Olympische Spiele: Beckham darf in London nur zuschauen

Enttäuschung für David Beckham: Der Fußball-Star ist nicht für den gesamtbritischen Olympia-Kader nominiert worden. Für den 37-Jährigen ein herber Schlag, hatte er doch mitgeholfen, die Spiele nach London zu holen.

Fußballer Beckham: "Jeder weiß, wie viel es mir bedeutet hat, für mein Land zu spielen" Zur Großansicht
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Fußballer Beckham: "Jeder weiß, wie viel es mir bedeutet hat, für mein Land zu spielen"

Hamburg - Er reiste um den Erdball, machte Werbung, lud die Jugend der Welt nach London ein - mit Erfolg. Doch wenn das Fußballturnier bei den Olympischen Spielen (27. Juli bis 12. August) losgeht, muss David Beckham zuschauen. Der 37-Jährige wurde nicht für die gesamtbritische Mannschaft nominiert.

"Jeder weiß, wie viel es mir immer bedeutet hat, für mein Land zu spielen", sagte Beckham am Donnerstag, "ich wäre also sehr geehrt gewesen, Teil dieses einzigartigen Großbritannien-Teams zu sein."

Der frühere Kapitän der englischen Nationalmannschaft war vom Trainer des Olympia-Teams, Stuart Pearce, zunächst in den erweiterten Kader berufen worden. Pearce war eigens zu Beckham nach Los Angeles geflogen, um sich von der Fitness des alternden Weltstars zu überzeugen. Der hatte gesagt: "Ich will nicht nominiert werden, um T-Shirts zu verkaufen oder das Stadion zu füllen."

"Natürlich bin ich sehr enttäuscht"

Bei der Reduzierung des Teams auf 18 Spieler war Beckham jetzt nicht mehr dabei. "Natürlich bin ich sehr enttäuscht, aber es wird keinen größeren Unterstützer für das Team geben als mich", sagte Beckham. "Wie jeder andere hoffe ich, dass sie Gold gewinnen."

Drei Ü23-Spieler dürfen bei Olympia in jeder Mannschaft mitspielen. Nominiert wurden für das Team Great Britain erwartungsgemäß der 38-jährige Ryan Giggs, dessen walisischer Landsmann Craig Bellamy (33) vom FC Liverpool sowie ein wenig überraschend der erst 24 Jahre alte Abwehrspieler Micah Ricardson von Manchester City.

Bei der Olympia-Bewerbung Londons hatte Beckham eine große Rolle gespielt. Als im Mai das Olympische Feuer aus dem Panathinaikos-Stadion in Griechenland abgeholt werden musste, war Beckham der Bote und brachte es nach Großbritannien. Er lief mit der Fackel durch Cornwall.

Womöglich wird Beckham trotz seiner Nichtberücksichtigung an der Eröffnungszeremonie mitwirken. "Als Londoner war ich sehr stolz darauf, einen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben, die Olympischen Spiele in meine Heimatstadt zu holen, und ich kann es kaum erwarten, dass die Spiele beginnen."

luk/dpa/sid

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