Hamburg - Es war eine beschämende Szene für den Chemnitzer FC: Als Dresdens farbiger Angreifer Mickaël Poté im DFB-Pokal nach einer Chance vor der Tribüne der Anhänger des Clubs auftauchte, verhöhnten einige Zuschauer den Nationalspieler Benins mit Affengeräuschen. Wütend baute sich Poté anschließend vor der Tribüne der Gastgeber auf, ein Mitspieler musste den sichtlich aufgebrachten Stürmer zurückzerren.
"Einige Chemnitzer Fans haben Affengeräusche gemacht. So etwas hat hier nichts zu suchen, aber ich habe ich richtige Antwort gegeben", sagte der Angreifer. Auf der sportlichen Ebene - denn Poté trat beim 3:0 (2:0)-Erfolg gegen den Drittligisten als Torschütze in Erscheinung.
Auch im Anschluss kam es zu unschönen Szenen: Nach knapp 60 Minuten musste Schiedsrichter Markus Schmidt die Partie für rund sieben Minuten unterbrechen. Chemnitzer Fans hatten auf der Tribüne bengalische Feuer gezündet, dicke Rauchschwaden zogen durch das Stadion.
"Kompliment an unsere Fans, die nicht auf diese Aktionen eingegangen sind", sagte Dresdens Coach Ralf Loose nach dem Spiel. Er weiß, wovon er spricht, auch die Anhänger von Dynamo sind bereits einige Male auffällig geworden. Zuletzt wurde der Club zu einem Zuschauer-Teilausschluss und 20.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Damit wurden Vorkommnisse aus der abgelaufenen Saison geahndet.
jar
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema DFB-Pokal | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH