Kurzpässe: Criscito und Bonucci sagen im italienischen Wettskandal aus

Domenico Criscito und Leonardo Bonucci, Beschuldigte im italienischen Wettskandal, haben vor dem nationalen Verband Stellung bezogen. Das DFB-Sportgericht hat die Strafen für Bundesliga-Absteiger Hertha BSC reduziert. Und: Der FC Dundee steigt in die schottische Premier League auf.

Nationalspieler Criscito: Zum italienischen Wettskandal verhört Zur Großansicht
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Nationalspieler Criscito: Zum italienischen Wettskandal verhört

Hamburg - Die italienischen Nationalspieler Domenico Criscito und Leonardo Bonucci sind vom nationalen Fußballverband FIGC im Wettskandal vernommen worden. "Criscito hat seine Position geklärt. Wir hoffen, dass alles in kurzer Zeit gelöst wird", sagte der Rechtsanwalt des Profis von Zenit St. Petersburg. Criscito war wegen des Verdachts auf Verwicklungen in den Skandal aus dem EM-Kader gestrichen worden. Zentrale Figur der Ermittlungen soll der im April verhaftete Andrea Masiello sein. Laut Aussagen des früheren Profis vom AS Bari sind während der Saison 2010/2011 neun Begegnungen mit Bari-Beteiligung manipuliert worden. Masiello hat bereits zugegeben, im Spiel gegen US Lecce am 15. Mai 2011 (0:2) gegen Bezahlung ein Eigentor erzielt zu haben.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die vom Kontrollausschuss beantragten Strafen für Bundesliga-Absteiger Hertha BSC nach dem Chaosspiel in Düsseldorf und weiteren Ausschreitungen Berliner Fans reduziert. Wie der DFB mitteilte, darf Hertha für das erste Heimspiel der Zweiten Bundesliga gegen den SC Paderborn am 3. August 22.500 Karten an eigene Anhänger und maximal 5000 Tickets an Gäste verkaufen. Der Kontrollausschuss hatte eine Reduzierung der Zuschauerzahl auf insgesamt 20.000 Besucher gefordert. Dagegen hatte Hertha Widerspruch eingelegt. Zudem entschied das Sportgericht im schriftlichen Verfahren nach Anklageerhebung durch den Kontrollausschuss, dass Hertha BSC eine Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro zahlen und weitere 40.000 Euro für ein gemeinnütziges Projekt in Berlin aufwenden muss. Ursprünglich hatte der Kontrollausschuss 50.000 Euro Geldstrafe beantragt.

Bundesligist Eintracht Frankfurt muss sich am Freitag vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erneut wegen Zuschauerausschreitungen verantworten. In dieser mündlichen Berufungsverhandlung wehrt sich der Aufsteiger gegen das Urteil im Einzelrichterverfahren. Die Eintracht war am 27. Juni nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen dreier Fälle von unsportlichem Verhalten seiner Anhänger mit einem Zuschauer-Teilausschluss für das erste Heimspiel der neuen Saison und Geldstrafen belegt worden. Dagegen hatte der Clubfristgerecht Einspruch eingelegt.

Der FC Dundee profitiert vom Zwangsabstieg der Glasgow Rangers und nimmt deren Platz in der schottischen Premier League ein. Dundee hatte als Vizemeister der zweiten Liga mit Absteiger Dunfermline Athletic um den freien Platz in der Premier League gekämpft. Die Rangers waren nach ihrer Insolvenz wegen Schulden von 170 Millionen Euro in die vierte Liga zurückgestuft worden.

Der kolumbianische Traditionsclub Independiente Santa Fe hat zum ersten Mal seit mehr als 36 Jahren wieder den nationalen Meistertitel gewonnen. Im Finalrückspiel reichte der Mannschaft aus Bogota ein 1:0 (0:0)-Erfolg über Deportivo Pasto.

Der frühere Bayern-Torwart Stefan Wessels will seine Profi-Laufbahn beenden. "Im Fußball weiß man nie, was passiert. Aber ich bin mir der Tragweite meiner Entscheidung durchaus bewusst und weiß, dass sie normalerweise das Karriereende darstellt", sagte der 33-Jährige der "Sport Bild". Wessels stand einst beim FC Bayern München und 1. FC Köln zwischen den Pfosten, zuletzt spielte er beim dänischen Spitzenclub Odense BK.

Der deutsche Nationalspieler Mesut Özil darf sich Hoffnungen auf die Auszeichnung zum Uefa-Spieler des Jahres machen. Wie die Europäische Fußball-Union in Nyon in der Schweiz mitteilte, gehört der Profi des spanischen Traditionsclubs Real Madrid zu den 32 Kandidaten für den im vergangenen Jahr gegründeten Preis. Auch Jakub Blaszczykowski (Borussia Dortmund), sein ehemaliger Teamkollege Shinji Kagawa (Manchester United) und der frühere Schalker Raúl (Al-Sadd) wurden nominiert. Die Uefa will am 14. August die Namen der drei Spieler verkünden, die bei dieser Journalistenwahl am besten abgeschnitten haben. Während der Auslosung zur Gruppenphase der Champions League am 30. August wird dann live in Monaco über Europas besten Spieler der Saison 2011/12 abgestimmt.

psk/sid/dpa

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