"Massive Sicherheitsbedenken" Fußballprofi Naki kehrt nicht in die Türkei zurück

Unbekannte schossen auf seinen Wagen, nun zieht Deniz Naki Konsequenzen: Den Vertrag mit seinem kurdischen Klub wird der politisch engagierte Fußballprofi auflösen - er bleibt in Deutschland.

Deniz Naki
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Der deutsche Fußballprofi Deniz Naki wird nicht in die Türkei zurückkehren. Aufgrund "massiver Sicherheitsbedenken" will er in Deutschland bleiben und seinen Vertrag beim kurdischen Verein Amed SK auflösen.

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Heft 5/2018
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Der für sein politisches Engagement bekannte Sportler steht seit Längerem im Fokus türkischer Behörden und wird von Nationalisten auch in Deutschland bedroht. Zuletzt hatten Unbekannte am Abend des 7. Januar einen Anschlag auf ihn verübt: Sie schossen auf der Autobahn nahe Aachen mehrfach gezielt von der Überholspur auf seinen Wagen. Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Naki, Sohn türkischer Einwanderer, spielte früher unter anderem beim FC St. Pauli und in der deutschen U-21-Nationalmannschaft. Ursprünglich wollte er zum Rückrundenstart der dritten türkischen Liga wieder nach Diyarbakir reisen. Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, berichtet sein Frankfurter Anwalt Stephan Kuhn. "Letztlich sorgten seine Familie und sein Umfeld für diese Entscheidung."

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