DFB-Elf in der WM-Qualifikation: Löw baut die Abwehr um

Die deutsche Nationalmannschaft startet gegen Färöer in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014. Dabei soll Kapitän Philipp Lahm rechts auflaufen, Marcel Schmelzer auf der linken Seite verteidigen. Auch Marco Reus wird in der Startelf stehen. Der Einsatz von Toni Kroos ist fraglich.

Getty Images

Hamburg - Bundestrainer Joachim Löw hat in einer Pressekonferenz vor der am Freitag startenden Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien Einblick in seine Pläne für die nahe Zukunft gegeben.

So setzt er zum Auftakt gegen Färöer (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Kapitän Philipp Lahm auf der rechten Abwehrseite, Dortmunds Marcel Schmelzer, der derzeit noch an einem Infekt leidet, soll links verteidigen. "Mit Beginn der Qualifikationsrunde wird er rechts spielen", sagte Löw, "zumal ich bei Marcel Schmelzer das Gefühl habe, dass er jetzt angekommen ist bei uns."

Einen Platz in der Startelf wird auch Marco Reus bekommen. Der offensive Mittelfeldspieler hatte in den vergangenen DFB-Partien überzeugt. "Schon gegen Argentinien und bei Borussia Dortmund hat er eine gute Form gezeigt", sagte der Bundestrainer.

"Erfolgshunger absolut vorhanden"

Wo Reus zum Einsatz kommen wird, ist offen, zuletzt spielte er meist auf der rechten Angriffsseite, allerdings erklärte Löw bei der Pressekonferenz auch, dass er sich den Dortmunder als möglichen Stürmer vorstellen könne. Ob Toni Kroos mitwirken kann, ist derzeit noch fraglich, der Mittelfeldmann hatte beim 6:1-Erfolg gegen Stuttgart eine Beckenprellung erlitten.

Glaubt man den Worten Löws, hat seine Mannschaft das enttäuschende Aus bei der EM 2012 gegen Italien verarbeitet. "Grundsätzlich spüre ich bei diesem Zusammentreffen, dass der Erfolgshunger absolut vorhanden ist, dass die Enttäuschung weggesteckt wurde", so Löw. Generell will er daran arbeiten, dass der Gegner früher und weiter weg vom eigenen Tor gestört wird, es soll aktiver gegen den Ball gearbeitet werden.

Sollte die DFB-Elf gegen Färöer gewinnen, wäre es der 500. Sieg in der deutschen Länderspielgeschichte. In der Weltrangliste des Fußball-Weltverbandes Fifa belegt die deutsche Nationalmannschaft weiter den zweiten Platz. Deutschland (1437 Punkte) steht vor England (1274), die Spitzenposition hat Welt- und Europameister Spanien (1617) inne. Vierter ist EM-Halbfinalist Portugal (1232). Färöer belegt in der Rangliste Platz 154, vor den Fidschis und hinter den Salomon-Inseln.

Das deutsche Aufgebot
Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Ron-Robert Zieler (Hannover 96), Marc-André ter Stegen (Borussia Mönchengladbach)

Abwehr: Jerome Boateng, Holger Badstuber, Philipp Lahm (alle Bayern München), Lars Bender (Bayer Leverkusen), Mats Hummels, Marcel Schmelzer (beide Borussia Dortmund), Benedikt Höwedes (Schalke 04), Per Mertesacker (FC Arsenal)

Mittelfeld: Mario Götze, Ilkay Gündogan, Marco Reus (alle Borussia Dortmund), Julian Draxler (Schalke 04), Mesut Özil, Sami Khedira (beide Real Madrid), Toni Kroos, Thomas Müller (beide Bayern München), André Schürrle (Bayer Leverkusen), Lukas Podolski (FC Arsenal)

Angriff: Miroslav Klose (Lazio Rom)

jar/sid

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1. Titel sollen wir sehen!
Streitaxt 05.09.2012
Und wehe es wird diesmal nix mit dem Titel. Untergang des Abendlandes! Faröer nicht unterschätzen! 10:0 ist Pflicht.
2. Der zahnlose Löw(e)
karaokefreak01 05.09.2012
Ach komm Jogi, ack deine Sachen und geh. Für die Nationalelf hattest du nie den richtigen Biss.
3. Das glauben aber nur Sie Herr Bundestrainer.....
cma77 05.09.2012
Das enttäuschende Ausscheiden bei der EM gegen Italien, glaube ich, haben viele noch nicht verarbeitet, ich auch noch nicht. Ich glaube Sie haben mit der Mannschaft mehr Glück gehabt als Sie mit Ihrem Taktischen Verstand.
4. optional
joepatrony 05.09.2012
Nur blöd, dass die Brasilianer, Argentinier, Spanier, Italiener, Engländer, Franzosen, Kroaten, Portugiesen, Uruguayanos, Russen , Holländer,... Den letzten Satz genauso formulieren könnten. Ach ja, was haben Sie eigentlich beigetragen, um diesen Erfolg verlangen zu können?
5. das sieht auch nur ...
blitzunddonner 05.09.2012
... nach einem planlosen rumgefuchtel aus, zudem man sich durch den öffentlichen druck gezwungen fühlt. z.b. mertesacker, der hätte gegen italien auflaufen müssen, weil man noch keine bissigen jungen verteidiger im programm hatte. heute wäre es an der zeit, da für deftigen nachwuchs zu sorgen. oder man holt berti vogts zurück auf den platz. ein spätes eingeständnis, aber kein lösungsangbebot. löw ist wie klinsmann ein klasse vorbereitungstrainer. aber eben kein stratege mit dem gewissen händchen, wie man ihn im turnier auf der bank braucht. eben der klassische co-trainer.
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