Weltfußballer verlässt Real Madrid Ronaldo wechselt zu Juventus

Transfer perfekt: Cristiano Ronaldo verlässt Real Madrid. Den Portugiesen zieht es nach Italien zu Juventus - für eine stattliche Ablösesumme.

AFP

Es hatte sich abgezeichnet, nun ist der Transfer offiziell: Cristiano Ronaldo wechselt von Real Madrid zum italienischen Meister Juventus. Nach übereinstimmenden internationalen Medienberichten bestätigten die Madrilenen den Abgang des Superstars. Die Ablösesumme beträgt angeblich 105 Millionen Euro.

"Heute möchte Real Madrid einem Spieler seinen Dank aussprechen, der gezeigt hat, dass er der größte der Welt ist, und der eine der größten Epochen in der Geschichte unseres Klubs und des Weltfußballs geprägt hat", schrieb der Verein in einem Statement.

Ronaldo stand seit 2009 bei Real unter Vertrag und gewann mit dem Klub viermal die Champions League sowie je zweimal die spanische Meisterschaft und den Pokal. Mit 451 Toren in 438 Einsätzen ist der 33-Jährige Rekordtorschütze der Madrilenen.

"Diese Jahre bei Real und in der Stadt Madrid waren vielleicht die glücklichsten meines Lebens", wird Ronaldo in einem vom Verein veröffentlichten Abschiedsbrief zitiert. Medienberichten zufolge verdient der 33-Jährige künftig 30 Millionen Euro pro Jahr, er erhält in Turin einen Vierjahresvertrag.

Die offizielle Bestätigung des Wechsels setzt den wochenlangen Spekulationen um Ronaldos Zukunft ein Ende. Erstmals aufgekommen waren Gerüchte im Anschluss an das Champions-League-Finale 2018 im Mai gegen den FC Liverpool. "Es war schön, bei Real zu sein", hatte Ronaldo damals gesagt und damit einen Abschied aus Madrid angedeutet.

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"Mein Kopf kann nicht mehr. Ich fühle mich ungeschützt. Wenn ich einen Monat nicht treffe, pfeifen mich die Zuschauer im Bernabeu aus, und der Verein fängt an, über meinen Nachfolger und Transfers zu reden", hatte die spanische Sportzeitung Marca den fünfmaligen Weltfußballer vor seinem Wechsel zitiert. Eine Rückkehr zu Manchester United, wo Ronaldo von 2003 bis 2009 spielte, stand im Raum, nun setzte sich jedoch Juventus durch.

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Gegen seinen künftigen Arbeitgeber zeigte sich Ronaldo im Laufe seiner Karriere sehr treffsicher: Zehn Tore schoss der Ex-Madrilene in der Champions League in Duellen mit Juventus. Mehr Treffer hat kein Spieler in der Königsklasse gegen einen einzelnen Verein erzielt.

Lesen Sie diesen Text für mehr Hintergründe zu dem Wechsel.

paw/mru/sid



insgesamt 28 Beiträge
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pefete 10.07.2018
1. Das Geld
ist nix mehr wert. 30 Millionen für eine Fußballspieler...
nexus32 10.07.2018
2. Steuer?
Sportlich ist das schon spannend. Mich würde aber interessieren, ob die italienische Steuerfahndung genauso bissig und genau ist wie die spanische. Auf jeden Fall bin ich auf die kommende Saison gespannt.
skeptikerjörg 10.07.2018
3. Gut so
Mal abgesehen davon, dass kein Spieler über 100 Mio Ablöse und keine 30 Mio (netto) pro Jahr Gehalt wert ist, ist es ein guter Deal für alle. Real macht mit einem 33jährigen nochmal ein gutes Geschäft und, vielleicht wichtiger, kann die Mannschaft verjüngen. Juve wird im Kreis von Europas Großen stärker und macht die CL interessanter. Den größten Teil der Kosten holt es durch Merchandising und steigende Aktienkurse wieder rein. Ronaldo erhält nochmal einen Vierjahresvertrag, verdient also 120 Mio Euro (netto) und fährt in Zukunft FIAT (oder Ferrari). Verlierer sind möglicherweise Barca und PSG, weil nun absehbar die Berater von Neymar und Messi auf der Matte stehen werden und auf Ronaldos Gehalt hinweisen.
hileute 10.07.2018
4. Es ist tatsächlich passiert
da muss ich erstmal kurz durchschnaufen. Auch wenn es sich angezeichnet hat überraschend. Ronaldo war real Madrid für mich ähnlich wie iniesta Barca war. In Hinblick auf die cl aber sehr interessant, nächstes Jahr also vlt nicht real Sieger.
teichenstetter 10.07.2018
5. Und jetzt
schaut den ganzen Tag ein Robert Lewandowski auf sein Handy und wundert sich, warum Real nicht anruft.
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