DFB-Pokal-Halbfinale Fan-Ausschreitungen nach Abpfiff

Im Anschluss an das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Schalke 04 und Eintracht Frankfurt ist es zu Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern beider Vereine gekommen. Es gab mehrere Verletzte.

Ausschreitungen in Gelsenkirchen
DPA

Ausschreitungen in Gelsenkirchen


Bereits im Stadion ist es nach dem Schlusspfiff des DFB-Pokalhalbfinales zwischen Schalke 04 und Eintracht Frankfurt (0:1) in Gelsenkirchen zu Ausschreitungen gekommen. Gewaltbereite Anhänger beider Klubs trafen nach Abpfiff im Innenraum aufeinander. "Insgesamt 20 Strafanzeigen sind das Resultat dieses von gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Nachspielphase überschatteten Einsatztages", lautete das Fazit der Gelsenkirchener Polizei.

Sieben Polizisten wurden leicht verletzt. Unter den acht verletzten Zuschauern ist ein Frankfurter Anhänger, der ins Krankenhaus gebracht werden musste. Er erlitt Schnittverletzungen, als er auf der Rückreise von einer Glasflasche getroffen wurde, die ein bislang Unbekannter aus einem fahrenden Auto geworfen hatte.

Rund 80 Schalker Anhänger wurden vorübergehend festgenommen. Gegen die mutmaßlichen Rädelsführer leitete die Polizei Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs ein. Nach Angaben der Polizei wurde zu Spielbeginn in beiden Fanblöcken Pyrotechnik abgebrannt, was bereits zu Strafverfahren führte.

Nach Abpfiff kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen auf den Tribünen, was auch die TV-Zuschauer noch phasenweise mitverfolgen konnten. Wie es zu den Ausschreitungen im Innenraum kommen konnte, bleibt unklar. Danach ging es im Umfeld des Stadions weiter. Beide Male schritt die Polizei nach eigenen Angaben "konsequent" ein und konnte unter anderem mit dem Einsatz von Pfefferspray die Randale beenden.

tip/sid



insgesamt 17 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
gnarze 19.04.2018
1. Fans wie das Spiel
Die Fans passten sich nahtlos dem niedrigen Niveau des Spieles an.
leiendeu 19.04.2018
2. Niederlage
Das ist schon fast Standard 'auf Schalke': Bei einer Niederlage in einem wichtigen Spiel gibt's Randale. Nach ca. 50 Jahren immer Nr. 2 im Pott sind die Fans nur noch frustriert - bei einigen mündet das in Gewalt - traurig.
july1969 19.04.2018
3.
Eine kurze Frage. Warum war die Polizei IM Stadion und warum wurden IM Stadion Polizisten verletzt? Wenn es um die Kostenübernahme für Hochrisikospiele geht (was hier wohl keines war) wird doch von DFL und DFB imeer mit deren Totschlagsargument, wir sind nur INNERHALB des Stadions verantwortlich. Also, wenn sie doch INNERHALB des Stadions verantwortlich sind, wozu dann Polizei? Um die Vermögenswerte der Vereine zu schützen, die die von den Vereinen gegen Entgellt ins Stadion eingelassenen Wahnsinnigen (auch Fans genannt) verursachen? Warum? Laßt sie doch mal ein oder zwei Arenen in Schutt und Asche legen. Achso, zum Schutz von Kindern und Familien, kann sich die Polizei ja gerne kümmern und deren sicheren „Abzug“ ermöglichen.
elpepino 19.04.2018
4.
>>Ist Pfefferspray nicht als chemische Kriegswaffe international geächtet? Nein. Pfefferspray ist frei verkäuflich. Wenn auch in Deutschland nur zur Abwehr von Tieren. >>Warum darf dann damit ungestraft auf Fans eingesprüht bzw. bei Demonstrationen munter drauf los gesprüht werden?!?!?! Ungestraft? Ich nehme an, dass der Einsatz von Pfefferspray bei der Polizei ab einer bestimmten Eskalationsstufe angeordnet bzw. freigegeben wird. Wenn die Fans oder Demonstranten nicht versuchen würden, sich gegenseitig bzw. der Polizei die Köpfe einzuschlagen, würde der Einsatz von Pfefferspray wahrscheinlich auch nicht notwendig sein. >>Wenn ich als Privatperson Pfefferspray einsetzen würde, hätte ich sofort eine Anzeige gw. Körperverletzung am Hals, warum die einsetzenden Polizisten nicht? Weil Gewaltmonopol des Staates und so. Außerdem dürfte vermutlich fast jeder Richter ein Auge zudrücken, wenn man in einer akuten Selbstverteidigungssituation sein Pfefferspray aus der Handtasche zieht und einen Angreifer damit abwehrt. >>Auch sollte man mal die Anzahl der offiziell verletzten untersuchen, wieviele Polizisten wurden durch "friendly fire" eingenebelt und somit als Verletzte gezählt? Könnte man machen. Ich denke, die Zahl würde sich nicht erheblich verändern. PS: Nur noch eine kleine persönliche Anmerkung, da es mein persönliches Stilempfinden stört: Die Verwendung von mehr als einem Fragezeichen macht einen Satz nicht fragender sondern allerhöchstens fragwürdiger. Vielleicht möchten Sie mal diese Seite zu multiplen Satzzeichen lesen: https://www.sockenseite.de/usenet/ausruf.html
NauMax 19.04.2018
5.
Mir fehlen gerade echt die Worte! Sie setzen hier Massenvernichtungswaffen, die seit ihrer Entwicklung und dem erstmaligen Einsatz im Ersten Weltkrieg Millionen Menschenleben forderten mit einem relativ harmlosen Reizgas gleich! Extra für Sie: Nein, die Deutsche Polizei nutzt keine international geächteten Chemiewaffen gegen ihre eigene Bevölkerung, im Gegensatz zu den Truppen eines gewissen Syrischen Tyrannen. Würde die Polizei Sarin oder Senfgas einsetzen, dann wäre es vergleichbar. Dann würden die "Opfer" aber nicht mit geröteten Augen ärztlich behandelt, sondern an schwersten inneren Verletzungen elendig verrecken! Übrigens dürfen Sie sich mit Pfefferspray im Rahmen des §133 StGB selbst verteidigen. Schämen Sie sich für diesen absolut menschenverachtenden Kommentar!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.