Hamburg - Kann ein HipHop-Song zur Sensation führen? Die Verantwortlichen des Regionalligisten Berliner AK 07 hoffen das. Pünktlich zur zweiten Runde des DFB-Pokals gegen 1860 München an diesem Dienstag (19 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wird die neue Stadionhymne uraufgeführt. Aues Trainer Karsten Baumann hofft hingegen auf Hilfe von oben. Nein, nicht von Gott - sondern vom Wetter. Schneien soll es doch bitteschön in Mainz.
Das ist es, was den DFB-Pokal ausmacht: Fans freuen sich auf Sensationen, Außenseiter wittern ihre Chance, Bundesliga-Manager schwitzen ihre Hemden voll. Bereits in der ersten DFB-Pokal-Runde mussten sechs Bundesligisten ihren Abschied nehmen, darunter Hoffenheim, Werder Bremen und der Hamburger SV.
Erstmals seit 25 Jahren sind nur noch zwölf Bundesliga-Clubs in der zweiten Runde vertreten. 13 Zweitligisten, vier Drittliga-Vereine und drei Regionalligisten hoffen auf den großen Coup. Und tatsächlich gibt es Kandidaten, die den großen Favoriten Blamagen zufügen könnten:
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Berliner AK 07 (Regionalliga Nordost) - 1860 München (Zweite Liga): Bescheidenheit ist nicht des Berliners Sache. Deshalb ist es nur stimmig, wenn BAK-Stürmer Metin Cakmak vor dem Duell gegen 1860 sagt: "Ich knipse auch die Löwen weg." In der Erstrundenbegegnung gegen Hoffenheim, die der BAK sensationell 4:0 gewann, hatte er bereits doppelt getroffen. Und dann ist ja noch diese neue Hymne, die am Dienstag vorgestellt wird: "Ein HipHop-Song. Meinem 15-jährigen Sohn gefällt sie", sagt BAK-Trainer Jens Härtel. Was soll da noch schiefgehen?
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Preußen Münster (Dritte Liga) - FC Augsburg (Bundesliga): In Augsburg ist die Stimmung mies. Platz 17 in der Liga, erst ein Sieg. Da kommt ein Pflichtspiel gegen einen unterklassigen Gegner gelegen. "Wir können uns wieder Selbstvertrauen holen", sagt Markus Weinzierl. Der FCA-Coach glaubt: "Das ist dringend notwendig." Doch Preußen ist ein Erstliga-Schreck, Werder Bremen kann das bestätigen. Augsburgs Vorstandschef Walther Seinsch mahnt bereits: "Ein Weiterkommen wäre wichtig für den Kassenwart." Er wird um seine Zusatzeinnahmen zittern müssen, denn bei Münster spielt der Werder-Alptraum Matthew Taylor (drei Tore in Runde eins).
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Eintracht Braunschweig (Zweite Liga) - SC Freiburg (Bundesliga): Christian Streich kann froh sein: Zwar spielt sein SC Freiburg gegen einen unterklassigen Gegner - doch eine Pleite wäre diesmal keine Blamage. Denn Eintracht Braunschweig ist in blendender Verfassung und strebt als Tabellenführer der zweiten Liga unaufhaltsam Richtung Bundesliga. "Braunschweig hat Power und Disziplin", sagt Streich. Auch die Statistik spricht für die Eintracht, oder besser: Sie spricht gegen Freiburg. Denn nur einmal in den vergangenen zehn Jahren war nicht spätestens im Achtelfinale Schluss.
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TSV Havelse (Regionalliga Nord) - VfL Bochum (Zweite Liga): Havelse-Coach André Breitenreiter hat allen Grund, auf die Verantwortlichen des VfL Bochum wütend zu sein: Denn die haben sich nach der 1:6-Liga-Pleite gegen Aue von Trainer Andreas Bergmann getrennt. Greift da das bekannte "Trainer weg, Erfolg zurück"-Prinzip? Es sieht stark danach aus, zuletzt haben die Profis des VfL Wolfsburg dieses Phänomen eindrucksvoll demonstriert.
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VfR Aalen (Zweite Liga) - Borussia Dortmund (Bundesliga): Ralph Hasenhüttl hat eine schwere Aufgabe. Der Aalen-Coach muss einen "besseren Plan als Real Madrid finden". Die Spanier hatten in der Königsklasse 1:2 gegen den BVB verloren. Eine Betonabwehr erwartet die Dortmunder wohl nicht. "Wir werden sicherlich nicht den Mannschaftsbus in den Fünfmeterraum stellen", sagt der Coach. Sein Pech: Die Dortmunder wollen das Spiel ernstnehmen. "Wir tun gut daran, die Partie so anzunehmen wie ein Champions-League-Spiel", sagt Ilkay Gündogan. Hasenhüttl muss also klüger sein als "the only one" José Mourinho. Schwierig.
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FSV Mainz 05 (Bundesliga) - Erzgebirge Aue (Zweite Liga): 5,4 Grad Celsius zeigen die Thermometer derzeit im Schnitt in Mainz an. Schlechte Aussichten also für einen Auer Sieg gegen den FSV. Zumindest, wenn man Trainer Karsten Baumann glauben mag. "Wenn es nicht schneit, wird es schwer für uns", sagt der 43-Jährige. Weiße DFB-Pokal-Nacht? Es spricht nichts dafür.
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