fan. "Sie sind wirklich gut. Ich mag, wie Dortmund spielt, sie spielen sehr schnell. Und ich mag Marco Reus", sagte er. Tischtennis-Europameister Timo Boll hofft auch auf die Dortmunder. "Ich bin schon von klein auf Fan", sagte das langjährige BVB-Mitglied. Neutral ist dagegen Basketballer Dirk Nowitzki: "Jürgen Klopp ist ein sympathischer. Ich mag aber auch Bayern und drücke beiden die Daumen." (joe/sid)

+++ Robbie Williams: "Ich bin wie der FC Bayern München" +++

Popstar Robbie Williams ist Bayern-Fan und sieht sogar Parallelen zu seiner eigenen Karriere. "Ich bin wie der FC Bayern München. Die haben so oft die Meisterschaft gewonnen, dass sie eigentlich aufhören könnten. Trotzdem greifen sie immer wieder an", sagte das frühere Mitglied von Take That der "Zeit". Auch Boris Becker tippt auf einen Sieg des FCB. "Bayern spielt wie Barca einmal gespielt hat", sagte der Ex-Tennisprofi. Weitere prominente Bayern-Fans sind Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner, Box-Weltmeister Wladimir Klitschko. Finanzminister Wolfgang Schäuble tippt auf ein 3:1 für die Bayern. (joe/sid)

+++ Neues England-Trikot erinnert Fans an Wembley 1966 +++

Weißer Stoff, dunkler Kragen und das Logo des Verbands prangt groß auf der Brust: So läuft künftig die englische Nationalmannschaft auf. Am Montag stellte Arsenal-Mittelfeldspieler Jack Wilshere das Trikot vor. Bei Twitter schlug das neue Design hohe Wellen: Viele Fans fühlen sich an die Trikots erinnert, die die deutsche Nationalmannschaft 1966 bei der 2:4-Niederlage gegen England trug - im Wembley-Stadion. "Kluger Schachzug von der FA, dem Shirt eine deutsche Note zu geben, wenn du sie schon nicht schlagen kannst", twitterte der frühere Stürmerstar Gary Lineker. (luk)

+++ Italiener Rizzoli pfeift das Finale +++

Schiedsrichter Rizzoli (r.): Unter anderem im EM-Viertelfinale 2012 im Einsatz Zur Großansicht
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Schiedsrichter Rizzoli (r.): Unter anderem im EM-Viertelfinale 2012 im Einsatz

Der Schiedsrichter Nicola Rizzoli wird das Endspiel am Samstag leiten. Der 41-Jährige wurde am Montag von der Uefa mit der Aufgabe betraut. Als Assistenten fungieren seine italienischen Landsmänner Renato Faverani und Andrea Stefani. Vierter Offizieller ist der Slowene Damir Skomina. Rizzoli ist seit 2007 international als Referee im Einsatz. Seine bisher größten Aufgaben hatte er als Unparteiischer beim Finale der Europa League 2010 in Hamburg zwischen Atlético Madrid und dem FC Fulham (2:1 n.V.) und bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine (oben im Bild: Das Viertelfinale zwischen Spanien und Frankreich (2:0)). (luk/dpa)

+++ Münchner Philharmoniker kreieren eigene Hymne +++

Die Münchner Philharmoniker haben eigens für das Finale eine Hymne für den FC Bayern kreiert. Unter dem Motto "Mia san mia! Spitzenklasse in München hält zusammen" wünschen die Philharmoniker und ihr Chefdirigent Maestro Lorin Maazel den Bayern alles Gute auf dem Weg zum möglichen Champions-League-Triumph. Ein Video der Aufzeichnung des Stücks, das von der englischen Nationalhymne und der offiziellen Champions-League-Hymne beeinflusst wurde, zeigt Maazel mit Taktstock und Bayern-Trikot. Zahlreiche Musiker tragen ebenso Trikot oder Schal wie die Mitglieder des philharmonischen Chors. Dieser singt tragend den von Thomas Berg und Matthias Ambrosius geschriebenen Text:

Auf dem Weg zum größten Titel, Bayern München stark wie nie.
Frühester Meister aller Zeiten, Schweini, Müller, Lahm, Ribéry.
Mit Jupp Heynckes an der Spitze ist das Triple nah wie nie.
Holt den Henkelpott nach München, Stern des Südens, mia san mia!
München, Bayern München, holt den Pokal, endlich hoam.
It's coming hoam!
Ihr seid die Besten, die Welt schaut auf euch, die Champions!

