DFB-Entscheidung Testspiel gegen die Niederlande findet statt

Es soll ein Zeichen gegen den Terror sein: Deutschland und die Niederlande treten am Dienstag wie geplant zum Länderspiel in Hannover an. Das hat die DFB-Spitze beschlossen.

Bundestrainer Löw: Entscheidung ist gefallen
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Bundestrainer Löw: Entscheidung ist gefallen


Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff haben ihre Zustimmung gegeben: Das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden am Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Hannover wird stattfinden. Das hat die DFB-Spitze am Sonntag einstimmig beschlossen. Aufgrund der Anschläge in Paris war diskutiert worden, die Partie abzusagen.

DFB-Vizepräsident Reinhard Rauball sagte: "Die Botschaft ist klar: Wir lassen uns nicht vom Terror einschüchtern. Dass die Mannschaft wenige Tage nach den schlimmen Erfahrungen beim Länderspiel in Paris wie geplant gegen die Niederlande aufläuft, ist ein gebotenes Zeichen. Der Respekt für diese Demonstration der Solidarität mit den Opfern und dem gesamten französischen Volk gebührt Bundestrainer Joachim Löw und jedem einzelnen Spieler." Zuvor hatte DFB-Interimschef Rainer Koch betont, wie wichtig ein Auftritt des Weltmeisters sei. Der Fußball müsse sich zur Wehr setzen, ebenso wie die Gesellschaft im Ganzen. Das Länderspiel sei ein Zeichen gegen den Terror.

Teammanager Bierhoff erklärte: "Das gesamte Team - Spieler, Trainer und Betreuer - ist immer noch stark betroffen. Dennoch wissen alle, dass es wichtig ist, ein Zeichen zu setzen und sich als Nationalmannschaft für unsere Werte und Kultur einzusetzen. Unter diesen Gegebenheiten ist der sportliche Wert des Spiels gegen die Niederlande natürlich niedriger zu bewerten." Der niederländische Fußballverband begrüßte den Ausgang der Beratungen: "Wir finden die Entscheidung gut und freuen uns auf das Spiel, auch wenn Freude angesichts der schrecklichen Ereignisse von Paris im Moment sicher der falsche Ausdruck ist", sagte ein Sprecher.

Laut Informationen der "Bild"-Zeitung soll die gesamte Bundesregierung um Angela Merkel das Länderspiel besuchen. "Gerade jetzt dürfen und werden wir nicht weichen", wird SPD-Chef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zitiert.

Der Französische Fußballverband FFF hatte bereits am Vortag entschieden, das Testspiel zwischen England und Frankreich im Wembley-Stadion am Dienstag auszutragen.

mrr/dpa

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dominiks 15.11.2015
1.
Richtig so! Lasst den Terror nicht unser Leben bestimmen!
INGXXL 15.11.2015
2. Eine richtige Entscheidung
wir dürfen unserer Leben nicht von dem Terrorismus betimmen lassen
etude 15.11.2015
3. Ein Zeichen gegen den Terror?
Eher eine Entscheidung gegen die Menschlichkeit und für den Kommerz. So lieben wir die Gierhälse. Fußball war für mich schon immer die überbewertetste Nebensache der Welt…
Hirndummy 15.11.2015
4. Boykottiert diese Fernsehübertragung
Ich kann dieses Geschwurbel der scheinbar außerhalb der wirklichen Welt stehenden Sport-Funktionäre nicht mehr hören. Mit der gleichen Logik müsste man jedesmal Trauerfeiern und Gedenken absagen, um ja kein Zeichen zu setzen und sich nicht irgendetwas aufzwingen lassen zu wollen. Die französischen Spieler bleiben aus Solidarität bei den deutschen Kollegen in den Katakomben. Und die kicken drei Tage später wieder?! Was bitte schön muss denn passieren, damit auch der Kommerzsport einmal für ein paar Tage innehält und den Opfern ihre Würde lässt?
Alles klar1 15.11.2015
5. Gut so!
Wir werden uns niemals unterdrücken lassen. Für die Freiheit!
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