DFB-Kader Löw nominiert sechs Neulinge für Confed Cup

Bundestrainer Joachim Löw hat seinen Kader für den Confederations Cup im Juni bekannt gegeben. Mit dabei: Hoffenheims Sandro Wagner. BVB-Star Marco Reus fehlt im Aufgebot genauso wie Bremens Max Kruse.

Joachim Löw
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Joachim Löw


Mit sechs Neulingen, darunter der 29 Jahre alte Sandro Wagner von 1899 Hoffenheim, tritt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim Confed Cup in Russland an. Bundestrainer Joachim Löw nominierte in Frankfurt/Main erstmals neben Wagner auch Lars Stindl (Mönchengladbach), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), Kerem Demirbay (Hoffenheim), Amin Younes (Amsterdam) und Diego Demme (Leipzig) für das Turnier vom 17. Juni bis 2. Juli.

"Sandro Wagner hat eine andere Art und Weise zu spielen", sagte Löw über seine überraschendste Entscheidung. Der Hoffenheimer bringe "eine besondere Note" ein und habe "in den letzten zwei Jahren in der Bundesliga viele Tore erzielt."

Dafür erhalten zahlreiche etablierte Kräfte eine Pause. Im Perspektivkader für die WM-Generalprobe stehen nur noch drei Weltmeister: Julian Draxler (Paris), Matthias Ginter (Dortmund) und Shkodran Mustafi Arsenal). Serge Gnabry (Bremen), Jonathan Tah (Leverkusen) und Max Meyer (Schalke) spielen parallel zum Confed Cup für die U21 bei der EM in Polen (16. bis 30. Juni).

"Der Confed Cup ist ein Zwischenstation"

Nicht im Kader sind der Dortmunder Marco Reus und der Wolfsburger Mario Gomez. Auch Max Kruse wurde nicht nominiert. Zuletzt war darüber spekuliert worden, dass Löw dem formstarken Angreifer von Werder Bremen eine Rückkehr ins DFB-Trikot ermöglichen würde. Sein letztes Länderspiel bestritt der 29-Jährige im Oktober 2015.

Der gesamte Kader weist die Erfahrung aus nur 156 Länderspielen (8 Tore) auf. Er wird auch das Länderspiel in Kopenhagen gegen Dänemark am 6. Juni und das WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino vier Tage später in Nürnberg bestreiten.

In Russland trifft die deutsche Mannschaft am 19. Juni in Sotschi zunächst auf Australien, zweiter Gegner in Kasan ist am 22. Juni Chile. Das Gruppenfinale gegen Kamerun wird am 25. Juni wieder in Sotschi gespielt.

"Der Confed Cup ist ein Zwischenstation, wo wir unsere Erfahrungen machen", sagte Löw: "Über allem stehen die WM 2018 und der Weg nach Moskau. Die WM ist das allergrößte Turnier."

DFB-Kader für den Confed-Cup
  • DPA
    Tor: Bernd Leno (Leverkusen), Marc-André ter Stegen (Barcelona), Kevin Trapp (Paris)

    Abwehr: Matthias Ginter (Dortmund), Jonas Hector (Köln), Benjamin Henrichs (Leverkusen), Joshua Kimmich (FC Bayern), Shkodran Mustafi (Arsenal), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), Antonio Rüdiger (AS Rom), Niklas Süle (Hoffenheim)

    Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt (Leverkusen), Emre Can (Liverpool), Kerem Demirbay (Hoffenheim), Diego Demme (Leipzig), Julian Draxler (Paris), Leon Goretzka (Schalke), Sebastian Rudy (Hoffenheim), Lars Stindl (Mönchengladbach), Sandro Wagner (Hoffenheim), Timo Werner (Leipzig), Amin Younes (Amsterdam)

mon/dpa/sid



insgesamt 43 Beiträge
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Seite 1
dagoberto 17.05.2017
1. Na hoffentlich reißen sie...
da nix. Sonst kommt der Bundestrainer in Erklärungsnot.??
ackergold 17.05.2017
2.
Mit diesem Kader wird man es gegen San Marino und Australien schwer haben und Chile zu schlagen dürfte wohl kaum möglich sein.
dieterwassmann7 17.05.2017
3. ConfedCup
Richtig so Jogi ! Was soll dieser Quatsch mit einer Teilnahme am ungeliebten Confed-Cup, Um Russland nicht zu brueskieren schickt man einfach eine neue Mannschaft und schon sind alle Seiten zufrieden. Aber interessieren tut das in Deutschland niemand, selbst wenn es ein Fiasko geben sollte. Es ist eben nur "Konfekt".
Aesir 17.05.2017
4.
Jogi spricht vom Weg nach Moskau: Das ist nie gute ausgegangen, wenn wir uns auf dem Weg nach Moskau machen wollten, nicht wahr?
Shelly 17.05.2017
5. Naja, immerhin
Zitat von AesirJogi spricht vom Weg nach Moskau: Das ist nie gute ausgegangen, wenn wir uns auf dem Weg nach Moskau machen wollten, nicht wahr?
ist die WM im Sommer und nicht im Winter, das könnte für uns von Vorteil sein.
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