Thomas Müller vor WM-Finale "Wenn nichts hilft, machen wir ein Standardtor"

Noch zwei Tage bis zum großen Finale - und Thomas Müller blickt dem Duell gegen Argentinien mit großem Optimismus entgegen. "Es ist das größte Spiel, das man als Fußballer erleben kann", sagt der Bayern-Profi. Er verrät, worauf es im Endspiel ankommt.


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Hamburg - Am Sonntag kann Deutschland zum vierten Mal nach 1954, 1974 und 1990 Fußball-Weltmeister werden - und der Kapitän gibt sich vor dem Finale gegen Argentinien (21 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ARD) optimistisch: "Wir wollen den Weltmeistertitel wieder nach Deutschland holen", sagte Philipp Lahm bei einer Pressekonferenz im deutschen Team-Quartier in Santo André.

Nach der Niederlage im Finale 2002 sowie dem Ausscheiden in den Halbfinals 2006 und 2010 brennt das DFB-Team auf dieses Endspiel und die Möglichkeit, endlich den Pokal zu holen. "Es ist das größte Spiel, das man als Fußballer erleben kann. Es steht noch ganz klar über dem Champions-League-Finale", sagte Stürmer Thomas Müller: "Wir werden alles in die Waagschale werfen mit all den Fähigkeiten, die wir haben, ob fußballerisch oder mental. Wir werden alles geben für diesen Erfolg."

Deutschland gilt nach dem sensationellen 7:1-Sieg im Halbfinale gegen Brasilien als Favorit. Gegner Argentinien hat eine überragende Offensive um Superstar Lionel Messi.

"Wir werden von hinten gut aufbauen müssen. Und wir müssen die Zwischenräume finden, um dann mit Risikobereitschaft auf die Abwehr zu gehen", sagte Müller: "Und wenn das nicht hilft, machen wir ein Standardtor." Teammanager Oliver Bierhoff berichtete, im Kader sei "noch ein bisschen mehr Feuer zu spüren. Alle sind gesund und alle guter Dinge, und die wissen, wir sind jetzt so weit gegangen, das möchten wir uns nicht mehr nehmen lassen."

Bundestrainer Joachim Löw wird gegen Argentinien wohl wieder auf die Startformation setzen, die auch gegen Brasilien und im Viertelfinale gegen Frankreich begann. Kapitän Philipp Lahm würde demnach wieder rechter Verteidiger, Miroslav Klose stürmen. In der Innenverteidigung würden Mats Hummels und Jérôme Boateng agieren, links hinten Benedikt Höwedes spielen. Vor der Abwehr würden Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger wieder die Doppelsechs bilden. In der Offensivreihe im Mittelfeld hinter Klose sind Thomas Müller, Toni Kroos und Mesut Özil gesetzt.

ham/dpa



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