Kapitän des AC Florenz Davide Astori stirbt mit 31 Jahren

Davide Astori ist tot. Der Kapitän des italienischen Erstligisten AC Florenz erlitt in Udine, wo er am Nachmittag hätte spielen sollen, einen Herzstillstand. Die Liga sagte alle Sonntagsspiele ab.

Davide Astori
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Davide Astori


Davide Astori, Kapitän des italienischen Erstligisten AC Florenz, ist tot aufgefunden worden. Der 31-Jährige starb in der Stadt Udine, wo Florenz am Sonntag gegen den lokalen Club antreten sollte. Seine Mannschaftskollegen fanden ihren toten Kapitän am frühen Morgen in seinem Hotelzimmer. Nach Angaben des offiziellen Ermittlers in Udine sei ein "natürlicher Tod aufgrund von Herzversagen" wahrscheinlich.

"Die Fiorentina ist tief erschüttert verkünden zu müssen, dass ihr Kapitän Davide Astori verstorben ist", hieß es von Seiten des Klubs. "Aufgrund der schrecklichen und schwierigen Situation und vor allem aus Respekt seiner Familie gegenüber wird an die Sensibilität jedes Einzelnen appelliert."

Der Innenverteidiger, geboren in der norditalienischen Lombardei, begann seine Karriere in der Jugendakademie des AC Mailand, spielte jedoch nie ein Profimatch für die Rossoneri. Sein Erstligadebüt feierte er 2008 bei Cagliari Calcio. Nach sechs Jahren wechselte er für ein Jahr auf Leihbasis zum AS Rom, danach 2015 zu Florenz. Erst kürzlich hatte der 14-malige italienische Nationalspieler dort seinen Vertrag bis 2022 verlängert. Astori hinterlässt eine Frau und eine Tochter.

Zahlreiche Vereine, Verbände und Weggefährten kondolierten. Der italienische Fußballverband sagte alle Sonntagsspiele der Serie A und Serie B ab. Gianluigi Buffon, der eigenen Angaben zufolge kaum öffentlich über andere Menschen spreche, habe nun das Gefühl "eine Ausnahme dieser Regel machen zu müssen" - für die Familie, vor allem aber für das junge Mädchen, das wissen müsse, dass sein Vater in jeder Hinsicht "ein ehrbarer Mensch, ein großer, ehrbarer Mensch" gewesen sei.

sak/sid/dpa/Reuters



insgesamt 22 Beiträge
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klaiberwolfgang 04.03.2018
1. @Alsi
... Du hast es offenbar nicht kapiert!
Msc 04.03.2018
2.
Ich hätte jetzt eher an einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder ähnliches gedacht. Malore ist auch nicht zwingend eine "Krankheit", weil das doch im Deutschen eine längerfristige Sache impliziert. Von daher macht "plötzliche Krankheit" wenig Sinn. Macht aber keinen Sinn zu spekulieren, man muss auf Informationen warten, wenn diese denn kommen. Jedenfalls mein Beileid.
CancunMM 04.03.2018
3.
Entschuldigung, aber das ist Blödsinn. Natürlich gibt es Erkrankungen, die die Erregungsleitung des Herzens betreffen. Und das Blöde daran ist, dass diese Erkrankungen häufig keine Symptome machen bzw. so kurz, so dass die Person es nicht mitbekommt. Und das Gehirn hat beim plötzlichen Herztod nun überhaupt nichts mit zu tun. Und es hat auch nicht im Entferntesten etwas mit dem plötzlichen Kindstod gemeinsam.
Zaunsfeld 04.03.2018
4.
Trotzdem ist es sehr auffällig, dass davon immer wieder ausgerechnet junge Hochleistungssportler betroffen sind.....
BoMbY 04.03.2018
5. Hört sich eher nach Selbstmord an?
Beziehungsweise nach dem Wunsch das nicht publik zu machen.
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