DFB-Elf Hummels findet Gruppenbildung "nicht so schlimm"

War eine Spaltung der deutschen Nationalmannschaft der Grund für das WM-Aus? Mats Hummels sieht das weniger dramatisch. Timo Werner wiederum will klare Verhaltensregeln - und nennt Beispiele.

Mats Hummels
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Mats Hummels hat die kolportierte Gruppenbildung in der deutschen Nationalmannschaft als "nicht so schlimm" bezeichnet. "Gruppenbildung gab es immer, und sie gibt es auch heute in jeder Mannschaft, genau wie im normalen Leben. Sie ist auch nicht so schlimm", sagte der Profi des FC Bayern in einem Interview der "Welt am Sonntag". Nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der WM in Russland müsse es eher an anderen Stellen Veränderungen geben.

"Das Taktische wird ein großes Thema bei uns sein. Zudem bin ich sicher, dass es uns sehr guttut, wenn wir wieder etwas mehr das sind, was man als volksnah bezeichnet", sagte Hummels, der im Test-Länderspiel gegen Peru am Sonntagabend (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Sinsheim wegen Achillessehnenproblemen pausieren wird.

"Wir wollen uns einige Sachen einfach wieder bewusster machen"

Vielleicht müsse man "für sich selbst wieder ein anderes Bewusstsein in dieser Hinsicht entwickeln. Wir wollen die Verbindung zu den Fans verbessern. Sie ist nicht weg, doch sie war zuletzt nicht so gut wie vor einigen Jahren", sagte der 29 Jahre alte Innenverteidiger.

Auch Timo Werner äußert sich zum angestrebten Neuanfang. Die stärkere Beachtung von Verhaltensregeln wird nach Meinung des Angreifers zurück zum Erfolg führen. "Wir wollen uns einige Sachen einfach wieder bewusster machen. Das wird uns helfen, die Dinge auf dem Platz wieder zurechtzubiegen", sagte der 22-Jährige vom Bundesligisten RB Leipzig der "Bild am Sonntag".

Werner räumte ein, die DFB-Auswahl habe zuletzt "gewisse Dinge etwas schleifen lassen". Es solle künftig wieder verstärkt darauf geachtet werden, "dass alle gemeinsam essen. Dass wir danach ein bisschen länger sitzen bleiben und uns unterhalten. Dass das Handy weggelassen wird, bis alle aufgegessen haben", sagte der Profi von RB Leipzig.

bam/sid/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
dat_sind_Peanuts 09.09.2018
1. Warum diese Foto?
Einigermaßen guter Journalismus zeichnet sich ja auch dadurch aus, dass Bildmaterial und Text miteinander korrespondieren, sich ergänzen bzw. kommentieren (durchaus auch ironisch). Kann mir jemand erklären, warum Hummels hier als mehr oder weniger Nackter dargestellt ist? Wie stelle ich den Bezug zum Textinhalt her? Als Eyecatcher zum Innehalten und Lesen des Textes fände ich das etwas zu platt.
blue_surfer77 09.09.2018
2. Kein Zusammenhalt
Klingt so, als könnten die sich alle nicht leiden. Hymnensinger gegen Nicht-Hymnensinger, Moslems gegen Nicht-Moslems. Löw hat für mich auf ganzer Linie versagt. Er ist keine Respektsperson. Nicht zu vergleichen mit einem Heynckes oder einem ähnlichem Kaliber. Und wenn es nicht selbstverständlich ist, dass bei gewissen Gelegenheiten das Handy aus bleibt, ist eh nicht mehr zu helfen.
nobiskrug 09.09.2018
3. Einer singt nicht die Hymne
& ein anderer zieht schnell das Trikot aus und stolziert - sich selbst applaudierend - pfauengleich über den Rasen und hätte es geregnet und läge eine Pfütze auf dem Rasen, so hätte man ihm zurufen müssen: Vorsicht, beug Dich nicht hinab, denn beim Betrachten des eigenen makellosen Körpers ist schon mal einer bös abgesoffen...und jetzt ernsthaft: Fußball geht anders, z. B. mit Spaß und Anstrengung
ansv 09.09.2018
4.
Zitat von dat_sind_PeanutsEinigermaßen guter Journalismus zeichnet sich ja auch dadurch aus, dass Bildmaterial und Text miteinander korrespondieren, sich ergänzen bzw. kommentieren (durchaus auch ironisch). Kann mir jemand erklären, warum Hummels hier als mehr oder weniger Nackter dargestellt ist? Wie stelle ich den Bezug zum Textinhalt her? Als Eyecatcher zum Innehalten und Lesen des Textes fände ich das etwas zu platt.
Erstaunlich, dass es solcherlei Kritik nie gibt, wenn eine attraktive Frau abgebildet wird. Gönnen Sie den LeserInnen doch das gleiche Vergnügen - der Artikel selbst ist ja ohnehin nicht besonders inhaltsschwer.
ted.striker 09.09.2018
5. Ähm...ja...
Interessant, dass gleich einige Kommentatoren glauben, dass die Grüppchenbildung an religiösen Unterschieden entstanden ist...Könnte doch auch sein, dass es in der Kabine ein Bayern-Grüppchen, ein Bundesliga-Grüppchen, ein Alteingesessenengrüppchen etc. gibt? Und zu Timo Werner: Ganz genau, dem gemeinen Fan ist wichtig, dass ihr nicht auf euer Handy schaut beim Mittagessen... Ich würde mal sagen, es geht mehr um mangelnden Einsatz...Selbst wenn die Taktik nicht passt, selbst wenn man nicht fit ist, auch wenn der Gegner besser ist- man kann ja immer noch kämpfen und Einsatz zeigen (vielleicht mal ein Spiel von Island gucken, dann versteht ihr vielleicht, was ich meine!). Und wenn die Spieler wirklich nichtmal mehr beim Mittagessen miteinander reden, dann Prost Mahlzeit...Dann ist der Name "Mannschaft" wirklich in jeder möglichen Kombination fehl am Platz
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