Fifa-Wahl Ronaldo ist Weltfußballer des Jahres

Besser als Messi: Cristiano Ronaldo hat seinen ewigen Konkurrenten nach dem Erfolg beim Ballon d'Or nun auch bei der Fifa-Wahl ausgestochen. Silvia Neid wurde als Welttrainerin des Jahres geehrt.

Cristiano Ronaldo (r)
AFP

Cristiano Ronaldo (r)


Cristiano Ronaldo ist zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit als bester Fußballer des Jahres 2016 ausgezeichnet worden. Nach seinem Triumph bei der Ballon-d'Or-Wahl im Dezember wurde der 31 Jahre alte Portugiese nun auch von der Fifa zum Weltfußballer gekürt. Ronaldo setzte sich dabei gegen Dauerrivale Lionel Messi aus Argentinien und den Franzosen Antoine Griezmann durch.

Hintergrund der zwei Wahlen ist ein Streit zwischen der Fifa und dem französischen Magazin "France Football", dem die Marke Ballon d'Or gehört. Deshalb werden nach sechsjähriger Zusammenarbeit nun zwei Auszeichnungen vergeben. Neu ist dabei, dass neben Journalisten, Kapitänen und Trainern der Nationalmannschaften auch Fans mit abstimmen durften.

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Als Welttrainerin wurde Silvia Neid gekürt. Die 52-Jährige, die im Sommer mit der deutschen Nationalmannschaft olympisches Gold in Rio gewinnen konnte, wurde bereits zum dritten Mal ausgezeichnet. "Ich bin überwältigt, das ist einer der schönsten Momente meiner Laufbahn", sagte Neid: "Der erste Dank gilt natürlich meiner Mannschaft und dem Team hinter dem Team, das mir jahrelang den Rücken gestärkt hat." Neid ist mittlerweile Leiterin der neu geschaffenen Scouting-Abteilung für Frauen und Juniorinnen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Bei den Männern ging die Auszeichnung an Claudio Ranieri. Der Italiener führte Leicester City in der abgelaufenen Saison sensationell zur Meisterschaft in der englischen Premier League. Auch zwei deutsche Fußballer wurden geehrt: Manuel Neuer (FC Bayern München) und Toni Kroos (Real Madrid) schafften es in die Weltauswahl der Fifa.

Lloyd wieder Weltfußballerin

Als Weltfußballerin des Jahres wurde erneut die Amerikanerin Carli Lloyd ausgezeichnet. Die 34-Jährige setzte sich gegen die frühere DFB-Nationalspielerin Melanie Behringer und die fünfmalige Preisträgerin Marta (Brasilien) durch. "Das hatte ich nicht erwartet. Melanie hätte es nach den tollen Olympischen Spielen sicher auch verdient gehabt", sagte Lloyd.

Der Fair-Play-Award ging an Club Atlético Nacional. Der kolumbianische Klub hatte nach der Flugzeugkatastrophe um das Team des Finalgegners AF Chapecoense den Titel im Südamerika-Pokal ehrenhalber dem brasilianischen Verein überlassen. Bei dem Absturz im November nahe Medellin waren 71 Menschen gestorben, darunter 19 Spieler von Chapecoense, die auf dem Weg zum Hinspiel bei Atlético Nacional waren. Die Absturzursache war Treibstoffmangel.

mon



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max4711 09.01.2017
1. Ronaldo messi
Für die Fachpresse (und FIFA) gibt es anscheinend nur zwei Spieler weltweit
doktordoktormueller 09.01.2017
2. Für die Vorrunde?
Der Knabe ist doch regelmäßig unsichtbar, wenn's gegen bessere Gegner geht. "Fifa-Club-WM" zählt nicht, das ist ja wie Schneewitchen und die sieben Zwerge. Messi setzt hingegen auch mal den Duftmarke gegen Topgegner, ist sowieso ne andere Liga. Man hätte dieses Mal getrost Griezmann wählen können. Er hat bei der EM besser gespielt und spielt ansonsten in einem deutlich schwächeren Team. Damit hätte man diese Wahl wieder interessanter gemacht, Griezmann, der eine ähnliche Bilanz hat wie Ronaldo, aber in den späten Runden mehr gezeigt hat, hätte es auch verdient. Und vor allem hätten man Ronaldo mal nen Denkzettel verpasst für sein ewiges Versagen in den Finalrunden.
sonntag500 09.01.2017
3. Herzlichen Glückwunsch Sylvia Neid und Ronaldo
Die Besten der Besten haben gewonnen. Herzlichen Glückwunsch auch an Toni Kroos, einer der wenigen Deutschen, die es mit Ehre in die Weltauswahl geschafft haben.
oliver.lueth 09.01.2017
4. Wieder x-mal Ronaldo....
... vorher x-mal Messi. Diese Wahl ist, wie die letzten vorherigen Wahlen des "Welt-Fussballer", so etwas von uninteressant und überflüssig. Die Klüngelei zwischen FIFA / UEFA und "ausgewählten" Sport-Journalisten ist ein solch derbes Spiel.. da vergeht es jedem echten Sport-Fan. Hauptsache, ein Fussballer wird extrem dargestellt, damit dessen Marktwert steigt und er sich / bzw. der FIFA noch mehr Geld einbringt.
ramusta 09.01.2017
5. Müdes Lächeln
Diese Wahl ruft nur noch ein müdes Lächeln hervor. Ja, ja, immer Messi und Ronaldo. Nur - der Erste ist eben auch mit Abstand der beste Spieler weit und breit. Wie Herr Ronaldo zu dieser Ehre kommt, frage ich mich immer wieder. Da muss ich Herrn doktordoktor... voll und ganz zustimmen. Wo hat dieser Pfau in wirklich entscheidenden Spielen geglänzt??? Bei einer Wahl, bei der es um den individuell besten Spieler geht, kann einfach nicht der Gewinn der CL oder der Europameisterschaft (beides absolute Mannschaftserfolge, bei denen unser R. auch meist sehr untergetaucht ist) entscheiden. Nun ja, soll er sich an seinen Pokalen erfreuen, ich erfreue mich auch in Zukunft am schönen Fußball und nehme all diese Wahlen nicht mehr ganz so ernst..
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