Sieg gegen Deutschland Brasilien revanchiert sich für Halbfinal-Aus bei WM

Erste Niederlage seit Juli 2016: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr Testspiel gegen Brasilien verloren. Vor allem die Offensive des Weltmeisters enttäuschte.

AFP

Brasilien hat sich rund zehn Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) knapp gegen Deutschland durchgesetzt. Beim 0:1 (0:1) erzielte Gabriel Jesus den einzigen Treffer des Tages (37. Minute). Damit nahm der fünffache Weltmeister erfolgreich Revanche für die 1:7-Niederlage im WM-Halbfinale 2014.

Für die DFB-Elf war es die erste Niederlage seit dem EM-Aus gegen Frankreich (0:2) am 7. Juli 2016. Seitdem war das Team 22 Spiele in Folge ungeschlagen geblieben.

Deutschland trat ohne Thomas Müller und Mesut Özil an. Anstelle der beiden Mittelfeldspieler liefen Leon Goretzka und Leroy Sané auf. Brasilien musste auf seinen Superstar verzichten: Neymar stand dem fünffachen Weltmeister wegen eines Mittelfußbruchs nicht zur Verfügung. Trainer Tite konnte im Sturm dennoch ein Top-Trio aufbieten. Neben Jesus (Manchester City) stürmten Philippe Coutinho (FC Barcelona) und Willian (FC Chelsea).

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DFB-Niederlage gegen Brasilien: Weit weg von 7:1

In der ersten Hälfte deuteten beide Teams ihre Spielstärke an, echte Chancen ergaben sich aber dennoch kaum - bis zur 37. Minute. Willian spielte sich auf der rechten Seite frei und bediente den im Zentrum mitgelaufenen Jesus. Der Angreifer von Manchester City köpfte aus kurzer Distanz ein, Torhüter Kevin Trapp machte in seinem dritten Länderspiel beim Gegentreffer eine unglückliche Figur. Die DFB-Elf blieb ohne Schuss auf das gegnerische Tor.

Auch nach Wiederbeginn waren es vor allem die Brasilianer, die Gefahr ausstrahlten. In der 55. Minute parierte Trapp einen Schuss von Paulinho aus kurzer Distanz, wenige Augenblicke später verfehlte Coutinho das Tor nur knapp (57.). Bundestrainer Joachim Löw wirkte unzufrieden und nahm einen Dreifachwechsel in der Offensive vor - jedoch ohne den gewünschten Effekt.

Im ausverkauften Olympiastadion fehlten dem amtierenden Weltmeister auch in der Schlussphase die Ideen. Brasilien hatte keine Probleme, das Resultat über die Zeit zu bringen.

Deutschland - Brasilien 0:1 (0:1)
0:1 Gabriel Jesus (37.)
Deutschland: Trapp - Kimmich, Rüdiger, Boateng (68. Süle), Plattenhardt - Gündogan (81. Werner), Kroos - Goretzka (61. Brandt), Draxler, Sané (61. Stindl) - Gomez (62. Wagner)
Brasilien: Alisson - Dani Alves, Thiago Silva, Miranda, Marcelo - Casemiro - Willian, Paulinho, Fernandinho, Coutinho (73. Douglas Costa) - Gabriel Jesus
Schiedsrichter: Jonas Eriksson
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten:

bam



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neutralfanw 27.03.2018
1.
Es war ein schwaches Länderspiel. 2 Spieler haben heute bewiesen, dass sie nicht WM tauglich sind. Sie hatten die Chance sich zu zeigen, aber unkontrollierte Rückpässe (einer war Ausgangspunkt für das 0:1) und eigensinnige, stümperhafte „Fummelei“ gehören nicht zu einer WM Mannschaft. Das wird Herr Löw nicht tolerieren.
labuday 27.03.2018
2. Wie schon gegen Spanien wurde Löw
gnadenlos brüskiert. Wer hie von "bessere Mannschaft als 2014"faselt, ist eine KnallTüte. Viertelfinale MAXIMAL. 7 Päpste in der Tasche für Löwen stehen diesmal nicht zur Verfügung. Ruß und Götze sollte man besser nicht Zuhause lassen
hileute 27.03.2018
3. Es handelt sich keinesfalls um eine Hakbfinalsrevance,
auch wenn die Brasilianer das gerne hätten. Eine Revanche kann doch nicht in einem Testspiel erfolgen, das keine S** interessiert....
Ultras 27.03.2018
4. Also ohne Brasilien Bös zu wollen:
Aber um sich für die Schmach von 2014 zu revanchieren, braucht's ein kleines bisschen mehr als ein popeliges und am Ende glückliches 1:0 in einem Testspiel.
robert_petters 27.03.2018
5.
Zwei Erkenntnisse: 1. Deutschland sollte ohne Nr. 9 spielen. Ich dachte eigentlich, dass ein Spiel, in dem der Ball nach außen getragen wird, um ihn dann stumpf auf die Nummer 9 zu flanken, laengst passé ist. Denke aber auch, dass das fuer Loew keine ernsthafte Option ist. 2. Oezil ist als Verbindungsspieler zwischen den Sechsern und dem gegnerischen Strafraum unverzichtbar. Heute ist schoen aufgezeigt worden, dass es eben doch nur ganz, ganz wenige gibt, die im und vor dem gegnerischen Sechzehner den Ball festmachen und gewinnbringend verarbeiten. Oezil ist in der Kategorier meiner Meinung nach der Beste.
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