+++ Fußball-Transferticker +++ Teurer Delaney und Wagner-Festspiele

Laut eines Medienberichts ist Borussia Dortmund bereit, 25 Millionen Euro für Bremens Thomas Delaney zu bezahlen. David Wagner bleibt langfristig Trainer in Huddersfield. Die Neuigkeiten vom Transfermarkt.

Thomas Delaney
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Thomas Delaney


+++ BVB angeblich kurz vor Delaney-Verpflichtung +++

Eigentlich wollte Werder Bremens Thomas Delaney in die Premier League wechseln. Doch nach Informationen der "Welt" bleibt der dänische Mittelfeldspieler in der Bundesliga und wechselt zu Borussia Dortmund. Wie die Zeitung berichtet, soll der Transfer noch in dieser Woche bekanntgegeben werden, als Ablösesumme werden 25 Millionen Euro gehandelt. Das wäre für Werder ein exzellenter Deal, Delaney war 2017 für zwei Millionen Euro vom FC Kopenhagen nach Bremen gewechselt. BVB-Manager Michael Zorc, der bei den "Ruhr Nachrichten" eine Einigung dementierte, will bei seinen Neuverpflichtungen vor allem auf Mentalität und Zweikampfstärke achten. Delaney erfüllt diese Voraussetzungen. Ob er aber tatsächlich das Zeug zu einem Führungsspieler hat und der hohe Preis gerechtfertigt ist, muss bezweifelt werden.

+++ Umworbener Wagner bleibt in Huddersfield +++

Nach dem Klassenerhalt in der Premier League bleibt Trainer David Wagner seinem Klub Huddersfield Town treu. Der ehemalige Coach der Reservemannschaft von Borussia Dortmund verlängerte seinen Vertrag bis 2021. "Es ist mir nicht schwergefallen, meinen Vertrag hier zu verlängern", sagte Wagner. "Wir haben zusammen schon unglaubliche Dinge erreicht und jetzt freue ich mich auf die Zukunft." Wagner, seit November 2015 Cheftrainer bei Huddersfield, wurde in der Vergangenheit mit möglichen Engagements bei Bundesliga-Klubs in Verbindung gebracht - zuletzt als Nachfolger von Niko Kovac bei Eintracht Frankfurt. Er hatte sein Team im vergangenen Jahr sensationell in die Premier League geführt und die Premieren-Saison auf Rang 16 beendet. Huddersfield gilt als der Klub mit dem geringsten Etat in England, deshalb wird es auch in der kommenden Saison nur um den Klassenerhalt gehen.

+++ Hahn geht, Sakai bleibt: HSV bastelt am Zweitliga-Kader +++

Der Hamburger SV geht mit Kapitän Gotoku Sakau in die 2. Bundesliga. Der Japaner hatte seinen Willen, beim geplanten Wiederaufstieg zu helfen, schon nach dem letzten Saisonspiel betont und verlängerte nun seinen Vertrag bis 2020. Den Verein verlassen wird dagegen Stürmer André Hahn, der 27-Jährige kehrt zum FC Augsburg zurück. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Klubs Stillschweigen.

+++ Düsseldorf bindet Ayhan +++

Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat den Vertrag mit Kaan Ayhan vorzeitig bis 2021 verlängert. Der 23 Jahre alte Innenverteidiger, ursprünglich bis 2019 gebunden, kam im Sommer 2016 vom FC Schalke 04 zur Fortuna. Seitdem hat er 56 Pflichtspiele (zwei Tore) für Düsseldorf bestritten. Für die türkische Nationalelf kam er bislang elfmal zum Einsatz. Der Klub von Trainer Friedhelm Funkel hat mit Alfredo Morales, Diego Contento, Kenan Karaman und Kevin Stöger bereits vier Zugänge verpflichtet und die auslaufenden Verträge von Benito Raman und Jean Zimmer verlängert.

