Zweistelliger Sieg im Pokal 11:1 - Gladbach zerlegt Hastedt

Keine Gnade: Borussia Mönchengladbach hat gegen Hastedt den höchsten Pokalsieg der Vereinsgeschichte gefeiert. Am Ende jubelte der Fünftligist aus Bremen trotzdem.

Thorgan Hazard (Mitte)
FOCKE STRANGMANN/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Thorgan Hazard (Mitte)


BSC Hastedt - Borussia Mönchengladbach 1:11 (0:6)

Viele Bundesligisten haben sich in der ersten Pokalrunde gegen unterklassige Gegner schwer getan. Für den FC Bayern reichte es gegen Drochtersen/Assel nur zu einem mühevollen 1:0, Titelverteidiger Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart sind sogar ausgeschieden. Ganz anders Borussia Mönchengladbach: Die Fohlen feierten beim Fünftligisten BSC Hastedt einen 11:1 (6:0)-Kantersieg. So hoch haben die Gladbacher in ihrer mehr als 50-jährigen Pokalgeschichte noch nie gewonnen.

Die Partie begann für die Gastgeber denkbar schlecht. Schon in der zweiten Minute brachte BSC-Torwart Marcel Pfaar im eigenen Strafraum Florian Neuhaus zu Fall. Den berechtigten Elfmeter nutzte Thorgan Hazard souverän zur frühen Führung (2.). Noch vor der Pause erhöhten Sommerzugang Alassane Plea (8.), Raffael (15. und 31.), Neuhaus (39.) sowie erneut Hazard mit einem direkt verwandelten Freistoß (42.).

Obwohl die Partie längst entschieden war, spielte Gladbach weiter nach vorne. Die Folge waren weitere Treffer durch Plea (50. und 79.), Jonas Hofmann (56.) und erneut Raffael (66.) sowie Hazard (84.) mit ihren jeweils dritten Toren des Tages. Immerhin die Schlusspointe gehörte den Gastgebern: Der eingewechselte Diyar Kücük erzielte kurz vor dem Abpfiff den umjubelten Ehrentreffer (88.).

Carl Zeiss Jena - Union Berlin 2:4 (2:3)

Union Berlin hat mit einem ungefährdeten Sieg in Jena die zweite Pokalrunde erreicht. Sebastian Andersson (14.) und Felix Kroos (29.) brachten die Eisernen in der ersten Hälfte zweimal in Führung, doch Maximilian Wolfram (21.) und Christopher Trimmel mit einem Eigentor (42.) glichen für Carl Zeiss aus. Trotzdem führte Union zur Halbzeit, weil Simon Hedlund in der fünften Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Elfmeter verwandelte. Guillaume Cros hatte Akaki Gogia gefoult. Zu einem weiteren Ausgleich reichte es für Jena nicht. Stattdessen sorgte Hedlund nach der Pause mit seinem zweiten Treffer für die endgültige Entscheidung (71.).

1860 München - Holstein Kiel 1:3 (1:0)

Lange Zeit sah es so aus, als sollte mit Holstein Kiel ein weiterer Zweitligist schon in der ersten Pokalrunde ausscheiden. Am Nachmittag hatten sich bereits der VfL Bochum und Jahn Regensburg aus dem Wettbewerb verabschiedet. Doch die Kieler Störche drehten einen 0:1-Pausenrückstand in München noch zu einem 3:1-Sieg. Nico Karger hatte 1860 früh in Führung gebracht (7.). Für Holstein trafen Alexander Mühling (74. und 83.) sowie Kingsley Schindler (87.)

mmm



insgesamt 4 Beiträge
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Charlie Whiting 20.08.2018
1. Na hoffentlich
treffen die Gladbacher auch in der Liga mal etwas öfter. An klare Siege in den letzten Jahren kann ich mich kaum erinnern. Mal 1:0, mal 2:1. Das zermürbt...
fridericus1 20.08.2018
2. Ich stelle mir die Frage ...
... ob eine hochgezüchtete Millionärstruppe einen kleinen Amateurverein wirklich so zerlegen muss. Andere Bundesligatrupps (z.B. Werder Bremen, Hoffenheim, Hannover) haben es auch nicht nötig gehabt, so aufzdrehen.
kai.friedrich 20.08.2018
3. Toller Erfolg
Was wird hier für ein Fass aufgemacht, nur weil ein Bundesligist im Fußball gegen einen Fünftligisten gewonnen hat? In jeder anderen Ballsportart ist das wohl selbstverständlich. Oder kann ein Verbandsligist im Handball gegen eine Bundesligisten bestehen? Wohl kaum, also kommt mal alle wieder runter...
Levator 20.08.2018
4. Super Erfolg
und nächste Woche schon wertlos wenn es in der Bundesliga losgeht.
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