(luk/sid)

Sonntag, 19. Mai

+++ Hummels gibt Entwarnung +++

Die Sorge währte nur eine Nacht, Mats Hummels kann im Champions-League-Finale gegen Bayern München wohl doch spielen. "Es ist nichts gerissen und nicht so schlimm wie anfangs befürchtet. Ich bin guter Dinge, dass es für das Finale reicht", sagte der BVB-Spiegler sportbild.de. Das Band im Sprunggelenk sei nur überdehnt. Hummels hatte sich im Spiel gegen 1899 Hoffenheim verletzt und war humpelnd ausgewechselt worden. (psk/sid)

+++ Klopp kritisiert seine Profis +++

BVB-Trainer Klopp: "Das war nicht gut" Zur Großansicht
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BVB-Trainer Klopp: "Das war nicht gut"

Heimniederlage, Rot gegen Torhüter Roman Weidenfeller, und, was für Borussia Dortmund noch schlimmer wiegt: die Verletzung von Mats Hummels. Der BVB erlebte gegen Hoffenheim eine unglückliche Generalprobe für das Spiel des Jahres. Kapitän Sebastian Kehl lenkte den Fokus nach dem Schlusspfiff sofort auf den kommenden Samstag: "An alle Fans, die nicht nach London reisen können: Drückt uns die Daumen. Wir werden alles tun, damit wir mit dem Cup nach Hause kommen. Denn ihr wisst ja: Das Beste kommt zum Schluss." Trainer Jürgen Klopp kritisierte sein Team, das gegen Hoffenheim eine Stunde lang guten Fußball gezeigt, aber zu wenig Tore erzielt hatte. "Dann haben wir uns verhalten, als würden wir 2:0 oder 3:0 führen. Das war nicht gut", sagte Klopp. (chp/sid)

Samstag, 18. Mai

+++ Heynckes weint zum Bundesliga-Abschied +++

Erst stockte die Stimme, dann flossen die Tränen: Jupp Heynckes hat die Bundesliga nach 48 Jahren und 1011 Begegnungen mit großen Emotionen verlassen. "Das ist ein bewegender Moment für mich. Die Borussen-Fans haben mir einen wunderbaren Abschied beschert. Das zeigt mir, dass das meine Heimat ist", sagte Heynckes nach dem 4:3 (2:3)-Erfolg von Meister Bayern München bei Borussia Mönchengladbach. Auch seine Spieler wollten den 68-Jährigen standesgemäß verabschieden. "Ich habe in der Kabine gesagt, dass es mir viel bedeuten würde, das letzte Spiel zu gewinnen. Ich habe gemerkt, dass sich die Spieler nachher gefreut haben, dass sie mir das Geschenk gemacht haben", sagte Heynckes, der seine Mannschaft nach dem 29. Sieg im 34. Spiel zu Sauerbraten und Bier einlud. (psk/sid)

+++ Badstuber erleidet erneuten Kreuzbandriss +++

Riesenpech für Holger Badstuber: Dem deutschen Nationalspieler von Bayern München ist erneut das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen. Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick bestätigte am Samstag auf sid-Anfrage eine entsprechende Meldung von Sky Sport News HD. Der 24 Jahre alte Innenverteidiger Badstuber wird in der kommenden Woche operiert, ihm droht erneut mindestens ein halbes Jahr Pause. Laut Vereinsgaben ist die Fortsetzung seiner Karriere aber nicht in Gefahr. (chp/sid)

+++ Hummels verletzt sich gegen Hoffenheim +++

Die Generalprobe vor dem Champions-League-Finale hatte sich Dortmund anders vorgestellt: 1:2 (1:0) gegen Hoffenheim - und jetzt droht dem BVB auch noch der Ausfall von Verteidiger Mats Hummels. "Wir müssen uns Sorgen um Hummels wegen des Champions-League-Finals machen", sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. Hummels hatte sich bei einer Rettungsaktion in der 75. Minute gegen Hoffenheims Kevin Volland am Knöchel verletzt. Humpelnd musste Hummels vom Platz, er wurde für die Schlussminuten von Felipe Santana ersetzt. Eine genaue Diagnose steht noch aus. (psk)

+++ Neu-Bayer Götze: "Ein Sieg für Dortmund wäre das Größte für mich"

BVB-Spieler Götze: Will das Ding Zur Großansicht
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BVB-Spieler Götze: Will das Ding

Der Noch-Dortmunder Mario Götze fiebert dem Finale gegen seinen künftigen Arbeitgeber aus München entgegen. Irgendwelche Hemmungen deswegen? Nein. "Ein Sieg im Finale in meinem letzten Spiel für den BVB wäre das Größte für mich", sagte der Nationalspieler der "Bild"-Zeitung. "Ich möchte in London unbedingt dabei sein, werde alles für Borussia geben und will der Mannschaft helfen, damit wir am Ende auch den Pott holen." Aber wird er denn fit? Im Halbfinale gegen Real Madrid hatte sich Götze einen Muskelfaserriss zugezogen. Er sagt: "Mir geht es gut - ich fühle mich schon viel besser. Ich tue alles, um für Wembley wieder fit zu werden." (tok)

Freitag, 17. Mai

+++ Wenger sieht Vorteile bei Bayern +++

Arsenal-Trainer Arsène Wenger setzt im deutschen Finale der Champions League auf den FC Bayern München. "Sie haben zuletzt Erfahrung mit Finals gesammelt. Sie sind reifer, weil sie einen höheren Altersschnitt haben. Und sie haben auch einen psychologischen Vorteil gegen Dortmund", sagte der Coach. Wenger verwies auf den enormen Punkte-Vorsprung der Münchner in der Bundesliga: "Also sind sie der logische Favorit. Aber das heißt nicht, dass sie gewinnen werden." (psk/dpa)

+++ Fanmeile am Brandenburger Tor +++

Die Berliner Fanmeile wird zum deutschen Champions-League-Finale am 25. Mai in Wembley zwischen Bayern München und Borussia Dortmund ihre Tore öffnen. Am Freitag genehmigte der zuständige Bezirk Mitte das Public Viewing zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule. "Alle Abstimmungen sind sehr zeitnah erfolgt. Vonseiten der Behörde steht der Genehmigung daher nichts mehr im Wege", sagte Stadtrat Carsten Spallek (CDU). Der Veranstalter hat im vergangenen Jahr schon die Fanmeile zur EM 2012 geplant. (aha/sid)

+++ Klopp bittet Hoffenheimer um Vorsicht +++

Sieben Tage vor dem Spiel der Spiele in Wembley macht sich Dortmund-Trainer Jürgen Klopp Gedanken um die Gesundheit seiner Profis. Vor dem Bundesliga-Duell mit den abstiegsbedrohten Hoffenheimern am Samstag appellierte er deshalb an den Gegner, nicht "mit übergroßer Härte Probleme zu regeln, die man sich über ein ganzes Jahr lang eingebrockt hat". Bayern Coach Jupp Heynckes sieht das gelassener: "Negative Gedanken kommen mir nicht in den Kopf." Er wird im Ligaspiel gegen Gladbach (beide 15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: Sky) voraussichtlich mit der Finalelf von London beginnen: "Es wird keine Rotation geben", sagte er. (psk/sid)

+++ Heynckes kann sich vor Angeboten kaum retten +++

Bayern-Coach Heynckes: Keine Verhandlungen vor dem Endspiel Zur Großansicht
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Bayern-Coach Heynckes: Keine Verhandlungen vor dem Endspiel

Bayerns Trainer Jupp Heynckes liegen nach eigenen Angaben etliche Angebote für weitere Engagements als Coach vor. "Alle Welt meint, mich kontaktieren zu müssen und mich unter Vertrag nehmen zu wollen", sagte der 68-Jährige. "Ich konzentriere mich aber nur auf das Champions-League-Endspiel und werde auch keinerlei Verhandlungen führen." Der Trainer wird die Bayern am Saisonende verlassen, sein Nachfolger wird der Spanier Josep Guardiola. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Heynckes seine Karriere im Sommer beendet. (psk/sid)

