Debakel abgewendet Witsel und Reus retten Dortmund vor Pokal-Aus

Der BVB hat beim Debüt von Trainer Lucien Favre glücklich nach Verlängerung gegen Zweitligist Greuther Fürth gewonnen. Die entscheidenden Treffer fielen jeweils in der Nachspielzeit.

Marco Reus (r.), Axel Witsel
Bongarts/Getty Images

Marco Reus (r.), Axel Witsel


Was für ein Fußballabend: Bis zur fünften Minute der Nachspielzeit sah es so aus, als sollte Borussia Dortmund in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Zweitligist Greuther Fürth ausscheiden. Sebastian Ernst hatte die Gastgeber in Führung gebracht (77. Minute). Dank eines Last-Minute-Treffers von Sommerzugang Axel Witsel (90.+5) erreichte der BVB die Verlängerung, in der Marco Reus für die Entscheidung sorgte (120.+1).

Dortmund begann mit drei Neuen in der Startelf (Abdou Diallo, Thomas Delaney, Marius Wolf) und einer Vierfachchance in der achten Spielminute: Marcel Schmelzer schoss gleich zweimal auf das Fürther Tor, kam aber an Keeper Sascha Burchert nicht vorbei. Im Anschluss versuchten es Mario Götze und Mahmoud Dahoud, beide wurden geblockt. Zwei weitere gute Szenen zeigte Marco Reus (23., 32., Freistoß), doch Keeper Burchert rettete den Hausherren das Remis. Die größte Möglichkeit der Fürther hatte Maximilian Wittek, der den Ball aus 25 Metern knapp über die Latte schoss (36.).

Fürther Spieler nach der Niederlage
REUTERS

Fürther Spieler nach der Niederlage

Zu Beginn der zweiten Hälfte spielte die Spielvereinigung aktiver als die Gäste - und nutzte ihre erste große Möglichkeit zum Führungstreffer: Mohr flankte von links an den zweiten Pfosten, Daniel Keita-Ruel legte den Ball ab für Ernst, der aus kurzer Distanz einschob (77.). Witsel bewahrte die Dortmunder mit seinem Treffer in der fünften Minute der Nachspielzeit vor dem vorzeitigen Pokal-Aus. In der ersten Minute der Nachspielzeit der Verlängerung traf Reus mit dem rechten Fuß aus der Strafraummitte oben rechts ins Fürther Tor - und sorgte damit für die Entscheidung.

Fürth musste ohne ihren Trainer Damir Buric auskommen. Der Coach stand aufgrund eines Trauerfalls in der Familie nicht an der Seitenlinie. Die beiden Co-Trainer Oliver Barth und Petr Ruman vertraten Buric.

Nach Dortmunds Last-Minute-Sieg sind Titelverteidiger Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart als einzige Erstligisten aus der ersten Pokalrunde ausgeschieden. Wie der BVB rettete sich auch der SC Freiburg beim Drittligisten Cottbus erst in der Nachspielzeit in die Verlängerung und setzte sich dann 7:5 nach Elfmeterschießen durch. Hertha BSC gewann zuvor 2:1 (1:0) gegen Eintracht Braunschweig.

SpVgg Greuther Fürth - Borussia Dortmund 1:2 (0:0)
1:0 Ernst (77.)
1:1 Witsel (90.+5)
1:2 Reus (120.+1)
Fürth
: Burchert - Hilbert, Maloca, Bauer (90. Magyar), Wittek - Gugganig, Omladic (46. Mohr) - Ernst, Green (97. Abouchabaka), Atanga (70. Reese) - Keita-Ruel
Dortmund: Bürki - Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer - Dahoud, Delaney (74. Witsel) - Pulisic (80. Sancho), Götze (64. Philipp), Reus - Wolf (97. Guerreiro)
Gelbe Karten: Ernst, Maloca, Abouchabaka - Akanji
Schiedsrichter: Manuel Gräfe
Zuschauer: 15.500 (ausverkauft)

ngo



insgesamt 103 Beiträge
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Seite 1
nn280 20.08.2018
1. Das war ja verheerend,
1.) bin ich entsetzt, einen Herrn Sammer neben Achim Watzke sitzend sehen zu müssen. Dieser sächsische "Fachmann" hat in meinem Verein NICHTS mehr verloren. 2) Das erste Pflichtspiel meines BVB war in seiner Trostlosigkeit heute nicht mehr zu überbieten. Breitbandfußball ohne jede Effektivität, ohne jeden Überraschungseffekt, für 70 Millionen wurde offensichtlich das letzte Mittelfeld-Kraut in Europa zusammen gekauft. Keiner traut sich aufs Tor zu schießen oder kann es auch nicht. 3) Ich habe Angst vor dem Eröffnungspiel und traute dieser Mannschaft und dem neuen Trainer bestenfalls einen gesicherten Mittelfeldplatz zu. 3) Es war eine RIESEN-ENTTÄUSCHUNG! Große Sprüche, Nichts dahinter!
skeptikerjörg 20.08.2018
2. Noch mal gut gegangen
Glück hat der Tüchtige sagt man. Aber Ausgleich in 90+5 und Siegtor in 120+1, dass war schon eine Menge Glück! Machen wir da weiter, wo wir in der letzten Saison aufgehört haben? Teilweise sah es so aus. Das Spiel zu langsam, den Ball zu lange geführt und zu spät abgespielt (insbesondere Mo Dahoud), der letzte Pass zu ungenau, zu wenig Druck auf den Gegner und die Nichtverwertung der Torchancen. Ok, Fehlstart gerade nochmal abgewendet, auch Dank Bürki. Kann und muss besser werden.
briancornway 20.08.2018
3. Konturen
Wie sagt man ? Verdient, aber glücklich. Das hat der Mannschaft wahrscheinlich mehr gebracht als ein 7:0, und ein paar Stellschrauben waren auch schon zu sehen. Sancho darf man nicht vollständig domestizieren, der muss sich auch mal frei verdribbeln dürfen, ab und zu aber auch den Kopf heben. Dahoud dagegen muss bei seinen guten Vorstößen den Moment zum Pass besser erkennen, dann ist er mit seiner Präsenz ein Gewinn. Delaney war jetzt nicht gerade besser als Castro, aber der wird sich wohl noch eingrooven. Witsel mit großer Ausstrahlung, der wurde oft gar nicht angegriffen. Hatte in seinen Vorstößen was von Khedira. Und trotz allem: Schade, dass Greuther Fürth aus dem Wettbewerb raus ist, da wären noch ein paar Klassespiele mehr drin gewesen.
hp22 21.08.2018
4. Die Überschrift ist falsch
Es muß heißen "Gräfe, Witsel und Reus retten Dortmund vor Pokal-Aus", denn die 5 Minuten Nachspielzeit waren nicht nachvollziehbar.
Orthoklas 21.08.2018
5. Och
Nicht schon wieder so viel Dortmund-Dusel! Die letzte Saison hat für ein halbes Jahrzehnt gereicht!
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