DFB-Pokal-Analyse Warum Leverkusen gegen Bayern unterging

In der Liga hat Leverkusen zuletzt zwei Spitzenspiele gewonnen. Im Pokal-Halbfinale erlebte die Werkself ein Debakel. Das lag an der Stärke der Bayern - und einer zu riskanten Entscheidung von Trainer Herrlich.

REUTERS

Von Philip Dehnbostel und


4:1 gegen RB Leipzig, 4:1 gegen Eintracht Frankfurt - zwei starke Auftritte gegen direkte Konkurrenten im Kampf um die Champions-League-Plätze nährten die Hoffnung, dass Bayer Leverkusen im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den national übermächtigen FC Bayern eine Chance haben könnte.

Es blieb eine Hoffnung.

Chancen erspielte sich die Mannschaft von Heiko Herrlich zwar, am Ende wurde sie aber doch nur zum nächsten Opfer der formstarken Münchner. Dass die Werkself mit einem 2:6 die höchste Heimniederlage gegen die Bayern seit über 30 Jahren kassierte, lag natürlich an der Dominanz des Gegners. Aber die grafische Analyse zeigt, dass auch Trainer Herrlich seinen Anteil am Debakel hatte.

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swf3 18.04.2018
1. In Leverkusen
wurschteln Völler und Schade seit Jahren ohne erkennbare Strategie, mit viel Geld in den Händen, herrum. Selbst wenn Bayer die CL schafft fragt man sich, was die da eigentlich wollen? Mit einem Etat wie bei Bayer muss mehr drin sein als eine Trainingsmannschaft für den FC Bayern zu sein.
herhören 18.04.2018
2. Uninteressant
Fußball auf nationaler Ebene ist komplett uninteressant geworden. Bayern München ist in den Möglichkeiten finanzieller Natur so weit weg vom Rest der Liga, daß es für alle anderen kaum Sinn macht, weiter gegen diesen Verein anzutreten. Neben einem guten Management hat dies sicher auch damit zu tun, daß die gesamte Großindustrie sich auf das Sponsoring eines Vereins geeinigt hat und der DFB seine schützende Hand darüber hält. Die konsequente Schwächung der Ligagegner per Einkauf aller talentierten Leute, ob gebraucht oder nicht, tut ein Übriges. Auf Dauer schadet das dem Fußball, weil Langeweile tötlich ist. Die DFL sollte hierüber, vielleicht mit einem Blick nach Italien, nachdenken.
j.cotton 18.04.2018
3. Nun ja
Zitat von herhörenFußball auf nationaler Ebene ist komplett uninteressant geworden. Bayern München ist in den Möglichkeiten finanzieller Natur so weit weg vom Rest der Liga, daß es für alle anderen kaum Sinn macht, weiter gegen diesen Verein anzutreten. Neben einem guten Management hat dies sicher auch damit zu tun, daß die gesamte Großindustrie sich auf das Sponsoring eines Vereins geeinigt hat und der DFB seine schützende Hand darüber hält. Die konsequente Schwächung der Ligagegner per Einkauf aller talentierten Leute, ob gebraucht oder nicht, tut ein Übriges. Auf Dauer schadet das dem Fußball, weil Langeweile tötlich ist. Die DFL sollte hierüber, vielleicht mit einem Blick nach Italien, nachdenken.
Das Sponsoring von Bayer durch die (Groß)Chemie ist ja auch nicht ganz ohne, und die finanzielle Stärke wohl auch eine der größten der Liga. Alles Kriterien, die Sie den Bayern ankreiden... (Das Problem, weil Bayer ein n fehlt?)
joerg.thomsen 18.04.2018
4. Leverkusen kein Verein für große Sprünge
Seit über 20 Jahren schau ich mir dieses Elend nun schon an und werde immer wieder bestätigt. Leverkusen kann keine Entscheidungsspiele gewinnen. 2000 das Debakel in Unterhaching. 2002 die Krönung des Versagens, drei Finalspiele vergeigt. Und selbst noch 2009 im Halbfinale gegen München gewonnen, dann aber, wie immer halt, im Finale gegen Bremen abgekackt. Dann doch lieber gleich im Halbfinale gegen den Favoriten ausscheiden als gegen einen vermeintlich schwachen Gegner im Finale zu verlieren. Woran liegt's? Es ist sicherlich auch eine Spur des fehlenden Ehrgeizes, den die Bayern nie verlieren. Sie sehen sich als Vertreter nicht nur einer der großen Metropolen Europas , sondern gleich eines ganzes Bundeslandes. Systematisch haben es die Bayern verstanden ihre Monopolstellung mit einer gesunden Prise bayerischer Amigo-Kriminalität (nicht umsonst haben die gleich mehrere Vorbestrafte in ihrem Vorstand sitzen) wirtschaftlich und sportlich auf der Höhe zu halten. Spieler die von der "Mia san Mia" Gehirnwäsche infiziert werden sind halt auch anders drauf als jemand, der für eine kleine Industriestadt mit 160.000 Einwohnern ohne Ambiente und Flair spielen muss. Sportlichen Ehrgeiz entwickelt man da nur, weil man weiß, das Leverkusen als eine Art Kaderschmiede für die Bayern gilt, siehe Lucio, Sergio, Ballack, Vidal, usw.
kmg87 18.04.2018
5.
Zitat von herhörenFußball auf nationaler Ebene ist komplett uninteressant geworden. Bayern München ist in den Möglichkeiten finanzieller Natur so weit weg vom Rest der Liga, daß es für alle anderen kaum Sinn macht, weiter gegen diesen Verein anzutreten. Neben einem guten Management hat dies sicher auch damit zu tun, daß die gesamte Großindustrie sich auf das Sponsoring eines Vereins geeinigt hat und der DFB seine schützende Hand darüber hält. Die konsequente Schwächung der Ligagegner per Einkauf aller talentierten Leute, ob gebraucht oder nicht, tut ein Übriges. Auf Dauer schadet das dem Fußball, weil Langeweile tötlich ist. Die DFL sollte hierüber, vielleicht mit einem Blick nach Italien, nachdenken.
Im das gleiche Gerede. Dortmund hatte nach den ganzen Verkäufen einen Sack voller Geld. Und was haben sie daraus gemacht? Nichts. Zudem: Auch Dortmund, Wolfsburg und Schalke bekommen durch Sponsoren hohe Millionenbeträge rein. Soll die Telekom jetzt zum SC Freiburg gehen, für denen sich deutschlandweit ein Bruchteil der Menschen interessiert und die gleiche Summe wie dem FC Bayern zahlen? Das wäre ja völlig absurd. Zudem 2: Einem Verein vorzuwerfen, die besten Leute zu kaufen, ist völlig plemplem. Wer kauft den bitte absichtlich schlechtere Spieler als er bekommen kann?
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