+++ Keine Party bei Bayern-Sieg +++

Der FC Bayern, wie man ihn im Jahr 2013 kennt: Falls das Team von Coach Jupp Heynckes in London den Champions-League-Titel holt, wird es keinen Autokorso und keine erneute Feier auf dem Rathausbalkon am Marienplatz geben. Das sagte FCB-Mediendirektor Markus Hörwick. Denn im Anschluss an die Rückkehr aus London stehe sofort das DFB-Pokal-Finale am 1. Juni gegen den VfB Stuttgart im Fokus. Erst nach einem möglichen Triumph in Berlin könnte beim Rekordmeister eine weitere große Sause ähnlich der nach der 23. deutschen Meisterschaft anstehen. Zumindest über einen stimmungsvollen Empfang am Flughafen können sich die Spieler freuen: Ein Flughafensprecher sagte der "Bild"-Zeitung, dass an einem Konzept gearbeitet werde. Die Mannschaft wird am 26. Mai gegen 17 Uhr zurück in München erwartet. (psk/dpa)

+++ De Maizière für BVB, Kerber und Friedrich für Bayern +++

Verteidigungsminister Thomas de Maizière glaubt an einen Sieg von Borussia Dortmund gegen Bayern München. Der 59-Jährige ist seit Jahrzehnten Fan des BVB, wie er der "NRZ" sagte. "Es ist eine uralte Liebe. Seit den Zeiten von Lothar Emmerich, Siegfried Held, bin ich dem BVB treu", sagte de Maizière, dem die Fehde mit dem bayerischen Gegner gefällt: "Das ist eine Rivalität, die dem deutschen Fußball guttut. Es hat eine pikante Note, wegen Matthias Sammer und weil Mario Götze nach München geht." Wo der Verteidigungsminister am 25. Mai das Spiel sehen wird, konnte er noch nicht sagen: "Am liebsten wäre ich in Wembley. Gleichzeitig habe ich ein mir wichtiges Familientreffen. Eine Terminkollision, die ich noch nicht aufgelöst habe."
Anders positioniert sich Deutschlands beste Tennisspielerin Angelique Kerber: "Mein Tipp lautet 2:1 für die Bayern." Obwohl Kerber stark mit dem FC Bayern sympathisiert, findet es die 25-Jährige "cool, zwei deutsche Mannschaften im Endspiel zu sehen".
Ebenfalls für die Münchner ist Innenminister Hans-Peter Friedrich. Der CSU-Politiker hält zu dem Verein aus seiner Heimat. Friedrichs Sprecher sagte: "Er drückt den Bayern die Daumen." (aha/psk/dpa)

+++ BVB will seinen Profis die Ausstiegsklauseln abkaufen +++

Im Wembley-Stadion wird Mario Götze ein letztes Mal für Borussia Dortmund spielen - gegen seinen neuen Verein. Ausstiegsklausel, fixe Ablösesumme, Sie wissen schon. Damit so etwas nicht noch mal passiert, will der BVB jetzt neue Verträge für seine Profis aufsetzen. Weil auch Jakub Blaszczykowski laut polnischen Medien eine Klausel mit einer Ablösesumme von 15 Millionen Euro besitzt, soll der Pole einen neuen, bis 2018 datierten Vertrag erhalten. Nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" besitzt auch Marco Reus eine Klausel, nach der er für eine feste Summe aus seinem Vertrag herausgekauft werden kann. Der Nationalspieler dürfte Dortmund nach Ende der Saison 2014/2015 für angeblich 35 Millionen Euro verlassen. Vielleicht schlagen die Bayern ja noch mal zu. (ham/sid)


Donnerstag, 16. Mai

+++ Lewandowski entscheidet erst nach dem Finale +++

Torjäger Robert Lewandowski will die Entscheidung über seine Zukunft erst nach dem Champions-League-Finale bekannt geben. "Ein Transfer ist für mich im Moment kein Thema. Es sind noch zwei Spiele in dieser Saison. Darauf will ich mich konzentrieren. Ich denke, dann ist alles klar", sagte der Nationalspieler dem polnischen Nachrichtensender TVN 24. (suc/dpa)

+++ Löw glaubt an die Langzeitwirkung +++

Das Champions-League-Endspiel bereitet Joachim Löw bei der Länderspielreise in die USA zwar erhebliche Personalprobleme, dennoch nutze das Finale "auf jeden Fall auch uns als Nationalmannschaft", sagte der Bundestrainer am Donnerstag in Frankfurt/Main. "Das ist etwas ganz Besonderes, eine super Sache und top für den deutschen Fußball, die Vereine und die Spieler." Er selbst bedauere, nicht vor Ort in London sein zu können. "Es ist schade, dass ich es nicht anschauen kann, aber es war für mich keine Frage, in den USA zu bleiben bei unserer Mannschaft und mit unseren Jungs zu trainieren und zu sprechen", sagte Löw. Die Mannschaft werde die Partie "zusammen im Hotel gucken, einen großen Monitor aufbauen - und dann gespannt zuschauen", so Manager Oliver Bierhoff. (aha/sid)

