Hrubesch hört zum Jahresende auf "Sonst lässt meine Frau sich scheiden"

Horst Hrubesch will nicht mehr. Vor seinem Debüt als Interimstrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft hat der 66-Jährige seinen Rücktritt zum Jahresende erklärt. Es zieht ihn nach Neuseeland.

Horst Hrubesch
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Horst Hrubesch


Seit 19 Jahren arbeitet Horst Hrubesch in verschiedenen Funktionen für den Deutschen Fußball-Bund (DFB), Ende des Jahres ist damit Schluss. "Mein Vertrag läuft am 31. Dezember 2018 aus", sagte Hrubesch der "Süddeutschen Zeitung". Danach werde er sich zur Ruhe setzen, das habe er seiner Frau versprochen. "Wenn ich jetzt nicht aufhöre, habe ich ein Problem, dann lässt sie sich scheiden."

Seit der Entlassung von Steffi Jones Mitte März ist Hrubesch Interimstrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Sein Debüt gibt er am Samstag (16.15 Uhr; TV: ARD) im WM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien, am Dienstag folgt die nächste Partie gegen Slowenien.

Der neue Job kam für Hrubesch laut eigener Aussage überraschend. "Wir wären gerade eigentlich in Neuseeland, aber dann musste ich halt wieder einspringen", sagte der 66-Jährige. "Neuseeland machen wir nächstes Jahr."

Bei der EM 2000 war Hrubesch Co-Trainer von Erich Ribbeck, danach übernahm er verschiedene Nachwuchsmannschaften des DFB. Mit der U19 gewann er 2008 die Europameisterschaft, ein Jahr später wiederholte er den EM-Triumph als Interimscoach der U21. 2016 in Rio de Janeiro führte der ehemalige HSV-Kapitän die deutsche Olympia-Auswahl zur Silbermedaille.

mmm/dpa

insgesamt 4 Beiträge
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jean-baptiste-perrier 07.04.2018
1. Gibt wichtigeres im Leben als Fußball!
"Horst Hrubesch will nicht mehr." ------------ Zitat Ende --------- Das gilt auch für sehr viele, die dem Sterben des ehemals so großen (zu Hrubeschs Zeiten) HSV fassungslos beiwohnen. Von den derzeit Verantwortlichen (sowohl Verein als auch Spieler) wird vielen am Ende wohl auch nur die Auswanderung in einen anderen Erdteil übrigbleiben. Doch ob in Neuseeland es Viertligisten gibt, die sich durch deren Verpflichtung verbessern könnten, darf bezweifelt werden.
Stäffelesrutscher 07.04.2018
2.
Lieber Horst Hrubesch, es ist einfach mal an der Zeit, Danke zu sagen. (Auch als Stuttgarter, der 1979 und 1983 gerne selber Meister geworden wäre. Aber das haben wir ja schon 1984 wieder wettgemacht ...)
Papazaca 07.04.2018
3. Ich dachte, der Horst ist mit dem DFB verheiratet ...
Gut, nach dieser Zotte, die nicht nur etwas Wahrheit beinhaltet, eine andere Wahrheit. Hrubesch ist einer der besten deutschen Trainer und hat sehr erfolgreich gearbeitet. Dabei ist er immer sympathisch geblieben. Warum er jetzt an das andere Ende will? Nur zum Urlaub oder ganz? Ich hoffe, wir haben ihn nicht vertrieben. Und ich hoffe auch, das er es sich in seinen letzten Runden richtig gutgehen läßt...
andreasm.bn 08.04.2018
4. es sei ihm gegönnt,....
er hat mehr für den deutschen Fußball geleistet, als so mancher Laptoptrainer es jemals wird tun können. Danke Horst und wenn's vorbei ist, wünsche ich Dir die Ruhe und Gelassenheit die letzten Jahre zu genießen.
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