Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Bundesliga-Noten: Wir sind wieder Werder - das beste Team des 24. Spieltags

Von

Claudio Pizarro, jubelnde Bremer Zur Großansicht
Getty Images

Claudio Pizarro, jubelnde Bremer

Fünf Werder-Profis haben es in die beste Elf des Spieltags geschafft, darunter ein 37 Jahre alter Rekordjäger. Warum es für den Mainzer Torwart knapp nicht reichte: Klicken Sie sich durch alle Rankings.

Tor

Felix Wiedwald also vor Loris Karius: Schon diese erste Position in unserer SPON11 hat aufgrund des Sensationssieges der Mainzer in München Erklärungsbedarf. Kann der Torwartheld Karius wirklich nicht der Tagesbeste gewesen sein? Kann er. Karius hielt großartig in München, insgesamt schlagen fünf gehaltene Bälle zu Buche bei nur einem Gegentor. Wiedwald aber parierte beim 4:1-Erfolg in Leverkusen noch einen Torschuss mehr, das sind die reinen Zahlen, aber die Schüsse waren in seinem Fall auch noch platzierter. Noch besser in dieser Kategorie (Paradestärke) war an diesem Spieltag übrigens René Adler. Der kassierte jedoch drei Gegentore und bekam im Gegensatz zu seinen Konkurrenten Wiedwald und Karius keine Bonuspunkte für Siege gegen deutliche Favoriten zugerechnet.

Wo ist mein Lieblingsspieler? Klicken Sie sich durch das Ranking!

Innenverteidigung

Auch hier hat es ein Bremer in die SPON11 geschafft: Papy Djilobodji. Es war ja recht schnell deutlich geworden, dass sich Werder mit der Verpflichtung des ballsicheren Abwehrspielers zur Winterpause (ausgeliehen vom FC Chelsea) nicht verschlechtert hat. Beim Erfolg in Leverkusen gab Djilobodji zwei Torschüsse ab, bereitete die wichtige Bremer Führung durch Fin Bartels vor, blockte Flanken, fing Bälle ab. Es war eine mehr als gute Vorstellung, aber keine überragende (der Senegalese traf immerhin auch ins eigene Tor), aber weil der SPIX nur Spieler innerhalb ihrer Position vergleicht, reichte das für den Tagessieg. Hinter Djilobodji reiht sich Dante vom VfL Wolfsburg ein.

Außenverteidigung

Was waren das noch für Zeiten, als man sich in Deutschland beklagte, es gebe keine guten Außenverteidiger! In Dortmund hat man diese Probleme nicht, im Gegenteil: Wenn es nach den Berufungen in die SPON11 geht, gibt es beim BVB jede Menge davon: zum Beispiel Sokratis, Lukas Pisczcek oder Erik Durm. Letzter lief in Darmstadt auf und überzeugte: ein Treffer, ein paar Torschussvorlagen, gewonnene Dribblings vorne, geblockte Flanken, abgefangene Bälle und viele gewonnene Zweikämpfe hinten. Und natürlich darf auch auf dieser Position ein Bremer nicht fehlen: Santiago Garcia ist der Glückliche.

Wo ist mein Lieblingsspieler? Klicken Sie sich durch das Ranking!

Mittelfeld defensiv

Willkommen zurück an unseren Stammgast in der SPON11: Arturo Vidal. Die erneute Berufung verdiente sich der Chilene gegen Mainz mit einer Leistung, die alle Facetten seiner komplexen Position abbildete. Da war der Stabilisator, der die meisten Mainzer Pässe im Bayern-Drittel abfing, bevor sie gefährlich wurden. Da war der zentrale Anspielpunkt, 136 Ballkontakte sammelte Vidal insgesamt und brachte die meisten seiner 118 Pässe an den Mann. Und da war Vidals Offensiv-Teilhabe: Er schoss insgesamt dreimal gefährlich aufs Mainzer Tor (sehenswert sein Vollspannschuss, den Loris Karius gerade so abwehrte), und er gab die Vorlage zu Arjen Robbens Ausgleichstreffer.

