6:2-Erfolg in Leverkusen Furiose Bayern ziehen ins Pokalfinale ein

Die nächste Machtdemonstration des Rekordsiegers: Bayern München ist nach einer starken Vorstellung ins DFB-Pokal-Endspiel eingezogen. Thomas Müller gelang dabei ein Hattrick.

REUTERS

Bayern München steht zum fünften Mal in den vergangenen sieben Jahren im Finale des DFB-Pokals. Der Rekordsieger gewann bei Bayer Leverkusen 6:2 (2:1). Zwei frühe Tore durch Robert Lewandowski (3./9.) ebneten den Weg ins Endspiel. Nach dem Anschlusstreffer durch Lars Bender (16.) erzielten Thomas Müller (52./64./79.) und Thiago (61.) die weiteren Bayern-Tore. Leon Bailey traf für Leverkusen per Freistoß (72.).

Die Partie in Leverkusen zeigte, was den Gastgebern momentan noch zu einem Spitzenteam fehlt. Wie schon in der Liga gestaltete Bayer das Spiel über eine Halbzeit lang offen, doch der Meister erwies sich als deutlich effizienter.

Fotostrecke

9  Bilder
DFB-Pokal: Der Triple-Traum lebt weiter

Bayern erwischte einen Traumstart: Javi Martínez' Schuss aus 16 Metern wurde von Lewandowski ins Tor gelenkt, nachdem Müller zuvor per Kopf an Bernd Leno gescheitert war (3. Minute). Nur wenige Minuten später schlug es ein weiteres Mal im Tor der Gastgeber ein: Franck Ribery setzte Lewandowski nach einer schönen Einzelaktion in Szene, der Pole verwertete die Flanke des Franzosen problemlos (9.).

Bayer knüpfte in der Offensive zunächst an die starken Leistungen aus der Bundesliga an: Lars Bender konnte per Kopf verkürzen und sorgte somit wieder für Spannung (16.). Sven Ulreich bewahrte sein Team gleich zweimal vor dem Ausgleich: Karim Bellarabi scheiterte zunächst vor der Pause mit einem Distanzschuss (38.) und nach Wiederbeginn aus kurzer Distanz am Ersatzmann von Manuel Neuer (49.)

Die Bayern demonstrierten dann auf der anderen Seite, warum sie im deutschen Fußball eine Klasse für sich darstellen: Müller (52.), Thiago (61.) und erneut Müller (64.) sorgten binnen zwölf Minuten für ein Leverkusener Debakel. Durch seinen letzten Treffer in der 78. Minute zog Müller mit nun 27 Pokaltoren an Karl-Heinz Rummenigge vorbei. An der Spitze des Klubs liegt Gerd Müller mit 78 Treffern.

Bayer Leverkusen - Bayern München 2:6 (1:2)
0:1 Lewandowski (3.)
0:2 Lewandowski (9.)
1:2 Lars Bender (16.)
1:3 Müller (52.)
1:4 Thiago (61.)
1:5 Müller (64.)
2:5 Bailey (72.)
2:6 Müller (78.)
Leverkusen: Leno - Lars Bender, Tah, Sven Bender, Retsos (46. Bailey) - Baumgartlinger (61. Alario), Aránguiz - Havertz, Brandt, Bellarabi (67. Henrichs) - Volland. - Trainer: Herrlich
München: Ulreich - Kimmich, Jerome Boateng, Hummels, Alaba (46. Rafinha) - Martinez - Thomas Müller (80. Rodríguez), Thiago (85. Süle) - Robben, Ribery - Lewandowski. - Trainer: Heynckes
Schiedsrichter: Daniel Siebert
Zuschauer: 30.210
Gelbe Karten: Retsos, Aranguiz - Boateng

bam



insgesamt 27 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
schlunzepunz 17.04.2018
1. Arbeitseinstellung top
Etwas mehr Spannung wäre zwar schön gewesen aber man muss mal neidlos und respektvoll anerkennen, daß Bayern hochverdient gewonnen hat. Vor allem die Arbeitseinstellung ist beeindruckend. Anstatt ein 3:1 zu verwalten, wurde weiterhin intensiv nach vorne gespielt. Der Ausgang der Bayernspiele mag für viele langweilig sein aber man kann dem FCB keineswegs vorwerfen, nicht unterhaltsam zu sein.
doppelnass 17.04.2018
2. Großartig
Tolles Spiel von beiden Mannschaften. Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg. Leverkusen hat super gespielt, Bayern vorm Tor eiskalt.
skeptikerjörg 17.04.2018
3. That's life
Wer gegen die Bayern seine eigenen Riesenchancen (Volland, Bellarabi 2x) nicht nutzt und gleichzeitig durch Abwehrchaos bzw. Null Zuordnung den Bayern so einfache Tore ermöglicht, der darf sich nicht wundern, wenn er vom Platz geschossen wird - auch vom eigenen. Ich hoffe mal ganz egoistisch, dass Leverkusen am Samstag genauso ineffizient spielt, wie sie es heute taten.
olsen59 17.04.2018
4. Gähn .....
...... ja, toll, super - wer sich über diese Übermacht noch freuen kann. Bezeichnend war der ARD-Reporter, der schon nach 10 Minuten anfing, das Spiel spannend zu reden ("gegen Werder lagen sie auch 0:2 zurück"), damit ihm nicht noch mehr Zuschauer aus Langeweile wegschalten. Das wird früher oder später ein Problem auch für die Bayern, denn Fußball lebt wie jede Sportart vom Wettkampf und einem mehr oder weniger offenen und damit spannenden Ausgang. Wenn man schon vorher weiß, wie´s ausgeht, wird das zunehmend weniger Leute interessieren. Und ein einigermaßen mithaltender Konkurrent, der die Bayern auch mal fordern könnte, wäre auch für die nicht so verkehrt. Mal schauen, was nächste Woche so passiert .....
swf3 17.04.2018
5. Schwach
von Viezekusen. Stark von den Münchenern. Völler und Schade sollten ausgetauscht werden. Mit den vorhandenen Mitteln erreicht Bayer einfach zu wenig.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.