Hamburg - Vier Spieltage vor Saisonende hat sich der 1. FC Köln von Trainer Stale Solbakken getrennt. Der abstiegsbedrohte Club hatte am Dienstag 0:4 gegen Mainz verloren und liegt weiter auf dem Relegationsplatz. "Ja, es stimmt. Wir trennen uns von Stale Solbakken", bestätigte der Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Werner Wolf dem "Express". Die Spieler bekommen die Entscheidung laut Wolf bei einem Treffen um 18 Uhr mitgeteilt. Sein Nachfolger wird Frank Schaefer.
"Der Klassenerhalt hat im Schlussspurt dieser Saison für uns oberste Priorität. Auf dieses Ziel müssen wir jetzt ohne Wenn und Aber alle Entscheidungen ausrichten", sagte Wolf: "Nach dem Spiel gegen Mainz ist die Beurlaubung von Stale Solbakken ein bedauerlicher, aber zu diesem Zeitpunkt unausweichlicher Schritt."
Dem Coach wurde diese laut "Bild"-Zeitung am Donnerstagnachmittag in einem zehnminütigen Gespräch mit Geschäftsführer Claus Horstmann mitgeteilt. Dabei hatten die Vereinsverantwortlichen dem Trainer zuletzt noch demonstrativ den Rücken gestärkt. Nach der Pleite in Mainz wurde die Ablösung dann aber immer wahrscheinlicher. "Es wäre falsch, eine Garantie abzugeben, dass Stale Solbakken im nächsten Spiel noch unser Trainer ist. Aber ich kann das auch nicht ausschließen", hatte Horstmann gesagt.
Schaefer übernimmt erneut
In den kommenden vier Bundesligaspielen soll nun Frank Schaefer, der schon einmal von Oktober 2010 bis April 2011 das Amt inne hatte, die Mannschaft trainieren. Sein Co-Trainer wird Ex-Profi Dirk Lottner. "Diese Entscheidung hat die Gesellschafterversammlung des 1. FC Köln vor dem Hintergrund der aktuellen Tabellensituation auf Vorschlag der Geschäftsführung getroffen", hieß es auf der Club-Homepage.
"Frank Schaefer hat bereits in der letzten Saison gezeigt, dass er die Mannschaft zu Hochleistung motivieren kann. Er kennt die Spieler und kann morgen beginnen", so Horstmann.
Die Entlassung Solbakkens bedeutet den neunten Trainerwechsel der laufenden Bundesliga-Saison. Zuvor hatten Markus Babbel und Michael Skibbe (beide Hertha BSC Berlin), Marcus Sorg (SC Freiburg), Michael Oenning (Hamburger SV), Holger Stanislawski (1899 Hoffenheim), Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern) und Robin Dutt (Bayer Leverkusen) gehen müssen. Ralf Rangnick trat bei Schalke 04 wegen eines Erschöpfungssyndroms zurück.
leh/sid
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