DFB-Pokal: Bayerns B-Elf gewinnt gegen Kaiserslautern

Der FC Bayern steht nach einem lockeren Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern im Achtelfinale des DFB-Pokals. Wolfsburg zeigte auch im zweiten Spiel nach dem Abgang von Felix Magath eine gute Leistung und gewann gegen den FSV Frankfurt. Düsseldorf setzte sich in der Verlängerung gegen Gladbach durch.

2. DFB-Pokal-Runde: Bayern ohne Mühe, Wolfsburg weiter Fotos
DPA

Hamburg - Dass Bundesliga-Spieler über Kondition, Taktikverständnis und eine gute Technik verfügen sollten, ist klar. Die Profis der noch im Pokal verbliebenen Teams aus der ersten Liga scheinen darüber hinaus noch über eine weitere Eigenschaft zu verfügen: Lernfähigkeit. Waren in der ersten Runde des DFB-Pokals gleich sechs Erstligisten gegen unterklassige Teams rausgeflogen, blieben in der zweiten Runde Überraschungen aus.

Bayern München gewann gegen den FC Kaiserslautern (4:0), Wolfsburg setzte sich gegen den FSV Frankfurt durch (2:0). Im Rheinderby feierte Düsseldorf einen 1:0-Sieg in der Verlängerung gegen Gladbach. Dresden zwang Hannover ins Elfmeterschießen, unterlag dort aber.

Zuvor hatten sich Stuttgart (3:0 gegen St. Pauli) und Leverkusen (3:2 n.V. gegen Bielefeld) durchgesetzt. Ebenfalls siegreich war Drittligist Kickers Offenbach, der Union Berlin bezwang. Auch der Karlsruher SC konnte jubeln.

In München forderte der 1. FC Kaiserlautern den FC Bayern beim 4:0 (2:0)-Sieg der Münchner kaum, dennoch hat der Abend dem Rekordmeister eine neue Erkenntnis beschert: Auch auf die Ersatzspieler ist in dieser Saison Verlass, Rotation bedeutet nicht gleich Qualitätsverlust. Trainer Jupp Heynckes hatte Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger gar nicht erst in den Kader berufen. Im Tor gönnte der Coach Manuel Neuer eine Pause, der ebenso wie die zuletzt gesetzten Dante, Mario Mandzukic, Thomas Müller und Toni Kroos auf der Reservebank Platz nehmen sollte. Franck Ribéry, Holger Badstuber und Mario Gomez fehlten verletzt. So waren Jerômé Boateng und David Alaba die einzigen Stammspieler, die gegen den Zweitligisten aufliefen.

Dass Arjen Robben nach überstandener Verletzung bald wieder gesetzt sein dürfte, deutete der Niederländer mit einer starken Leistung an. Er bereitete den Führungstreffer von Claudio Pizarro (11. Minute) vor und traf selbst zum 2:0 und 4:0 (49./88.). Den dritten Bayern-Treffer hatte ebenfalls Pizarro erzielt (58.).

Der FCK blieb fast gänzlich ungefährlich, Mohamadou Idrissou scheiterte an Neuer-Ersatz Tom Starke (16. Minute), Steven Zellner traf nur den Außenpfosten (26.). Viel mehr brachten die Gäste nicht zustande.

Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach 1:0 n.V. (0:0, 0:0)

Borussia Mönchengladbach spielte im Rheinderby eigentlich gegen elf Fortuna-Profis. Das größte Hindernis auf dem Weg ins Pokal-Achtelfinale aber war lange die schwache Chancenverwertung der Borussia. Havard Nordtveit (4.) und Martin Stranzl (5.) scheiterten schon in der Anfangphase knapp. Fünf Minuten später traf Igor de Camargo allein vor dem Tor den Ball nicht richtig, auch Patrick Herrmann versagten die Nerven (21.). Düsseldorf blieb fast die gesamte Spielzeit über harmlos. Acht Minuten vor dem Ende rutschte Juan Arango im Strafraum weg und fiel Robbie Kruse vor die Beine, dieser ließ sich dankbar fallen. Doch Jens Langenke scheiterte mit seinem Elfmeter an Gladbach-Keeper Marc-André ter Stegen. Das Spiel ging in die Verlängerung. Dort wurde Nando Rafael zum gefeierten Siegtorschützen (97.).

VfL Wolfsburg - FSV Frankfurt 2:0 (0:0)

Felix Magath ist weg - und beim VfL Wolfsburg läuft's. Nach dem 4:1-Sieg in der Liga gegen Düsseldorf folgte nun ein 2:0 (0:0) gegen den FSV Frankfurt. Von Beginn an feierten die Zuschauer Interimscoach Lorenz-Günther Köstner mit Sprechchören, doch der VfL tat sich schwer. In der 19. Minute hätte Diego das 1:0 erzielen können, doch der brasilianische Spielmacher verwertete ein Zuspiel von Ivica Olic aus kurzer Distanz nicht.

Besser klappte das Zusammenspiel nach der Pause, als Diego eine Ablage des Kroaten ins Tor grätschte (51.). Zehn Minuten später spielte der Brasilianer Bas Dost frei, der auf 2:0 erhöhte.

Hannover 96 - Dynamo Dresden 4:3 i.E. (1:1, 1:1)

Die Partie sorgte schon für Aufregung, ehe der Ball überhaupt rollte. Die Polizei nahm nach Krawallen 15 Dynamo-Fans in Gewahrsam, als die Anhänger der 96er anzugreifen versuchten. Fans beider Mannschaften zündeten zudem vor dem Anpfiff und mit Beginn des Spiels in ihren jeweiligen Blöcken zahlreiche Bengalos. Nun drohen empfindliche Strafen.

Auf dem Rasen mühte sich Hannover gegen den Zweitligisten. Stürmer Mame Diouf brachte 96 in der 15. Minute in Führung, ehe Romain Bregerie mit einem sehenswerten Freistoß aus 22 Metern den Ausgleich erzielte (28.). In der zweiten Hälfte fielen keine Tore, die Mannschaften mussten in die Verlängerung. Da es auch nach 120 Minuten noch 1:1 stand, folgte das Elfmeterschießen. Dort wurde 96-Keeper Ron-Robert Zieler mit zwei gehaltenen Elfmetern zum gefeierten Helden. Auch nach dem Abpfiff sorgten Fans für unschöne Szenen und stürmten den Platz, die Sicherheitskräfte bekamen die Situation aber schnell wieder in den Griff.

luk

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1.
Uzala 31.10.2012
Zitat von sysopDPADer FC Bayern steht nach einem lockeren Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der VfL Wolfsburg zeigte auch im zweiten Spiel nach dem Abgang von Felix Magath eine gute Leistung und gewann gegen den FSV Frankfurt. Zwei Spiele gingen in die Verlängerung. http://www.spiegel.de/sport/fussball/dfb-pokal-b-bayern-gewinnen-gegen-kaiserslautern-a-864598.html
Ich bin zwar denkbar weit davon entfernt, Dynamo-Sympathisant zu sein, aber mir als durchschnittlich informiertem Fußballlaien kam es so vor, als wäre Zieler jedes Mal zu früh rausgekommen; zumindest sehr grenzwertig. Naja egal, Spiel is aus.
2. Immer diese Schlagzeilen...
antingliebhaber 01.11.2012
Zitat von sysopDPADer FC Bayern steht nach einem lockeren Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der VfL Wolfsburg zeigte auch im zweiten Spiel nach dem Abgang von Felix Magath eine gute Leistung und gewann gegen den FSV Frankfurt. Zwei Spiele gingen in die Verlängerung. http://www.spiegel.de/sport/fussball/dfb-pokal-b-bayern-gewinnen-gegen-kaiserslautern-a-864598.html
koennte mal jemand erwaehnen, dass Kaiserslautern verletzungsbedingt auch nur mit der "B"-Elf aufgelaufen ist? Ausfaelle sind fuer Lautern sicher schwerer zu verkraften als fuer Muenchen. Aber ja, Bayern hat mit der"B"-Elf locker gewonnen. Herzlichen Glueckwunsch
3. Da kann man nur gratulieren.....
crowjoke 01.11.2012
Zitat von sysopDPADer FC Bayern steht nach einem lockeren Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der VfL Wolfsburg zeigte auch im zweiten Spiel nach dem Abgang von Felix Magath eine gute Leistung und gewann gegen den FSV Frankfurt. Zwei Spiele gingen in die Verlängerung. http://www.spiegel.de/sport/fussball/dfb-pokal-b-bayern-gewinnen-gegen-kaiserslautern-a-864598.html
...und zwar dem DFB. Das offensichtliche Ziel, den Erstligavereinen das Weiterkommen zu erleichtern, wurde diesmal voll und ganz erfüllt. Nun bin ich als Anhänger eines der Zweitligavereine, die auswärts bei einem Erstligisten antreten mussten und das erwartbare Ergebnis kassiert haben sicher alles andere als unparteiisch. Aber welchen Sinn hat es, wenn wirtschaftlich und sportlich ohnehin hinterhängende Clubs wie der FCK oder St.Pauli auswärts bei den Bayern oder Stuttgart antreten müssen? Pokalüberraschungen passieren in aller Regel dann, wenn der nominell unterlegene Club zuhause antreten darf, die Zuschauer hinter sich weiss und plötzlich ungeahnte Kräfte freiwerden. Nun kann man argumentieren, dass Zweitligavereine ja auch zum Profibereich gehören. Wenn man sich aber die Diskrepanz in der finanziellen Verteilung ansieht, ist die zweite Liga doch mittlerweile so weit hinter der 1.Liga, dann wäre es in der Tat angebracht, die althergebrachte Regel, dass bei 2. gegen 1. Liga das Heimrecht nach dem Losentscheid geht, über den Haufen zu werfen und dem unterklassigen Verein grundsätzlich das Heimrecht zu gewähren. Oder ist die Angst im DFB zu gross, dass den Erstligisten durch eine Neuregelung zu viel Geld verloren geht?
4. Klare Regelverstöße von Zieler!
rolo 01.11.2012
In den DFB-Regeln zum Elfmeterschiessen steht klar und eindeutig, dass der Torhüter die Torlinie erst Richtung Schütze verlassen darf, wenn dieser den Ball getreten hat. Verlässt der Torhüter die Linie früher, ist der Elfmeter zu wiederholen, sofern der Torhüter ihn gehalten hat. Im Elfmeterschiessen Hannover gegen Dresden hat Hannovers Torhüter Zieler im Gegensatz zu Dresdens Fromlowitz praktisch bei jedem Elfer klar erkennbar gegen diese Regel verstossen, sich damit einen deutlichen Vorteil verschafft und so zwei Schüsse gehalten. Die Schiris hatten alle Zeit der Welt, die klaren Regelverstösse zu erkennen und durch Wiederholung zu ahnden. Aber was passierte? Nichts.. Zieler durfte sich zu Unrecht als Matchwinner feiern lassen. Dem sonst so pingeligen DFB scheint diese Regel im eigenen Recht einfach nicht bekannt oder schlicht schnurz zu sein. Es war ja nicht das erste Mal in letzter Zeit, dass sie erkennbar ignoriert wurde - eine Instruktion der Schiris zur besseren Beachtung wäre also längst möglich und auch nötig gewesen..!
5. Toll
SieLebenWirSchlafen 01.11.2012
Zitat von sysopDPADer FC Bayern steht nach einem lockeren Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der VfL Wolfsburg zeigte auch im zweiten Spiel nach dem Abgang von Felix Magath eine gute Leistung und gewann gegen den FSV Frankfurt. Zwei Spiele gingen in die Verlängerung. http://www.spiegel.de/sport/fussball/dfb-pokal-b-bayern-gewinnen-gegen-kaiserslautern-a-864598.html
Und nun? Wie wärs, wenn auch mal über die restlichen Vereine eine ausgewogene - und neutrale - Berichterstattung stattfinden würde? erinnert irgendwie an damals ...
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DFB-Pokal: Stuttgart lässt St. Pauli keine Chance

2. Runde DFB-Pokal
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Fortuna Düsseldorf - Bor. Mönchengladbach 1:0

ERSTE LIGA - ZWEITE LIGA
Hannover 96 - Dynamo Dresden 4:3 n.E.
FC Schalke 04 - SV Sandhausen 3:0
VfR Aalen - Borussia Dortmund 1:4
Bayern München - 1. FC Kaiserslautern 4:0
FSV Mainz 05 - Erzgebirge Aue 2:0
Eintracht Braunschweig - SC Freiburg 0:2
VfL Wolfsburg - FSV Frankfurt 2:0
VfB Stuttgart - FC St. Pauli 3:0

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Arminia Bielefeld - Bayer Leverkusen 2:3 n.V.
Preußen Münster - FC Augsburg 0:1

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