Mittelfeld außen

Als Alessandro Schöpf in der Winterpause für fünf Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg nach Schalke wechselte, musste man den Franken gratulieren. Die hatten den Österreicher schließlich im Jahr zuvor für gerade 400.000 Euro vom FC Bayern geholt. Jetzt ist klar: Auch Schalke 04 hat ein richtig gutes Geschäft gemacht. Schöpf hat in gerade fünf Bundesligaspielen (mit einer durchschnittlichen Spielzeit von gerade 40 Minuten) zwei Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet. Gegen den HSV war Schöpf auf der Außenbahn der entscheidende Mann (ein Treffer, ein Assist, drei Torschüsse, viele gewonnene Dribblings, wenige Ballverluste). Fin Bartels komplettiert dank seines Treffers in Leverkusen die Position.

Mittelfeld offensiv

Ein Tor selbst erzielt, ein weiteres vorbereitet: Julian Draxlers persönlicher Beitrag zum Wolfsburger 4:0 in Hannover war entscheidend. Draxler suchte auch immer wieder erfolgreich Eins-gegen-eins-Situationen und setzte insbesondere Max Kruse und André Schürrle in Szene.

Angriff

Als Claudio Pizarro Ulf Kirsten in der Liste der besten Bundesligatorjäger der Geschichte überholte und auf Platz fünf vorrückte, da haben wir hier in der Redaktion Witze gemacht. "Jetzt noch Burgsmüller", war der Running Gag. Dazu muss man wissen, dass Ulf Kirsten 181 Tore erzielt hat und Manni Burgsmüller 213. Doch mittlerweile traut man Pizarro alles zu. Er ist 37 Jahre alt, steht aber nicht nur bei 186 Karrieretreffern, sondern auch bei acht Toren in dieser Rückrunde. Dreimal traf der Peruaner in Leverkusen, wie weit soll das noch führen? André Schürrle schoss auch drei Tore,für Wolfsburg in Hannover, aber der Weltmeister hat sich damit erstmal nur in einer Liste verbessert: der mit den größten Fehleinkäufen der Wolfsburger Geschichte.
Wo ist mein Lieblingsspieler? Klicken Sie sich durch das Ranking!

Die SPON11

Und das ist die Elf des 24. Spieltags in der taktischen Aufstellung.

Sie wollen wissen, wie wir gerechnet haben? Wie die neuen SPON-Bundesliganoten entstehen? Und warum wir bewusst keine Schulnoten vergeben? Hier finden Sie alle Infos zum SPIX.

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
firefly 03.03.2016
Ist schon beeindruckend wie Hertha es immer wieder schafft mit so unterdurchschnittlichen Spielern auf Platz 3 zu stehen.
2.
labbimen 03.03.2016
Wenn man bedenkt, dass man Eichin ja fast schon zur Pizarro-Verpflichtung prügeln musste. Dann wurde Piza mehr oder weniger als Vereinsmaskottchen doch noch geholt, und hat sich mittlerweile nicht nur spielerisch sondern vor allem auch körperlich als Stammspieler etabliert. Das größte Altersphänomen seit Ze Roberto!
3. Altersphänomene bei Werder
markus sprenger 03.03.2016
Vielleicht schafft Piza es noch den Altersrekord von Mirko Votava zu toppen: Er ist der bisher älteste Torschütze der Liga (40 Jahre, 121 Tage). (Quelle: Wikipedia)
4. Soso
power.piefke 03.03.2016
Also hat sich der neue Perspektivspieler von Werder doch durchgesetzt. Auf noch viele Jahre Pizarro an der Weser.
5. Piza ist ein
aurichter 03.03.2016
wahrer Glücksfall für Werder und Umgekehrt auch. Da arbeitet zusammen, was zusammen gehört. Das ein Spieler mit der Qualität und Erfahrung gerade auch für junge Spieler einen unschätzbaren Wert besitzt, ist nicht hoch genug zu bewerten. Wenn jetzt etwas mehr Konstantz dazu kommt, dann wird einem nicht Bange. Da kann man über chinesische Weisheiten großzügig hinweg sehen und müde lächeln. Die Neuen im Team machen sich auch gut und die Ergebnisse werden dies auch zeigen.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH