Fifa-Ehrung: Cristiano Ronaldo ist Weltfußballer des Jahres

Gala in Zürich: Roter Teppich, roter Messi Fotos
AFP

Große Enttäuschung für Franck Ribéry: Der Bayern-Star kam bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres nur auf Rang drei. Der Sieger heißt Cristiano Ronaldo - er war bei der Preisverleihung zu Tränen gerührt.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Cristiano Ronaldo ist mit dem Goldenen Ball als Weltfußballer des Jahres 2013 ausgezeichnet worden. Der Superstar von Real Madrid erhielt bei der Fifa-Wahl die meisten Stimmen (1365) und setzte sich damit gegen Lionel Messi (1205) und Franck Ribéry (1127) durch.

"Es ist schwierig zu beschreiben, was ich gerade fühle. Es ist großartig, diesen Ballon d'Or gewonnen zu haben. Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich", sagte Ronaldo, der mit seinem Sohn auf der Bühne stand und zu Tränen gerührt zunächst keine Worte fand.

Seit seinem ersten Sieg 2008 war der Portugiese in den vergangenen vier Jahren dreimal Zweiter geworden. Zuletzt hatte Messi viermal hintereinander bei der Wahl triumphiert.

Deutsche Spieler waren nicht in die Endauswahl gekommen. Auf der ursprünglichen Kandidatenliste der Fifa hatten die Nationalspieler Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer und Thomas Müller (alle FC Bayern) sowie Arsenal-Star Mesut Özil gestanden. Aus der Bundesliga hatten zudem zunächst Münchens Arjen Robben und Robert Lewandowski (Borussia Dortmund) hoffen dürfen.

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Weltfußballer: Lothar, George und Lionel
Zuletzt hatten sich Ribérys Teamkollegen und auch die Vereinsführung für den Franzosen starkgemacht, der Ende August als Europas Fußballer des Jahres geehrt worden war. So hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß gesagt: "Es gibt keinen Spieler, der das mehr verdient hätte als Franck. Er ist ein unglaublicher Spieler. Er ist ein Synonym für das, was wir momentan darstellen: absolute Weltklasse", hatte Hoeneß beim TV-Sender Sky gesagt: "Wenn Ribéry nicht Weltfußballer wird, ist das eine riesige Sauerei!"

Bayerns-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sagte: "Wir sind stolz auf Franck Ribéry. Nach der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres ist dieser dritte Platz einmal mehr die Bestätigung seiner großartigen Leistungen sowie der Titel, die er mit dem FC Bayern gefeiert hat."

Immerhin wurde Ribéry in die Mannschaft des Jahres berufen. Den Sprung ins Team schafften erstmals auch deutsche Profis, Ribérys Teamkollegen Manuel Neuer und Philipp Lahm wurden gewählt. Ebenfalls in der Elf: Messi, Andrés Iniesta, Xavi und Dani Alves vom FC Barcelona, Ronaldo und Sergio Ramos von Real Madrid sowie die PSG-Stars Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva. Die Wahl wird von der Fifa und der Profivereinigung FiFPro seit 2005 durchgeführt. Bislang hatte es kein Bundesliga-Akteur in die Weltauswahl schafft.

Überhaupt wurde der deutsche Fußball mit einigen Preisen geehrt. Jupp Heynckes und Silvia Neid gewann die Wahl zum Welttrainer und zur Welttrainerin, Nadine Angerer wurde als Weltfußballerin ausgezeichnet.

Die Wahl wird seit 2010 vom Weltverband Fifa und der Zeitschrift "France Football" gemeinsam durchgeführt, die Kapitäne und Trainer aller Nationalmannschaften sowie Medienvertreter stimmen ab. Davor war die Auszeichnung seit 1991 von der Fifa vergeben worden, die Abstimmung von "France Football" ("Ballon d'Or") gab es bereits seit 1956.

max/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 167 Beiträge
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1. Lächerlich...
marius_k 13.01.2014
mehr fällt mir dazu nicht ein.
2. lächerliche Entscheidung!
Orthoklas 13.01.2014
Typisch FIFA: Da kann die WM ja gleich nach Katar verlegt werden! Ach ja... Peinlich der Verein, einfach peinlich! Ich hoffe, dass Ribéry jetzt mit Wut im Bauch noch besser als vorher wird!
3.
flenzelot 13.01.2014
Ehre wem Ehre gebührt. richtige Entscheidung
4. glückwunsch
hansdampf99 13.01.2014
die auszeichnung hat er dieses jahr mehr als verdient!
5. Ronaldo
Traffical 13.01.2014
wie bei der Oscar Verleihung - was für ein Schauspieler. Die anderen Sieger waren doch ganz ok. Sonst war´s ja ganz nett. Und für Jupp hab ich mich echt gefreut.
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Die Weltfußballer seit 1990
Jahr Name
2013 Cristiano Ronaldo (Portugal)
2012 Lionel Messi (Argentinien)
2011 Lionel Messi (Argentinien)
2010 Lionel Messi (Argentinien)
2009 Lionel Messi (Argentinien)
2008 Cristiano Ronaldo (Portugal)
2007 Kaka (Brasilien)
2006 Fabio Cannavaro (Italien)
2005 Ronaldinho (Brasilien)
2004 Ronaldinho (Brasilien)
2003 Zinedine Zidane (Frankreich)
2002 Ronaldo (Brasilien)
2001 Luis Figo (Portugal)
2000 Zinedine Zidane (Frankreich)
1999 Rivaldo (Brasilien)
1998 Zinedine Zidane (Frankreich)
1997 Ronaldo (Brasilien)
1996 Ronaldo (Brasilien)
1995 George Weah (Liberia)
1994 Romário (Brasilien)
1993 Roberto Baggio (Italien)
1992 Marco van Basten (Niederlande)
1991 Lothar Matthäus (Deutschland)
1990 Lothar Matthäus (Deutschland)