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DFB-Elf

Hummels findet Gruppenbildung "nicht so schlimm"

War eine Spaltung der deutschen Nationalmannschaft der Grund für das WM-Aus? Mats Hummels sieht das weniger dramatisch. Timo Werner wiederum will klare Verhaltensregeln - und nennt Beispiele.

REUTERS

Mats Hummels

Sonntag, 09.09.2018   10:27 Uhr

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Mats Hummels hat die kolportierte Gruppenbildung in der deutschen Nationalmannschaft als "nicht so schlimm" bezeichnet. "Gruppenbildung gab es immer, und sie gibt es auch heute in jeder Mannschaft, genau wie im normalen Leben. Sie ist auch nicht so schlimm", sagte der Profi des FC Bayern in einem Interview der "Welt am Sonntag". Nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der WM in Russland müsse es eher an anderen Stellen Veränderungen geben.

"Das Taktische wird ein großes Thema bei uns sein. Zudem bin ich sicher, dass es uns sehr guttut, wenn wir wieder etwas mehr das sind, was man als volksnah bezeichnet", sagte Hummels, der im Test-Länderspiel gegen Peru am Sonntagabend (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Sinsheim wegen Achillessehnenproblemen pausieren wird.

"Wir wollen uns einige Sachen einfach wieder bewusster machen"

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Vielleicht müsse man "für sich selbst wieder ein anderes Bewusstsein in dieser Hinsicht entwickeln. Wir wollen die Verbindung zu den Fans verbessern. Sie ist nicht weg, doch sie war zuletzt nicht so gut wie vor einigen Jahren", sagte der 29 Jahre alte Innenverteidiger.

Auch Timo Werner äußert sich zum angestrebten Neuanfang. Die stärkere Beachtung von Verhaltensregeln wird nach Meinung des Angreifers zurück zum Erfolg führen. "Wir wollen uns einige Sachen einfach wieder bewusster machen. Das wird uns helfen, die Dinge auf dem Platz wieder zurechtzubiegen", sagte der 22-Jährige vom Bundesligisten RB Leipzig der "Bild am Sonntag".

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Werner räumte ein, die DFB-Auswahl habe zuletzt "gewisse Dinge etwas schleifen lassen". Es solle künftig wieder verstärkt darauf geachtet werden, "dass alle gemeinsam essen. Dass wir danach ein bisschen länger sitzen bleiben und uns unterhalten. Dass das Handy weggelassen wird, bis alle aufgegessen haben", sagte der Profi von RB Leipzig.

bam/sid/dpa

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