DFB-Pokal Bayern und BVB problemlos weiter

Die große Pokal-Überraschung ist ausgeblieben: Bayern München und Borussia Dortmund haben die nächste Runde souverän erreicht. Auch die übrigen Erstligisten setzten sich durch.

DPA

Die Favoriten haben sich bei den Partien der 1. DFB-Pokalrunde am Samstagnachmittag ohne größere Schwierigkeiten durchgesetzt. Bayern München reichte ein lockeres 5:0 beim Chemnitzer FC zum Weiterkommen, Borussia Dortmund hatte beim 4:0-Erfolg beim Verbandsligisten FC Rielasingen-Arlen keine große Mühe. Die Erstligisten 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, SC Freiburg und Mainz 05 wurden ihrer Favoritenrolle ebenfalls gerecht.

Der FC Bayern, der in Chemnitz ohne den angeschlagenen Neuzugang James Rodriguez antrat, konnte sich wieder einmal auf Robert Lewandowski verlassen. Der Pole traf per Freistoß Mitte der ersten Halbzeit zum 1:0. Auch das 3:0 nach der Pause ging auf sein Konto.

Der Rekordmeister war mit den ehemaligen Hoffenheimern Niklas Süle und Sebastian Rudy in die Partie gegangen, auch der Franzose Corentin Tolisso gehörte der Startformation an. Vor allem Rudy machte auf dem Feld einen starken Eindruck, allerdings waren die Gastgeber in der Offensive auch wenig präsent. Die Bayern hatten das Spiel von Beginn an im Griff und unterließen zunächst nur das hinreichende Toreschießen.

Das änderte sich kurz nach dem Wechsel, als Kinglsey Coman nach schöner Vorarbeit von Franck Ribéry die Partie mit dem 2:0 entschied. Lewandowski schloss dann endgültig den Deckel über der Partie. Franck Ribéry traf zehn Minuten vor dem Ende per Freistoß zum 4:0. Den Schlusspunkt setzte Mats Hummels mit Kopf.

Aubameyang mit dem Dreierpack

Borussia Dortmund hatte bei seiner Pokalpartie einmal 90 Minuten zum Durchschnaufen, ohne auf das Dauerthema Ousmane Dembéle angesprochen zu werden. Vor dem Spiel war das noch anders: Trainer Peter Bosz hatte im Sky-Interview angekündigt, man werde am Sonntag entscheiden, wie man mit dem wechselwilligen und derzeit suspendierten Franzosen umgehen werde.

Im Spiel wurde Dembelé gegen den harmlosen Amateurligisten nicht gebraucht. Marc Bartra brachte den BVB früh in Führung, kurz vor der Pause machte Pierre-Emerick Aubameyang per Foulelfmeter alles klar. Aubameyang war es dann auch, der das 3:0 und das 4:0 besorgte. Es war eine bessere Trainingsübung für den Titelverteidiger.

Der 1. FC Köln hatte keine Probleme mit der Erstrundenhürde, dem Leher TV und gewann 5:0. In Bremerhaven sorgten Bittencourt und Freddie Sörensen schon vor dem Wechsel für klare Verhältnisse, Neuverpflichtung Jhon Cordoba erhöhte per Elfmeter kurz nach der Pause auf 3:0, Simon Zoller und Sehrou Guirassy trafen auch noch.

Pokalfinalist Eintracht Frankfurt hatte beim 3:0-Sieg bei der TuS Erndtebrück eine Schrecksekunde zu überstehen, als Innenverteidiger David Abraham nach einer Notbremse vom Platz musste. Trotz der Unterzahl setzte sich die Eintracht durch, Timothy Chandler sorgte für das 1:0, Mijat Gacinovic vollendete nach 70 Minuten zum zweiten Treffer. Sebastien Haller traf zum 3:0.

Mainz musste ein bisschen zittern

Ein Gegentor kassierte immerhin Mainz 05 beim Lüneburger SK. Felix Vobejda erzielte nach einer halben Stunde das 1:1, nachdem die Gäste früh durch Yoshinori Muto in Führung gegangen waren. Die Euphorie der Lüneburger hatte allerdings nicht lange Bestand, Daniel Brosinski stellte mit einem Foulelfmeter die Führung zur Halbzeit wieder her. Muto erhöhte nach dem Wechsel auf 3:1. Das war auch der Endstand.

