Auslosung zur EM-Qualifikation Deutschland ist gesetzt

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der Auslosung zur EM-Qualifikation 2016 gesetzt. Zufrieden ist der DFB trotzdem nicht: Joachim Löw und Co. sehen den sportlichen Wert des Turniers gefährdet.

DFB-Trainer Löw: "Der sportliche Wert des Wettbewerbs sinkt"
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DFB-Trainer Löw: "Der sportliche Wert des Wettbewerbs sinkt"


Hamburg - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kann die Auslosung der Gruppen für die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft entspannt angehen. Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich in Lostopf eins, gemeinsam mit anderen Top-Nationen wie Welt- und Europameister Spanien oder Deutschlands Angstgegner Italien. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EM 2016 in Frankreich findet am Sonntagmittag in Nizza statt.

Erstmals werden 24 statt bisher 16 Mannschaften an der EM teilnehmen. In den neun Qualifikationsgruppen schaffen es die ersten beiden Teams und sogar noch der beste Gruppendritte direkt zur Endrunde. Die restlichen acht Gruppendritten spielen in Playoffs weitere vier EM-Teilnehmer aus.

Wegen der bestehenden TV-Verträge wird Deutschland in jedem Fall in eine der acht Sechsergruppen gelost. Gastgeber Frankreich füllt die einzige Fünfergruppe auf und dient den Teams als Testspielgegner an ihren eigentlich spielfreien Terminen.

Die Fünfergruppe ist auch der Grund dafür, dass am Ende der Qualifikation die Spiele in den Sechsergruppen gegen die Tabellenletzten nicht gewertet werden. Nur so ist der beste Gruppendritte ohne ein verzerrtes Bild zu ermitteln.

Bierhoff beklagt "Verwässerung" des EM-Wettbewerbs

Die hohe Anzahl der EM-Teilnehmer stieß beim DFB auf ungewohnt deutliche Kritik. "Der sportliche Wert einzelner Spiele, aber auch des gesamten Wettbewerbs sinkt", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Auch Oliver Bierhoff äußerte sich skeptisch: Man dürfe "den Fußball nicht beliebig werden lassen", mahnte der DFB-Teammanager.

Die Hauptverantwortung für die "Verwässerung" (Bierhoff) des weltweit zweitwichtigsten Titelkampfes für Nationalmannschaften trägt Michel Platini. Der hatte vor seiner Wahl zum Präsidenten der UEFA im Jahr 2007 gerade den kleinen und mittelgroßen Verbänden viel versprochen: Unter anderem die Aussicht auf EM-Teilnahmen durch Aufstockung des Teilnehmerfeldes.

"Es war eine Mehrheitsentscheidung, der wir uns fügen müssen", äußerte sich auch DFB-Chef Wolfgang Niersbach kritisch. Der deutsche Top-Funktionär gilt eigentlich als Freund von UEFA-Präsident Platini.

Die Lostöpfe zur EM-Qualifikation im Überblick:

Topf 1: Spanien, Deutschland, Niederlande, Italien, England, Portugal, Griechenland, Russland, Bosnien-Herzegowina

Topf 2: Ukraine, Kroatien, Schweden, Dänemark, Schweiz, Belgien, Tschechien, Ungarn, Irland

Topf 3: Serbien, Türkei, Slowenien, Israel, Norwegen, Slowakei, Rumänien, Österreich, Polen

Topf 4: Montenegro, Armenien

Spanien und Gibraltar sowie Aserbaidschan und Armenien dürfen aus sportpolitischen Gründen nicht in dieselbe Gruppe gelost werden.

tim/sid/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
ianfraserkilmister 22.02.2014
1. langweilig
es erwartet uns die langweiligste vorrunde aller zeiten. warum lässt man nicht gleich alle vorrundenteilnehmer weiterkommen, das wäre diesen mist konsequent zu ende gedacht.
hfftl 22.02.2014
2. .
Wieder mal so ein ärgerlich informationsarmer Artikel. Die Selbstverständlichkeit, dass Deutschland in Topf 1 gesetzt ist, dürfte kaum eine Meldung wert sein. Viel interessanter wäre gewesen, nach welchen Kriterien die Zuordnung zu den Lostöpfen insgesamt erfolgt ist. Die Weltrangliste kann es jedenfalls nicht sein, dort stehen (und standen auch im Januar) die Schweiz und Belgien vor Bosnien und Russland. Leider schweigt sich SPON darüber völlig aus.
ein_mitforist 22.02.2014
3. @1
Nicht nur das, auch die Platzierungen stehen schon fest: 1.Spanien, 2.Italien, 3. Deutschland und Deutschland scheitert im Halbfinale an Spanien
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