+++ Khedira dachte über Karriereende nach +++

Nationalspieler Sami Khedira hat vor drei Jahren über ein vorzeitiges Karriereende nachgedacht. "Ich habe mich damit intensiv auseinandergesetzt. Weil ich zu den Besten gehören will und mich mit den Besten messen will", sagte Khedira dem TV-Sender ZDF. "Ich war in der Phase nicht in der Lage, mich mit den Besten messen zu können. Dann hat es mir einfach auch keinen Spaß mehr gemacht." Khedira wurde in dieser Zeit immer wieder von Verletzungen gestoppt. Inzwischen ist er wieder zufrieden mit seinem Niveau. Daher könne er sich auch in der Nationalmannschaft anders einbringen, weil er nicht nur auf sich fokussiert sein müsse, sagte der Mittelfeldstar von Juventus im WM-Trainingslager in Eppan und ergänzte: "Ich kann den Rundumblick haben, kann Mitspieler besser führen und andere Aufgaben intensiver übernehmen."

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+++ Badstuber will schnell Klarheit +++

Holger Badstuber will schnellstmöglich Gewissheit über seinen neuen Arbeitgeber haben. Der "Sport Bild" sagte der noch bis Ende Juni beim VfB Stuttgart unter Vertrag stehende Innenverteidiger, dass er gerne in der Champions League spielen würde und sich auch einen Wechsel ins Ausland gut vorstellen könne. "Fest steht für mich nur: Ich möchte nicht wieder so lange warten wie vergangenes Jahr, sondern eine komplette Vorbereitung absolvieren", sagte Badstuber. Interesse an Badstuber gibt es wohl von Lazio Rom. Laut "Sport Bild" soll auch Manchester City mit Badstubers Ex-Trainer Pep Guardiola interessiert sein. Der VfB würde Badstuber ebenfalls gerne halten, will dem ehemaligen Nationalspieler aber Zeit für seine Entscheidung geben.

+++ Real Madrid holt Stürmer für die Reserve +++

Champions-League-Sieger Real Madrid hat mit dem 18-jährigen Brasilianer Rodrigo Rodrigues einen neuen Angreifer verpflichtet. Die Königlichen wollen ihren Kader mit Rodrigues und dem bereits für 45 Millionen Euro verpflichteten Vinícius Júnior (Flamengo) verjüngen. Rodrigues kommt von Gremio Novorizontino, soll nur vier Millionen Euro Ablöse kosten und ist zunächst für die Real-Reserve vorgesehen.

+++ Holstein Kiel verliert Drexler +++

Zweitligist Holstein Kiel verliert Dominick Drexler. Der Mittelfeldspieler wechselt zum dänischen Meister FC Midtjylland. Wie der dänische Klub mitteilte, unterschrieb der 28-Jährige in Herning einen Vierjahresvertrag. Drexler soll auch von Vereinen aus der Bundesliga umworben worden sein, entschied sich aber für die Dänen, um auch europäisch zu spielen. In Kiel war er noch bis 2020 gebunden. Die Ablösesumme soll bei 2,4 Millionen Euro liegen. Drexler hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die 2. Bundesliga und dem Erfolg in der vergangenen Saison. Er erzielte in der vergangenen Saison zwölf Treffer und gab elf Torvorlagen.