Beim 2:1-Erfolg des SC Freiburg bei Germania Halberstadt waren alle Augen auf Freiburgs Stürmer Nils Petersen gerichtet, schließlich wird Halberstadt von Petersens Vater betreut. Im Familienduell hatte der Sohn die Nase vorn, Petersen erzielte nach 34 Minuten die Freiburger Führung, Nicolas Höfler baute den Vorsprung noch vor dem Pausenpfiff zum 2:0-Halbzeitstand aus. Kurz vor Schluss sorgte Halberstadt mit dem Anschlusstreffer durch Hübner noch für ein wenig Spannung.

Favoritenerfolge gab es auch bei den Spielen ohne Erstligabeteiligung. Der 1. Kaiserslautern gewann 4:0 beim SV Eichede, die Spielvereinigung Unterhaching unterlag dem 1. FC Heidenheim 0:4.

aha



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Seite 1
Turbo 12.08.2017
1. Volle Identifikation mit dem Verein
Wieso benötigt Aubameyang nach 4 Jahren in der Bundesliga eigentlich immer noch einen Dolmetscher, um einen Satz zu sagen, "wir sind zufrieden mit dem Ergebnis". Ein klares Bekenntnis zum Arbeitgeber hat er dann selbst in seiner Muttersprache nicht über die Lippen gebracht. Echte Liebe, echte Identifikation. Erschreckend.
vera gehlkiel 12.08.2017
2.
Über diesen Beitrag gehört kein Bild der sich gratulierenden Bayern, sondern eins der wackeren Halb- oder Voll- Amateure, die gegen sie antraten. Und wenn man eine taktische Analyse bringt, sollte es darum gehen, wie die unterklassigen Mannschaften versucht haben, die Stars in den Griff zu bekommen. Sprich, die erste Runde im DFB-Pokal sollte ganz den Underdogs gehören. Natürlich ist sowas ein "besseres Trainingsspiel" für einen schwer reichen Proficlub, wobei Ausnahmen nur die Regel bestätigen. Wahrscheinlich ist es, im Bezug auf den reinen Trainingseffekt, sogar ein schlechteres, denn in der Regel werden sie einen so bestmöglich gepflegten Rasen wie auf dem eigenen Trainingsgelände bei einem der Amateure mit Heimrecht niemals vorfinden. Spannend, wenn man mal bei einer solchen Begegnung vor Ort sein kann, wie die verschiedenen Superspieler sich dann durchkämpfen müssen, und die anderen dafür einen Grossteil des Vergnügens an dieser Veranstaltung haben. Das hat etwas vom anarchistischen Geist, der zum Beispiel den Karneval früher mal beseelt haben soll, finde ich!
rosagallica 12.08.2017
3. Ribery gehört vom Platz!
Die Unverschämtheit Frau Steinhaus den Schnürsenkel aufzuziehen gehört für mich mit einer roten Karte und einer Sperre für mehrere Spiele bestraft. Das war eine grobe Missachtung der Schiedsrichterin und der Tatsache das es sich um eine Frau handelt! Bei einem Mann hätte er sich das nie und nimmer erlaubt.
gibmichdiekirsche 12.08.2017
4.
Zitat von TurboWieso benötigt Aubameyang nach 4 Jahren in der Bundesliga eigentlich immer noch einen Dolmetscher, um einen Satz zu sagen, "wir sind zufrieden mit dem Ergebnis". Ein klares Bekenntnis zum Arbeitgeber hat er dann selbst in seiner Muttersprache nicht über die Lippen gebracht. Echte Liebe, echte Identifikation. Erschreckend.
Auba spricht mindestens so so gutes Deutsch wie es mancher Forist hier schreibt. Der Dolmetscher ist nur für den Fall in der Nähe, dass er ggf. schwierig zu beantwortende Fragen sicherheitshalber in seiner Muttersprache beantwortet, um nicht hinterher von Leuten, die immer ein Haar in der Suppe suchen, falsch zitiert oder willkürlich missverstanden zu werden. Und warum sollte er ein Bekenntnis ablegen? Damit Sie nicht erschrecken? Davon abgesehen gab er drei klare Statements auf dem Platz ab.
allster 12.08.2017
5. Bayern top!
Meine Bayern spielen sich so langsam ein: 5Tore gegen einen Drittligisten, saubere Interviews ohne Dolmetscher und keine verschollenen Spieler. Passt . Einziger Wermutstropfen waren die Beleidigungen durch Chemnitzer Fans,die ohne Hirn und Verstand geträllert wurden.
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