DFB-Kader nach dem WM-Debakel Neustart ohne Khedira - und mit drei Neuen

Wochenlang hat Bundestrainer Löw gegrübelt, nun hat er sein Aufgebot für die ersten Länderspiele seit der WM benannt. Sechs Spieler, die noch in Russland dabei waren, wurden gestrichen.

Joachim Löw
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Joachim Löw


Ein Last-minute-Erfolg gegen Schweden, dazu die beiden Niederlagen gegen Mexiko und Südkorea: Titelverteidiger Deutschland hat bei der Endrunde der Fußball-WM 2018 in Russland enttäuscht. Bundestrainer Joachim Löw hat nun seinen ersten Kader nach dem Vorrundenaus der DFB-Auswahl vorgestellt - mit vielen vertrauten Namen, aber auch mehreren Neulingen.

Wenn das deutsche Team am 6. September zum Start der neuen Nations League gegen Weltmeister Frankreich und drei Tage später im Testspiel gegen Peru antritt, werden Thilo Kehrer, Nico Schulz und Kai Havertz erstmals im deutschen Aufgebot stehen.

"Es wird in Zukunft wichtig sein, einen richtigen Mix aus Erfahrung und jungen, dynamischen Spielern zu finden", sagte Löw. Auch Leroy Sané, Jonathan Tah und Nils Petersen sind wieder dabei.

Weltmeister Sami Khedira fehlt dagegen. "Er hat sich auch nach dieser WM in der Verantwortung gesehen", sagte Löw. "Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht mehr nominiere."

Neben Khedira fehlen fünf weitere Spieler, die in Russland dabei waren: Sebastian Rudy, Marvin Plattenhardt, Kevin Trapp sowie Mesut Özil und Mario Gomez, die beide ihre Rücktritte aus dem DFB-Team erklärt hatten.

chh

insgesamt 81 Beiträge
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xcver 29.08.2018
1. kurios
bis zu seinem Ausfall war mir gerade Sebastian Rudy positiv aufgefallen. aber anscheinend nicht Jogi. schade eigentlich.
gandhiforever 29.08.2018
2. Diese Zukunft
Ich halt mich aus dem Streit ueber bestimmte Spieler ganz bewusst raus. "Es wird in Zukunft wichtig sein, einen richtigen Mix aus Erfahrung und jungen, dynamischen Spielern zu finden" Diese Zukunft mit dem richtigen Mix haette schon fuer die WM gelten muessen.
aggro_aggro 29.08.2018
3. Gut
Es ist natürlich schwer vor der Saison Spieler zu beurteilen, aber bei Khedira ist es sicherlich gut, wenn er sich vorerst auf seine Vereinsmannschaft konzentriert. Ob er nochmal zurückkommt muss er über Leistung klären. Özil wäre nach dem schwachen Saisonstart sicher auch aus sportlichen Gründen unsicher. Rudy muss sich nach seinem Reservespielerdasein erst mal als Stammspieler beweisen, der hat andere Prioritäten. Kehrer und Goretzka sollten sich vielleicht auch erstmal auf den Verein konzentrieren, dass sie Leistungsträger werden ist ja kein Selbstläufer. Ansonsten fehlt mir wieder mal Max.
yoda56 29.08.2018
4. Bei jedem deutschen Titel seit 1954, aber...
...auch bei den guten Platzierungen hatten wir einige wenige "Charakterspieler", die die Mannschaft auf dem Feld und auch rund um die Kabine geführt und gesteuert haben. Zuletzt waren es Schweinsteiger, Lahm und vielleicht noch Mertesacker und Klose. Weder 2016 noch 2018 gab es einen einzigen. Kroos, Müller und Hummels waren und sind ungeeignet, Neuer kann das als Torwart auch nicht leisten. Solange sich keine Nachfolger herausbilden, kann ein Bundestrainer umstellen, was er will - gilt für Damenfußball ebenso wie für Handball.
_Mitspieler 29.08.2018
5. In Zukunft???
"Es wird in Zukunft wichtig sein, einen richtigen Mix aus Erfahrung und jungen, dynamischen Spielern zu finden." Hallo?! Das ist es immer und war es auch immer schon und wäre es ab Sommer 2016 nach den Erfolgen der U-21 und der FIFA Confed-Cup-Mannschaft in besonderem Maß gewesen. Dort hätte sich Löw bedienen und eine zukunftssichere Mannschaft formen müssen. Statt frischer, junger, bissiger, unverbrauchter und hochmotivierter Spieler nahm er viele Saturierte und Formschwache mit und verhielt sich selbst analog dieser Spieler. Man ist geneigt, Assoziationen mit Merkelschen Begriffen wie Alternativlosigkeit oder Internet ist Neuland aufkommen zu lassen. Hätte Löw beizeiten die Mannschaft entsprechend verjüngt und politische Störfaktoren als Ballast abgeworfen, anstatt brennenden Nachwuchsspielern die Nominierung zu verweigern, dann hätten wir andere Spiele der Deutschen Mannschaft gesehen. Und lieber verliere ich nach mutigem Kampf und vollem Einsatz als nach resignativer Übertölpelung, Passivität, Mut- und Willenlosigkeit und schierer Unfähigkeit. Das gilt für Mannschaft und Trainer gleichermaßen. Das zu erkennen, muss man nicht Bundestrainer sein. Der gesunde Menschenverstand würde völlig genügen. Wem solche Basisgrundlagen fehlen, wie soll der es denn künftig besser machen?
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