Hamburg - Miroslav Klose verletzt, Mats Hummels verletzt, und dennoch verzichtet Joachim Löw für die WM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan auf personelle Neuerungen. Der Bundestrainer nominierte für die beiden Partien am 22. März in Astana (19 Uhr, ZDF) und am 26. März in Nürnberg (20.45 Uhr, ARD, auch jeweils Liveticker SPIEGEL ONLINE) die bekannten Größen. Damit verzichete Löw auch auf eine Nominierung von Leverkusens Top-Stürmer Stefan Kießling. Einzige nominelle Spitze im Kader ist damit Mario Gomez vom FC Bayern.
"Wir haben vorne im Sturmzentrum genügend Qualität. Ich bin überzeugt, dass wir in der Offensive keine Probleme haben", begründete Löw seinen Kießling-Verzicht. Auch für den Dortmunder Hummels berief er keinen Ersatzmann in seinen 23 Spieler umfassenden Kader. "Für Mats tut es mir leid. Ich drücke ihm die Daumen, dass er so schnell wie möglich wieder spielen kann. Dennoch verfügen wir über eine ganze Reihe von Spielern, die unserem Spiel in der Innenverteidigung die nötige Stabilität geben können", sagte der Bundestrainer. In Frage für die Innenverteidigung kommen Bayerns Jérôme Boateng, Schalkes Benedikt Höwedes, Per Mertesacker vom FC Arsenal und Heiko Westermann vom Hamburger SV.
Nachdem René Adler zuletzt beim Testspiel gegen Frankreich Torwart der DFB-Elf war, wird gegen Kasachstan wieder Manuel Neuer zwischen den Pfosten stehen. "Aktuell ist und bleibt Manuel Neuer die Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft. Die Reihenfolge dahinter ist weiter offen. René Adler hat zuletzt gegen Frankreich seine außergewöhnlichen Qualitäten unter Beweis gestellt. Mit ihm und Ron-Robert Zieler haben wir sehr gute Alternativen", so Löw.
Angeschlagener Podolski mit dabei
Zum Aufgebot gehört auch der zuletzt angeschlagene Lukas Podolski vom FC Arsenal. Der frühere Kölner hatte das Champions-League-Spiel der Londoner beim FC Bayern München (2:0) am Mittwochabend wegen einer Sprunggelenksverletzung verpasst. Nominiert, aber im Hinspiel gelbgesperrt ist Marco Reus von Borussia Dortmund.
Insgesamt setzt Löw auf personelle Kontinuität. 19 der 23 Spieler des aktuellen Kaders waren auch schon bei der EM vergangenen Sommer in Polen und der Ukraine dabei. Mit den Partien gegen Kasachstan geht für die DFB-Auswahl die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien weiter. Zuletzt hatte es im Oktober das dramatische 4:4 gegen Schweden gegeben. In der Gruppe C liegt die noch ungeschlagene Löw-Elf mit zehn Punkten vor Schweden (7 Punkte) und Irland (6) auf Platz eins. Die beiden Verfolger haben allerdings jeweils eine Partie weniger bestritten.
ham/sid/dpa
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