+++ Merkel plant Reise nach Wembley +++

Dass Angela Merkel Fußballfan ist, ist hinlänglich bekannt. Deshalb verwundert es auch nicht, dass die Bundeskanzlerin live beim Champions-League-Finale dabei sein möchte. "Ich glaube, ich komme", sagte Merkel auf dem Europaforum des WDR. Für welche Mannschaft sie die Daumen im Wembley-Stadion drücken werde, verriet sie allerdings nicht: "Ich bin deutsche Bundeskanzlerin und sage: Deutschland. Damit bin ich ganz auf der sicheren Seite. Das kommt selten vor." Auf einen Sitzplatz neben Bundestrainer Joachim Löw muss sie allerdings verzichten - der weilt mit den Resten der Nationalmannschaft in den USA. (psk/dpa)

+++ Ohne deutsche Nationalhymne +++

Die englischen Fans lästern schon jetzt über die Invasion der deutschen Fußballfans in London zum Finale - doch eines bleibt ihnen erspart: Im Wembley-Stadion wird trotz Beteiligung zweier Teams aus Deutschland nicht die deutsche Nationalhymne gespielt. Das schließt die Uefa aus. In den Wettbewerbsregularien der Europäischen Fußball-Union ist festgelegt: "(...) ist ab den Playoffs vom Auftauchen der Spieler aus dem Spielertunnel bis nach der Aufreihung der beiden Mannschaften die von der Uefa zur Verfügung gestellte Einlaufmusik zu spielen. Unmittelbar im Anschluss daran hat die Uefa-Champions-League-Hymne einzusetzen. Nationalhymnen dürfen nicht gespielt werden." Den Titelsong der Champions League hat übrigens der englische Komponist Tony Britten 1992 im Auftrag der Uefa arrangiert, frei nach Georg Friedrich Händels "Zadok the Priest". (psk/sid)

+++ Für Scotland Yard ein normales Spiel +++

Die Londoner Polizei wird für das Champions-League- Endspiel am 25. Mai keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen treffen. "Für uns ist das ein normales Spiel in Wembley", sagte ein Sprecher von Scotland Yard. Die Partien in Wembley seien fast immer ausverkauft, deshalb werde auch das Finale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund keine Ausnahmeerscheinung sein. "Natürlich haben wir mit den deutschen Behörden über mögliche Störenfriede gesprochen", sagte der Scotland-Yard-Sprecher weiter. Wie viele Polizisten konkret im Einsatz sein werden, gab die Polizeibehörde nicht bekannt. (aha/dpa)

Wembley-Stadion: Weder deutsche Hymne noch außergewöhnliche Maßnahmen Zur Großansicht
DPA

Wembley-Stadion: Weder deutsche Hymne noch außergewöhnliche Maßnahmen

+++ Begehrte Public-Viewing-Karten +++

Das Public Viewing zum deutschen Finale hat einen Riesenansturm auf das Münchner Stadion ausgelöst. Bei der Abgabe der kostenlosen Karten bildeten sich lange Schlangen vor der Heimspielstätte des FC Bayern München. Bis zu 45.000 Menschen sollen dort am 25. Mai bei der Übertragung des Endspiels gegen Borussia Dortmund mitfiebern können. Zusätzliche zur Arena gibt es auch auf der Münchner Theresienwiese ein Public Viewing. In Dortmund sind drei Orte für das gemeinschaftliche Fußballgucken vorgesehen. Deutschlands größtes Public Viewing findet in Berlin statt: Vor dem Brandenburger Tor werden auf der Fanmeile mehrere 100.000 Besucher erwartet. (psk/dpa)

