DFB-Pokal Leverkusen besiegt KSC erst in der Verlängerung

Späte Erleichterung bei Bayer: Erst in der Verlängerung konnte Leverkusen gegen den Drittligisten aus Karlsruhe gewinnen. Auch Gladbach tat sich in Essen lange schwer, Dresden und Kiel drehten jeweils Rückstände.

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Rot-Weiß Essen - Borussia Mönchengladbach 1:2 (1:0)

Zum Auftakt der 75. DFB-Pokalrunde hat sich Borussia Mönchengladbach mit Mühe bei Rot-Weiß Essen durchgesetzt. Im Anschluss an eine ausgeglichene Anfangsphase ermöglichte eine passive Hintermannschaft des Bundesligisten Essens 1:0: Kai Pröker durfte ungehindert vom rechten Flügel flanken, Benjamin Baier spritzte hinein und traf per Kopf (29. Minute). Zuvor war der Borussia auf der Gegenseite ein möglicher Elfmeter nach Foul an Nico Elvedi verwehrt geblieben (24.).

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DFB-Pokal: Der Tag der späten Treffer

Mit enormem läuferischen Aufwand gestaltete der Regionalligist die Partie offen. Doch mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte - und Gladbach konnte seine individuelle Klasse ausspielen. Gute zehn Minuten vor dem Ende steckte Lars Stindl gekonnt auf den eingewechselten Jonas Hofmann durch, der im Nachschuss den Ausgleich besorgte (79.). Vier Minuten darauf stocherte Raffael den Ball über die Linie, nachdem Thorgan Hazard den Brasilianer bedient hatte (83.).

Karlsruher SC - Bayer Leverkusen 0:3 n.V. (0:0)

Nach anfänglichen Problemen und einer Großchance von KSC-Angreifer Oskar Zawada, der an Bernd Leno scheiterte (13.), erspielte sich Bayer gegen den Zweitliga-Absteiger ein Übergewicht. Allerdings gelang es dem Team von Neu-Trainer Heiko Herrlich gegen die zweikampfstarken Karlsruher nicht, in der regulären Spielzeit ein Tor zu erzielen. Die beste von mehreren vielversprechenden Möglichkeiten vergab Joel Pohjanpalo spät in der Partie, als er einen Querpass von Leon Bailey aus sieben Metern am Karlsruher Tor vorbeisetzte (90.+1). In der Verlängerung gab dann jedoch die bessere Fitness den Ausschlag zugunsten der Leverkusener: Erst ein Kopfball-Treffer von Rückkehrer Dominik Kohr (93.) sowie Tore vom Finnen Pohjanpalo per Außenrist (99.) und Bailey nach Doppelpass mit Julian Brandt (105.) brachen den Widerstand der KSC-Spieler.

Holstein Kiel - Eintracht Braunschweig 2:1 (0:0)

Im Duell der Zweitligisten war Kiel zunächst das deutlich bessere Team, doch Holstein konnte seine Gelegenheiten nicht nutzen. Der Aufsteiger in die Zweite Liga, der zuletzt sieben von acht Malen in der ersten DFB-Pokalrunde gescheitert war, hatte Glück, dass Braunschweigs Mannschaftsführer Ken Reichel einen Elfmeter knapp neben den rechten Torpfosten schoss (36.). Zuvor hatte Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht auf sein bewährtes 4-2-3-1 umgestellt.

Die Systemänderung des Vorjahres-Dritten zahlte sich zunächst aus, Christoffer Nyman traf nach einem Konter zur Führung (48.). In der Folge übernahmen die Hausherren jedoch die Initiative. Ihr Druck wurde so groß, dass sich BTSV-Verteidiger Jospeh Baffo nur noch mit einer Notbremse zu helfen wusste. Der Schwede musste mit einer Roten Karte vom Feld, den fälligen Strafstoß verwandelte Dominik Drexler sicher (71.). Endgültig drehten die Störche die Partie durch Marvin Ducksch, der einen Konter überlegt zum Endstand abschloss (77.).

