Wiederwahl als DFB-Präsident 100 Prozent Gefolgschaft für Niersbach

Wolfgang Niersbach darf für drei weitere Jahre im Amt bleiben: Beim DFB-Bundestag wurde der Verbandspräsident einstimmig bis 2016 wiedergewählt. Er fühle sich nicht als Machtmensch, sagte der ehemalige Sportjournalist.

DFB-Präsident Niersbach: "Mehr Lust als Last"
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DFB-Präsident Niersbach: "Mehr Lust als Last"


Hamburg - Wolfgang Niersbach bleibt bis 2016 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Die 253 Delegierten des 41. DFB-Bundestags in Nürnberg wählten den 62-Jährigen einstimmig für drei weitere Jahre an die Spitze des Verbands. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Der ehemalige Sportjournalist und DFB-Generalsekretär hatte das Amt im März 2012 von Theo Zwanziger übernommen. "Ich verspüre mehr Lust als Last, viel mehr Freude als manchmal Frust", sagte der alte und neue Verbandschef zu seiner weiteren Zeit als DFB-Vorsitzender.

Seine Wahl wertete Niersbach auch als Zustimmung für seinen Führungsstil als Präsident des größten Sportfachverbands der Welt. "Ich bin Teamplayer und fühle mich nicht als Machtmensch", sagte er.

Niersbach setzt in seiner ersten Amtszeit auf das weitere Miteinander von Amateur- und Spitzenfußball. "Unsere Amateure - echte Profis", heißt es im Masterplan des Verbands, den der Präsident zur Stärkung der Jugend- und Amateurarbeit umsetzen will.

Auf dem DFB-Bundestag wurden außerdem fünf Positionen im Präsidium des Verbands neu besetzt. Neuer 1. Vizepräsident für den Amateurbereich ist Rainer Koch, als neuer Schatzmeister wurde Reinhard Grindel gewählt. Neue Vizepräsidenten des Verbands sind außerdem Eugen Gehlenborg, Ronny Zimmermann und Peter Frymuth.

Aus Altersgründen ausgeschieden waren der bisherige Schatzmeister Horst R. Schmidt (71) sowie die Vizepräsidenten Rolf Hocke (71), Hermann Korfmacher (70) und Karl Rothmund (70).

Scharfe Kritik übte Niersbach an der Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar, die er als "Belastung für den ganzen Fußball" bezeichnete. Unterstützung erhielt er dabei von DFL-Chef Reinhard Rauball. Der Dortmunder Präsident monierte vor allem die Menschenrechtsdefizite in dem Emirat: "Es ist klar, eine WM darf nicht auf einem System aufbauen, das sklavenähnlich ist."

buc/sid



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hansvonderwelt 25.10.2013
1. Der Führungsstil von Herrn Niersbach ist freundlicher,
nehr auf Ausgleich bedacht.Eine klare Gegnerschaft zu Katar mit Unterstützung von Herrn Rauball.Ich hoffe das einem Sklavenstaat wie Katar die WM entzogen wird.
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