krä/dpa/rtr/sid

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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
rotampel 30.05.2018
1. Aha
Delaneys Eignung zum Führungsspieler MUSS also bezweifelt werden? Da frage ich mich doch, ob der Verfasser dieser ominösen Zeilen einerseits in der abgelaufenen Saison überhaupt einmal ein Spiel von Werder Bremen gesehen und sich andererseits auch nur ansatzweise mit dem Ist-Zustand des Dortmund-Kaders beschäftigt hat. Zweifellos lässt sich über die angeblich aufgerufene Summe diskutieren. Aber in einem Halbsatz einem Spieler diese Art von Qualität abzusprechen... nunja, ziemlich exklusive Ansicht.
hamburger.jung 30.05.2018
2.
Sammer sieht in Delaney sein eigenes Ich. Er wird das vorangetrieben haben. In anderthalb Jahren von 2 auf 25 Millionen ist aber auch ein guter Deal, den Frank Baumann für Werder da verhandelt hat.
gibmichdiekirsche 31.05.2018
3.
Lassen wir den Preis zunächst mal außen vor - der ist Verhandlungssache und der seit Jahren notorisch klamme SVW ist bestimmt nicht in der Position, wegen der einen oder anderen Million mehr oder weniger eine starke Verhandlungsposition innezuhaben. Schon 15 Mio wären am Weserstrand doch wie Geburtstag, Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Erntedankfest an einem Tag. Ich habe Delaney bei vielen Werderspielen durchaus ansprechend gesehen und würde als BVB-Entscheider alles daran setzen, den Mann wenn, dann noch vor der WM zu holen, wenn man ihn denn wirklich haben will. Nachher könnte er nach guten Leistungen in Russland noch erheblich teurer werden. "Wenn man ihn wirklich haben will" heißt u.a.: Beim BVB gibt es neben den etablierten Weigl, Sahin, Castro auch noch Mo Dahoud (und den bislang leider dauerverletzten Rode) mit enormem Potential, die man mal bitte nicht zu tief einschätzen sollte. Ich hätte grundsätzlich nix gegen Delaney in schwarzgelb, sehe allerdings auch nicht, dass er ein "Must Have"-Transfer wäre und halte alles jenseits von 15 Mio Euro für überzogen.
GWT 31.05.2018
4.
Zitat von gibmichdiekirscheLassen wir den Preis zunächst mal außen vor - der ist Verhandlungssache und der seit Jahren notorisch klamme SVW ist bestimmt nicht in der Position, wegen der einen oder anderen Million mehr oder weniger eine starke Verhandlungsposition innezuhaben. Schon 15 Mio wären am Weserstrand doch wie Geburtstag, Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Erntedankfest an einem Tag. Ich habe Delaney bei vielen Werderspielen durchaus ansprechend gesehen und würde als BVB-Entscheider alles daran setzen, den Mann wenn, dann noch vor der WM zu holen, wenn man ihn denn wirklich haben will. Nachher könnte er nach guten Leistungen in Russland noch erheblich teurer werden. "Wenn man ihn wirklich haben will" heißt u.a.: Beim BVB gibt es neben den etablierten Weigl, Sahin, Castro auch noch Mo Dahoud (und den bislang leider dauerverletzten Rode) mit enormem Potential, die man mal bitte nicht zu tief einschätzen sollte. Ich hätte grundsätzlich nix gegen Delaney in schwarzgelb, sehe allerdings auch nicht, dass er ein "Must Have"-Transfer wäre und halte alles jenseits von 15 Mio Euro für überzogen.
Naja, denke die Realität sieht etwas anders aus. 1. Werder Bremen ist zwar kein wirklich reicher Klub, aber arm sind sie auch nicht. 2. Der BVB ist hier eher in der schlechteren Position. Die nötige Verpflichtung neuer Spieler wurde von Watzke mehrfach kundgetan. 3. Die guten Finanzen werden von Watzke bei jedem Interview erwähnt. 4. Der BVB braucht den sportlichen Erfolg dringender als der SWV die Mio. aus dem Transfer. Man kann also sagen, der BVB ist absolut nicht in der Position, geforderte Ablösen massiv zu unterbieten. Man kann eher davon ausgehen, dass die Ablösen eher von den anderen Verein extra hoch angesetzt werden. Wer fast täglich mit vorhandem Geld prahlt braucht ja nicht zu knausern.
Oihme 31.05.2018
5. Denkfehler!
Zitat von GWTNaja, denke die Realität sieht etwas anders aus. 1. Werder Bremen ist zwar kein wirklich reicher Klub, aber arm sind sie auch nicht. 2. Der BVB ist hier eher in der schlechteren Position. Die nötige Verpflichtung neuer Spieler wurde von Watzke mehrfach kundgetan. 3. Die guten Finanzen werden von Watzke bei jedem Interview erwähnt. 4. Der BVB braucht den sportlichen Erfolg dringender als der SWV die Mio. aus dem Transfer. Man kann also sagen, der BVB ist absolut nicht in der Position, geforderte Ablösen massiv zu unterbieten. Man kann eher davon ausgehen, dass die Ablösen eher von den anderen Verein extra hoch angesetzt werden. Wer fast täglich mit vorhandem Geld prahlt braucht ja nicht zu knausern.
Wer genug Geld hat, ist aber auf einen bestimmten Transfer nur selten angewiesen, sondern sucht sich unter gleichrangigen Angeboten auf dem Transfermarkt das für ihn günstigste aus. Und dann hat man als Klub-Boss, der bei der Ablöseforderung überreizte, einen angefressenen Spieler im Kader, dessen Wechsel (und vielleicht auch Karriere!) man gerade versaute. Viel Spaß!
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