TuS Koblenz - SG Dynamo Dresden 2:3 (1:1)

Zum Auftakt hatte der Zweitligist aus Dresden gegen Koblenz, das die Partie wegen Umbauarbeiten im heimischen Stadion Oberwerth im 350 Kilometer entfernten Zwickau austragen musste, lange Probleme. Der zwei Klassen tiefer spielende TuS profitierte zunächst von einem Fehler der Dresdner Abwehr. Eine Unkonzentriertheit von Dynamos Philip Heise hob das Abseits auf und ermöglichte Dejan Bozic das Führungstor (6. Minute).

Im Anschluss kamen die favorisierten Gäste besser in die Partie und drehten das Spiel. Nur fünf Minuten nach dem Rückstand glich Erich Berko aus kurzer Distanz aus (11.), ehe Heise seinen frühen Fehler wiedergutmachte und mit einem direkten Freistoß von der Strafraumgrenze das 2:1 erzielte (49.). In einer turbulenten Schlussphase bestrafte Koblenz' Dimitrios Popovits Dresdens fahrlässige Chancenauswertung mit einem wuchtigen Abschluss in die Torwartecke (80.), doch Dynamos Aias Aosman traf nur kurz darauf zum 3:2 (84.). Sein Schlenzer reichte zum Sieg, weil Andreas Glockners Strafstoß von Dresdens 19 Jahre altem Ersatzkeeper Markus Schubert pariert wurde (86.).

lst



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goat777 12.08.2017
1. Wird eng werden
Für Vizekusen könnte es dieses Jahr eng werden. Vielleicht spielen sie nächstes Jahr in der Liga gegen den KSC.
Champagnerschorle 12.08.2017
2. invollerlänge
Zitat von goat777Für Vizekusen könnte es dieses Jahr eng werden. Vielleicht spielen sie nächstes Jahr in der Liga gegen den KSC.
Haben Sie das Spiel gestern bis zum Schluß gesehen? Bin bei weitem kein Fan von Leverkusen, aber Ihre Behauptung scheint mir am Gesamtspielverlauf gemessen doch sehr kühn, also nehme ich an, Sie haben nicht das gesamte Spiel (wenn überhaupt) gesehen.
area69 12.08.2017
3. Dann halt in der Verlängerung
Freue mich für Bayer, dass es gegen die starken Karlsruher geklappt hat. Kompliment an den Gegner, die waren mehr als Statisten! Bin gespannt wer heute noch weiterkommt und vollem was die Auslosung der nächsten Runde ergibt. P. S. Der Herr Goat trollt öfters gegen LEV. Müssen wohl eine Art Komplexe sein...
P-Block 12.08.2017
4. Blabla...
Goat heißt, wenn ich mich recht erinnere, Ziege. Bei Ziege denkt der geneigte Fußballfan an den merkwürdigen Hennes. Und schon weiß man wo es herkommt..... Statt sich einfach mal am Erfolg des eigenen Karnevalvereins zu erfreuen, muss er seine jahrelang aufgestauten Komplexe verarbeiten. Naja, wenn es hilft.... Ansonsten natürlich der lächerlichste Kommentar überhaupt. Das war sicherlich keine überragende Leistung, aber grundsolide, völlig ungefährdet und hochverdient. Da gab es schon ganz andere Blamagen.
aurichter 12.08.2017
5. Bitter für Koblenz
im heimischen Stadion hätte es vermutlich gereicht und man wäre in die nächste Runde eingezogen. Die Jungs haben eine couragierte Leistung gezeigt und sind im Laufe des Spiels in mancher Situation nicht bevorteilt worden. Mit dem Elfmeter wäre noch etwas möglich gewesen, aber der Junge Schubert war halt besser in dem Moment. War ein gutes Pokalspiel.
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