+++ Drogenbeauftragter kritisiert FC Barcelona +++

Null Komma null Promille will Bastian Schweinsteiger nach der Meisterschaftsfeier der Bayern am Wochenende gehabt haben - schließlich stehen ja noch das Champions-League-Finale gegen Dortmund und das Pokal-Endspiel gegen Stuttgart an. Richtig knallen ließ es hingegen der FC Barcelona nach dem Sieg des nationalen Titels (vielleicht auch, um das Aus gegen die Bayern im Halbfinale der Königsklasse schnell zu vergessen): Der neue spanische Meister soll nach Ansicht der Regionalregierung von Katalonien zu tief in die Gläser geschaut haben. "Der Club hat ein schlechtes Bild abgegeben", beklagte der Drogenbeauftragte Joan Colom im Radiosender RAC-1. "Das war eine Feier auf niedrigem Niveau." Er rief den Verein auf, künftig ohne Alkohol zu feiern. Die Barcelona-Spieler waren auf dem Oberdeck von Bussen durch die Stadt gefahren und hatten den Fans zugeprostet. Der Verein wies die Kritik zurück. "Das Verhalten der Spieler war vorbildlich", sagte Clubsprecher Toni Freixa. Einzelne "anekdotische Vorkommnisse" spielten keine Rolle. (psk/sid)


Mittwoch, 15. Mai

+++ Der Lauf der Barcelona-Besieger +++

Was haben Manchester United, Inter Mailand und der FC Chelsea gemeinsam? Alle drei Clubs haben schon die Champions League gewonnen. Aber noch etwas eint die Vereine: Sie alle warfen auf dem Weg zu ihren letzten Triumphen den FC Barcelona aus dem Wettbewerb. Manchester siegte 2008 im Finale gegen den FC Chelsea, nachdem sich das Team von Trainer Ferguson im Halbfinale (0:0; 1:0) gegen Barcelona durchgesetzt hatte. Inter siegte 2010 gegen die Bayern und schaltete ebenfalls im Halbfinale (3:1; 0:1) die Spanier aus. Zuletzt gelang das Chelsea - Finalsieg gegen Bayern München, Halbfinale gegen Barcelona (1:0; 2:2). Ein gutes Omen für den deutschen Rekordmeister, denn der schaltete auf dem Weg in sein drittes Endspiel der vergangenen vier Jahre ebenfalls Barcelona aus. (goe/mig)

+++ Klopp optimistisch für Götze-Einsatz im Finale +++

Spielt er oder spielt er nicht? Dortmunds Trainer Jürgen Klopp geht davon aus, dass er seinen verletzten Superstar Mario Götze in London gegen Bayern München einsetzen kann. Der 20-Jährige, der an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel laboriert, befinde sich derzeit im Lauftraining, sagte der BVB-Coach: "Wir werden das Training im Laufe der Woche intensivieren. Der Plan ist, dass er Anfang nächster Woche ins Mannschaftstraining einsteigt. Dann hoffe ich, dass alles so bleibt." (goe/mig)

+++ Fakt: Noch nie ein deutsch-deutsches Endspiel +++

Bayern München und Borussia Dortmund bestreiten das erste rein deutsche Finale in der Champions League. Endspiele zwischen zwei Teams aus demselben Land hat es in der Geschichte der europäischen Königsklasse allerdings schon dreimal gegeben. 2000 besiegte Real Madrid den FC Valencia im spanischen Duell 3:0, 2003 setzte sich der AC Mailand im Elfmeterschießen gegen den italienischen Rivalen Juventus Turin durch, 2008 gewann Manchester United das englische Finale gegen den FC Chelsea mit Michael Ballack ebenfalls im Elfmeterschießen. (goe/mig)


Dienstag, 14. Mai


+++ Dante und Luis Gustavo in die Selecao berufen +++

FCB-Verteidiger Dante: Für Brasilien beim Confed Cup Zur Großansicht
AFP

FCB-Verteidiger Dante: Für Brasilien beim Confed Cup

Das dürfte die Spieler des FC Bayern zusätzlich zum CL-Finale motivieren: Die beiden Defensiv-Spezialisten Dante und Luiz Gustavo haben es in den Kader von Gastgeber Brasilien für den Confed Cup vom 15. bis 30. Juni geschafft. Während das Duo vom Deutschen Meister das Vertrauen des Nationaltrainers Luiz Felipe Scolari erhalten hat, wurden die Stars Ronaldinho und Kaká überraschend nicht berücksichtigt. Lesen Sie hier mehr dazu. (goe/mig)


+++ Riesenandrang beim Medientag in München +++

Der FC Bayern lud zum Medientag - und aus der ganzen Welt strömten die Journalisten nach München. Spieler und Trainer des Deutschen Meisters ließen sich die vergangenen Feier-Tage nicht anmerken und gaben sich betont konzentriert. Im Training ging es richtig zur Sache. Lesen Sie hier mehr dazu. (goe/mig)

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